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Aichach: Ein Labyrinth in Aichach soll bei der Trauerbewältigung helfen

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Ein Labyrinth in Aichach soll bei der Trauerbewältigung helfen

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    Ein Labyrinth zur Trauerbewältigung soll in Aichach entstehen. Planen soll es der Spezialist Gernot Candolini, der auch dieses Labyrinth in Maria Alm bei Saalfelden entworfen hat.
    Ein Labyrinth zur Trauerbewältigung soll in Aichach entstehen. Planen soll es der Spezialist Gernot Candolini, der auch dieses Labyrinth in Maria Alm bei Saalfelden entworfen hat. Foto: Gernot Candolini

    Labyrinthe faszinieren die Menschen seit jeher. Ein Labyrinth, das bei der Trauerbewältigung helfen soll, wird in Aichach entstehen. Der Bauausschuss des Aichacher Stadtrats sprach sich am Dienstagabend einstimmig für das Anliegen des St.-Afra-Hospizes, des ambulanten Hospiz- und Palliativberatungsdienstes beim Caritasverband Aichach-Friedberg. Geplant wird es von dem Labyrinth-Spezialisten Gernot Candolini aus Innsbruck. Es soll laut Bauamtsleiterin Carola Küspert noch in diesem Jahr begehbar sein.

    Verschlungenen Pfaden zu folgen, über Umwege zu einer Mitte zu finden und dann umzukehren. Diesem Reiz kann sich kaum jemand entziehen. Welche Bedeutung einem Labyrinth bei der Trauerbewältigung zukommen kann, das erklärt eine Abschlussarbeit des Universitäts-Lehrgangs Palliative Care von Bernadette Fröch aus dem Jahr 2012, die das St.-Afra-Hospiz mit seinem Antrag eingereicht hat.

    Labyrinth bietet auch Hoffnung auf Heilung

    Das Labyrinth sei ein symbolischer Weg der Verwandlung, heißt es da. Auch Trauer sei ein schmerzhafter, langer, oft mit vielen Rückschlägen erschwerter Weg und Prozess. In der Trauerarbeit habe das Labyrinth eine wertvolle, tröstliche Bedeutung, indem es ein symbolischer Wegweiser ist. Es gibt Orientierung, Ermutigung, Erkenntnis und Hoffnung zur Verwandlung und Heilung. In der Mitte des Labyrinths, in der tiefsten Auseinandersetzung mit sich selbst, könne Umwandlung und Heilung stattfinden, um dann den Rückweg in ein wieder lebenswertes Leben zu finden, heißt es da.

    Das St.-Afra-Hospiz würde ein solches Labyrinth zur Trauerbewältigung als Bereicherung ansehen, sagte Küspert im Ausschuss. Für das Hospiz verfolgten Christine Neukäufer, die leitende Koordinatorin, und Cornelia Königsberger die Sitzung. Als Platz habe man einen Platz nahe dem Kneipp-Becken im Park am Heini-Baronner-Weg im Blick, so Küspert. Die Kosten bezifferte sie mit rund 5000 Euro für die Planung und – je nach Ausführung – etwa 20.000 Euro für die Umsetzung. Wie Küspert sagte, wird Gernot Candolini nach einer Ortsbegehung verschiedene Entwürfe vorlegen, die dann im Bauausschuss vorgestellt werden. Es soll noch heuer gebaut werden, zumal das St.-Afra-Hospiz heuer 25 Jahre alt wird.

    Wasserspielplatz bleibt trotzdem möglich

    Der Bauausschuss stand dem aufgeschlossen gegenüber. Bürgermeister Klaus Habermann betonte, welche wichtige und wertvolle Arbeit das St.-Afra-Hospiz leistet. Ein Trauerlabyrinth würde die Stadt bereichern. Auch Josef Dußmann (CSU) befürwortete das Labyrinth, dachte aber an den Wasserspielplatz, den die Stadt womöglich irgendwann in dem Bereich anlegen will. "Beißt sich das?", wollte er wissen. Nein, versicherte Carola Küspert. Die Initiatorinnen hätten ihr versichert, es mache nichts, wenn in der Umgebung am Kneipp-Becken oder eben an einem möglichen Spielplatz Betrieb herrscht. "Das muss kein Ort der Stille sein."

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