Steinplatte für Steinplatte entsteht in Aichach im Park beim Heini-Baronner-Weg ein Labyrinth. Es soll Menschen bei der Trauerbewältigung helfen. Mit dem Labyrinth erfüllt sich mit Unterstützung des Aichacher Bauausschusses ein Wunsch des St.-Afra-Hospizes, des Ambulanten Hospiz- und Palliativberatungsdienstes beim Caritasverband im Landkreis Aichach-Friedberg.
Wie ein Labyrinth bei der Trauerarbeit helfen kann – zu dieser Frage verwies das St.-Afra-Hospiz auf eine Abschlussarbeit des Universitäts-Lehrgangs Palliative Care – Vertiefungslehrgang Palliativpflege Stufe II von 2012.
Das Labyrinth als tröstlicher, symbolischer Wegweiser in der Trauer
Das Labyrinth sei ein symbolischer Weg der Verwandlung, heißt es da. Auch Trauer sei ein schmerzhafter, langer, oft mit vielen Rückschlägen erschwerter Weg. In der Trauerarbeit habe das Labyrinth eine wertvolle, tröstliche Bedeutung, indem es ein symbolischer Wegweiser ist. Es gebe Orientierung, Ermutigung, Erkenntnis und Hoffnung zur Verwandlung und Heilung. In der Mitte des Labyrinths, in der tiefsten Auseinandersetzung mit sich selbst, könne Umwandlung und Heilung stattfinden, um dann den Rückweg in ein wieder lebenswertes Leben zu finden, heißt es da.
Einer der bekanntesten Schöpfer von Labyrinthen ist Magister Gernot Candolini aus Innsbruck. Er hat auch das Aichacher Labyrinth geplant. Derzeit verlegt der Bauhof der Stadt Aichach die Wegplatten in Eigenleistung. Die Kosten belaufen sich auf etwa 30.000 Euro. Fertig werden soll das Trauerlabyrinth im Frühjahr 2023.