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So geben Sie Insekten in Ihrem Garten ein Zuhause

Landkreis Augsburg

So wird das Staudenbeet zum Paradies für Insekten und Menschen

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    Der duftende Sommerflieder lockt auch Schmetterlinge und viele andere Insekten an.
    Der duftende Sommerflieder lockt auch Schmetterlinge und viele andere Insekten an. Foto: Isabel Waldthaler

    Summende Bienen, flatternde Schmetterlinge und andere nützliche Insekten – in vielen Gärten sind sie kaum noch zu finden. Blühende Flächen sind oft Steingärten oder -flächen gewichen. Dabei ist ein insektenfreundlicher Garten nicht nur ein Beitrag zum Naturschutz, sondern auch eine Bereicherung für jeden Außenbereich.  

    Insekten wie Bienen und Schmetterlinge sorgen für ein lebendiges Ökosystem und bestäuben Pflanzen. Mit gezielten Maßnahmen kann nahezu jeder Garten in ein kleines Insektenparadies verwandelt werden. Auch auf Balkonen kann in größeren Pflanzgefäßen ein Insektenbuffet entstehen.

    Auf die richtigen Pflanzen kommt es an

    Die Pflanzenauswahl ist entscheidend. Heimische, ungefüllte Blüten sind wertvoll, da sie reichlich Nektar und Pollen liefern. Bewährt haben sich beispielsweise Kornblume, Wiesensalbei, Margerite, Lavendel oder Sonnenhut. Wichtig ist eine durchgehende Blütezeit: Ideal ist eine Kombination aus Frühblühern, Sommerblumen und Herbstpflanzen wie Astern oder Fetthenne.

    Staudenbeete sind dafür besonders geeignet. Sie sollten so angelegt werden, dass sich die Blütezeiten abwechseln. Eine einfache Grundregel: niedrige Pflanzen nach vorne, höhere nach hinten setzen und in kleinen Gruppen pflanzen. Ein sonniger Standort ist für die meisten Blühpflanzen optimal. Dabei lassen sich Blühhöhe, Farben und Blütezeiten kombinieren, sodass das Beet sowohl optisch als auch ökologisch überzeugt. Auf chemische Pflanzenschutzmittel sollte verzichtet werden. Stattdessen helfen Mischkulturen oder Nützlinge wie Marienkäfer, um Schädlinge zu regulieren.

    Das brauchen Insekten

    Neben Nahrung brauchen Insekten auch Lebensräume. Totholz, Laubhaufen oder stehen gelassene Pflanzenstängel bieten Rückzugsorte. Auch offene Bodenstellen sind wichtig, da Wildbienen dort nisten. Ein Insektenhotel ist sinnvoll, wenn es richtig gebaut und trocken aufgestellt wird. Wasser ist gerade im Sommer ebenfalls entscheidend. Eine flache Schale mit Wasser und Steinen als Landehilfe reicht oft schon aus. Wichtig ist, das Wasser regelmäßig zu erneuern. Rasenflächen können teilweise durch Blumenwiesen ersetzt werden. Diese sollten nur ein- bis zweimal im Jahr gemäht werden, damit Pflanzen zur Blüte kommen. Schon eine kleine Wildwiese kann Nahrung und Schutz für zahlreiche Insekten bieten.

    Ein naturnaher Garten braucht Geduld. Mit der Zeit entsteht ein stabiles Gleichgewicht. So können sich immer mehr Arten ansiedeln. Die Vielfalt an Farben und Bewegungen macht den Garten lebendig und schafft eine natürliche Atmosphäre. Und was gibt es Schöneres, als an einem Sommertag im Garten zu sitzen und dem Summen der Bienen zuzuhören und den Schmetterlingen beim Tanzen zuzuschauen?

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