In Handzell sollen Tiny-Häuser entstehen. Sogar die Idee einer Siedlung wird geprüft. Das wären aber nicht die ersten Mini-Häuser in Aichach-Friedberg.
Im Baarer Baugebiet Zeintl steht bereits ein Tiny House. Zunächst lehnte der Gemeinderat das Vorhaben ab. Doch nun darf das Mini-Haus fünf Jahre dort bleiben. Foto: Stefanie Brand
Die Rathausverwaltung in der Nachbargemeinde Pöttmes prüft jedenfalls, ob auch im Ortsteil Handzell Tiny-Häuser denkbar wären. Das englische Wort „tiny“ bedeutet auf Deutsch „winzig“. Der Trend zu Tiny-Häusern kommt aus den USA. Das Leben auf wenigen Quadratmetern soll Platz und wertvolle Ressourcen sparen. Kunden kaufen die kleinen Häuschen oft komplett.
Hier könnten in Handzell bald Tiny-Häuser entstehen
In Handzell besitzt der Markt Pöttmes ein Grundstück an der Waldstraße, das er schon länger für eine Wohnbebauung vorgesehen hat. Doch es gibt gleich mehrere Haken: Das Grundstück liegt Geschäftsstellenleiter Stefan Hummel zufolge an der viel befahrenen Staatsstraße 2035 Pöttmes–Neuburg an der dortigen Unterführung.
Direkt neben der Staatsstraße darf nicht gebaut werden, mit etwas Abstand davon auch nur unter bestimmten Auflagen. Zudem hat das rund 3000 Quadratmeter große Grundstück einen etwa dreieckigen Schnitt. Das alles führte wohl dazu, dass es bislang nicht besonders begehrt war, obwohl es schon einmal als Bauplatz ausgeschrieben war.
Das Bett findet Platz unterm Dach: Ein Blick auf Sternenhimmel ist möglich.Foto: Philipp Schulte
Nun warf Thomas Huber (Bürgerblock) im nicht öffentlichen Teil der Gemeinderatssitzung die Frage auf, ob das Areal für eine Tiny-Haus-Siedlung geeignet wäre. Das teilte Geschäftsstellenleiter Hummel auf Nachfrage mit.
Die Verwaltung will nun Informationen einholen und Experten zurate ziehen. Erst dann soll entschieden werden, ob die Gemeinde diesen Weg weiterverfolgt oder doch eine konventionelle Wohnbebauung anstrebt. Einer Einschätzung des Bauamts zufolge wären zwei Einfamilienhäuser auf dem Grundstück möglich.
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