Friedrich Genz (Name geändert) möchte nicht wissen, wie viel Geld seine Frau und er bereits in den Sand gesetzt haben. „Diese Rechnung schieben wir vor uns her. Schließlich haben wir noch ein Leben, das außerhalb dieses Wahnsinns stattfindet.“ Mit „Wahnsinn“ meint der 56-Jährige das Hotel im Kesselhaus im Kammgarnquartier. Wegen einer Quecksilber-Kontamination kann es seit Jahren nicht öffnen. Eine Prozessflut stellt das Landgericht vor eine große Herausforderung. Allein im ersten der vielen Verfahren, das bereits im Februar abgeschlossen wurde, hat eine Urteilsverkündung bis heute nicht stattgefunden. Genz ist einer der rund 140 Investoren, die um ihre finanzielle Zukunft bangen. Sie gehen nicht nur gegen den Projektentwickler juristisch vor. Die Eigentümergemeinschaft verklagt jetzt auch die Stadt Augsburg.
Augsburg
Um kommentieren zu können, müssen Sie angemeldet sein.
AnmeldenSie haben noch kein Konto? Kostenfrei registrieren