Henrietta im Alter von 22 Jahren. Damals brachte sie einen kleinen Hengst zur Welt.Foto: Peter Bretschneider
Der Zoo Augsburg vermeldet eine traurige Nachricht: Grevy-Zebrastute Henrietta musste getötet werden. Das Tier habe zuletzt immer stärker abgebaut. Trotz der intensiven Betreuung durch Tierärzte und Tierpfleger habe sich keine Verbesserung ihrer altersbedingten Leiden mehr eingestellt, teilt der Zoo in seinem Newsletter mit. Die Zebra-Dame wurde 29 Jahre alt. 2018 sorgte sie für eine freudige Überraschung: Im Alter von 22 Jahren brachte sie noch einen kleinen Hengst zur Welt.
Zebras werden in Gefangenschaft meist bis zu 25 Jahre alt. Zebra-Stute Henrietta lebte länger, doch zuletzt habe sie altersbedingt immer stärker abgebaut. „Daher entschieden wir uns, in Absprache mit dem Veterinäramt, dazu, Henrietta im hohen Alter von über 29 Jahren in ihrer gewohnten Umgebung – ohne Stress – durch den Weideschlachter zu erlösen“, teilt der Augsburger Zoo mit. Neben der schonenden Art der Tötung für das Zebra habe ihr Fleisch so auch für die Raubkatzen als Futtermittel dienen können. Dies wäre mit einer Einschläferung nicht möglich gewesen, so der Zoo.
Nach zehn Jahren wurde die Zebra-Oma noch einmal Mutter
In Erinnerung wird Henrietta den Mitarbeitern und vielen Besuchern bleiben. 2018 hatte die Zebra-Oma noch einmal für Nachwuchs gesorgt. Ganz alleine hatte sie damals in der Nacht das Fohlen zur Welt gebracht. Als die Tierpfleger mit ihrer Arbeit begannen, stand der kleine Hengst mit sicherem Stand neben seiner Mutter. Die Freude darüber war groß. Das letzte Junge hatte sie zu dem Zeitpunkt im Jahr 2008 geboren. Der Grund, warum sie zwischenzeitlich zehn Jahre keinen Nachwuchs hatte, war das Zuchtprogramm europäischer Zoos, das Augsburg eine Pause verordnet hatte.
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