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Augsburg: Wohl dubiose Angebote an Ukraine-Geflüchtete

Augsburg

Hinweise auf dubiose Angebote an Ukraine-Geflüchtete in Augsburg

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    In Augsburg sind etliche Frauen und Kinder untergekommen, die vor dem Krieg in der Ukraine geflüchtet sind. Wegen dubioser Angebote sind Stadt und Polizei in Alarmbereitschaft.
    In Augsburg sind etliche Frauen und Kinder untergekommen, die vor dem Krieg in der Ukraine geflüchtet sind. Wegen dubioser Angebote sind Stadt und Polizei in Alarmbereitschaft. Foto: Silvio Wyszengrad

    Weit über 100.000 Ukrainerinnen und Ukrainer sind wegen des Kriegs in ihrer Heimat inzwischen nach Deutschland geflüchtet, bei sich häufig nur das Nötigste. Sie erwartet die enorme Hilfsbereitschaft der Bevölkerung, aber auch eine ungewisse Zukunft – und in Teilen Deutschlands offenbar auch ein dubioses Treiben. Mehreren Medienberichten zufolge sollen geflüchtete Frauen nach ihrer Ankunft fragwürdige Angebote erhalten haben, die bis zur Prostitution gingen. Auch in Augsburg ist die Achtsamkeit angesichts erster Vorkommnisse groß.

    Laut Polizei gibt es Hinweise auf dubiose Angebote gegenüber ukrainischen Geflüchteten. Es handle sich aber um Einzelfälle, die gemeldet worden seien, so Sprecher Markus Trieb. "Dabei sind Personen auf augenscheinlich unseriöse Unterkunfts- und Wohnangebote im Internet gestoßen." Nach aktuellem Stand habe sich allerdings keine der Meldungen "zweifelsfrei" bestätigt. Bei entsprechenden Vorkommnissen reagiere die Polizei sensibel.

    Berichte über dubiose Angebote an Ukrainerinnen: Stadt ist achtsam

    Auch die Stadt hat im Blick, dass die Hilfslosigkeit der Ankommenden ausgenutzt werden könnte. Nach Auskunft von Sozialreferent Martin Schenkelberg wurde beobachtet, "dass sich in Sichtweite zur Jugendherberge einzelne Männer wartend aufhielten und teilweise einzelne Mädchen angesprochen haben". In den von der Stadt betriebenen dezentralen Unterkünften und Notunterkünften gebe es bislang "keine Auffälligkeiten im Hinblick auf dubiose Angebote. Allerdings sind wir auch durch verschiedene Presseberichte sensibilisiert." Man bitte Kinder und Jugendliche darum, Kontakt mit Unbekannten außerhalb der Öffentlichkeit zu meiden. Hilfe bekommen Betroffene per Mail unter ukraine-koordination.akjf@augsburg.de, Informationen gibt es auch über die "Integreat"-App.

    Besonders im Fokus steht momentan die Gruppe mit Heimkindern, die die Stadt aufgenommen hat und vom Jugendamt betreut wird. Wie Schenkelberg sagt, kamen dorthin schon mehrfach Personen, "die Kinder gleich zu sich mitnehmen wollten". Andere wollten die Kinder und die Gruppe kennenlernen, wieder andere brächten Essens- und Kleiderspenden oder wollten die Kinder für einen Zoobesuch abholen. "Wir schätzen die Hilfsbereitschaft", sagt Schenkelberg. "Aber wir bitten darum, die Heimkinder nicht ohne Absprache aufzusuchen."

    Augsburger Polizei beobachtet Konflikte wegen Ukraine-Krieg

    Die Achtsamkeit ist in Augsburg auch an anderer Stelle gewachsen. Denn die Polizei beobachtet zunehmend Konflikte, die im Zusammenhang mit dem Krieg in der Ukraine stehen. Nach Auskunft von Polizeisprecher Trieb gerieten in den vergangenen Wochen mehrfach Personen in Streit. Dabei sei es auch zu Beleidigungen oder Körperverletzungen gekommen. Auch ermittle man wegen entsprechender verbaler und schriftlicher Äußerungen wegen Volksverhetzung. Dabei seien jedoch keineswegs nur Personen mit ukrainischem oder russischem Hintergrund involviert. Zudem handle es sich um Einzelfälle. Ein kurioser: In einer Bäckerei hörte eine Frau zu, wie sich zwei weitere Frauen über den Krieg unterhielten. Da die Frau davon ausging, dass es sich bei den beiden um Russinnen handle, beleidigte sie diese. Die Adressatinnen hatten jedoch keinen russischen Hintergrund.

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