Philipp Wagner soll neuer Chef des Augsburger Zoos werden
Augsburg
Er soll neuer Chef des Augsburger Zoos werden
Die Stadt Augsburg hat einen Nachfolger für die langjährige Zoo-Chefin Barbara Jantschke gefunden. Wo seine Schwerpunkte liegen – und wer der Personalie noch zustimmen muss.
Das Seehundbecken im Augsburger Zoo ist eine der Hauptattraktionen der Einrichtungen. Aktuell ist die Stadt Augsburg auf der Suche nach einem neuen Zoo-Chef, gefunden hat sie ihn offenbar in Philipp Wagner.Foto: Westfälische Nachrichten/Gunnar Pier, Ulrich Wagner
Die Stadt Augsburg will am Donnerstag im Stadtrat die Weichen für eine Nachfolge von Zoo-Chefin Barbara Jantschke stellen. Nachfolger soll Dr. Philipp Wagner werden, derzeit Kurator für Artenschutz und Forschung im Allwetterzoo Münster. Jantschke scheidet Ende April kommenden Jahres planmäßig aus Altersgründen aus. Wenn der Stadtrat grünes Licht gibt, soll Wagner bereits zum 1. März 2026 in Augsburg anfangen, damit eine geordnete Übergabe stattfinden kann.
Insgesamt seien - mithilfe einer Personalberatung - 72 Kandidaten direkt angesprochen worden, am Ende gab es eine Entscheidung unter fünf Bewerbern. Der Aufsichtsrat des Zoos entschied sich einstimmig für Wagner. Oberbürgermeisterin Eva Weber (CSU) sagte im Vorfeld, bei der Auswahl von Wagner habe unter anderem das Thema Artenschutz eine Rolle gespielt. „Ich bin sicher, dass er den Augsburger Zoo weiterentwickeln wird.“
Philipp Wagner soll neuer Zoo-Chef in Augsburg werden. Derzeit ist er Kurator für Forschung und Artenschutz im Allwetterzoo in Münster.Foto: Westfälische Nachrichten/Gunnar Pier
Wagner, 51, ist Biologe und war vor seiner Tätigkeit in Münster unter anderem für den Landesbund für Vogelschutz in Bayreuth tätig. Dort leitete er eine Einrichtung zur Naturbeobachtung mit Umweltschutz-Informationszentrum. Im Allwetterzoo Münster ist er seit Mitte 2017 beschäftigt. In seiner Forschung befasste er sich mit Amphibien und Reptilien in Afrika und Asien.
Zur Rolle der Zoos in Bezug auf Artenschutz hat Wagner eine klare Meinung: „Wir befinden uns in einem der größten Artensterben der Erdgeschichte und erstmals in einer Situation, in der eine Art, der Mensch, die anderen bedroht.“ Zoos können aus seiner Sicht dazu dienen, Zeit zu gewinnen. „Wenn der Lebensraum einer Art zu klein wird, geben Zoos die Chance, diese Arten zu halten, während in der Natur Lebensräume wieder hergestellt oder vergrößert werden - oder die Bedrohung abgebaut wird“, betonte er in einem Interview mit dem Online-Magazin „Alles Münster“.
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