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Aindling: Aufregung in Aindling: Am ersten Schultag fallen gleich zwei Busse aus

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Aufregung in Aindling: Am ersten Schultag fallen gleich zwei Busse aus

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    Ein AVV-Bus, der gerade auf Betriebsfahrt war, brachte spontan einige wartende Aindlinger Schulkinder zur Schule.
    Ein AVV-Bus, der gerade auf Betriebsfahrt war, brachte spontan einige wartende Aindlinger Schulkinder zur Schule. Foto: Marcus Merk (Symbolbild)

    Bei Aindlings Bürgermeisterin Gertrud Hitzler lief am ersten Schultag am Dienstag schon in aller Frühe das Telefon heiß. Alle wollten wissen, wann der Bus kommt. Doch da war auch die Bürgermeisterin zunächst überfragt. Jedoch war Eile geboten, denn in den Aindlinger Ortsteilen Gaulzhofen, Stotzard und Hausen sowie in Edenhausen, Pichl und Binnenbach warteten zahlreiche Schüler an den Haltestellen darauf, dass sie vom Bus abgeholt werden. Dass kein Bus kam, dürfte die Aufregung, die am ersten Schultag ohnehin groß ist, noch erheblich gesteigert haben.

    Wie Hitzler herausfand, waren am Dienstagmorgen gleich zwei Schulbusse ausgefallen, aber aus unterschiedlichen Gründen. Einmal war die Ursache ein technischer Defekt des Busses, im zweiten Fall war der Busfahrer kurzfristig erkrankt. Ersatz für den defekten Bus kam zwar noch, aber erst ungefähr 30 Minuten später. Da waren viele Kinder schon über andere Wege in die Schule gekommen. Ein Teil der Schüler wurde laut Hitzler von einem AVV-Bus aufgelesen, der gerade auf Betriebsfahrt war.

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    Gemeinderat Michael Balleis war indirekt selbst betroffen, denn sein Sohn wartete in Hausen auf den Bus zur Realschule in Aichach, in den auch die Schüler des Aichacher Gymnasiums aus Gaulzhofen, Stotzard und Hausen steigen. Wie Balleis berichtet, wurde zwar schnell kommuniziert, dass ein Ersatzbus kommen soll, doch ein Freund mit einem Siebensitzer sammelte kurzerhand einige Schüler ein und fuhr sie nach Aichach, auch seinen Sohn. Die Kinder aus dem Edenhauser Tal wollten dagegen zur Grund- und Mittelschule in Aindling sowie zu den Grundschulen in Todtenweis und Willprechtszell (Gemeinde Petersdorf).

    Balleis äußerte in der Gemeinderatssitzung am Dienstagabend heftige Kritik daran, dass die Schulbeförderung nach einem Kreistagsbeschluss von 2013 europaweit ausgeschrieben werden muss. Früher seien die Schüler von einem neun Jahrzehnte alten Familienunternehmen, der Firma Hedorfer aus Axtbrunn (Gemeinde Petersdorf), befördert worden und da habe es nie Probleme gegeben. Die Firma hat mittlerweile aufgegeben. Die Fahrer kannten die Örtlichkeit und die Kinder, so Balleis. Wie er auf Anfrage unserer Redaktion erzählt, komme es im Einzugsgebiet der Grundschulen offenbar immer wieder vor, dass an Bushaltestellen nicht gehalten werde und Kinder nicht aus- oder einsteigen können.

    Während die Busse am zweiten Schultag am Mittwoch wieder reibungslos fuhren und sich die große Aufregung gelegt hat, muss der Sohn von Michael Balleis nach eigenen Angaben noch viel länger unter dem Busausfall leiden. Der Grund: Er sitzt aufgrund des verspäteten Eintreffens jetzt in der ersten Reihe.

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