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Das Traditionslokal Wirtshaus am Lech in Augsburg startet einen Neuanfang

Augsburg

„Wollte immer ein eigenes Lokal“: So soll der Neustart im Wirtshaus am Lech gelingen

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    Das Wirtshaus am Lech ist ein Familienbetrieb, von links:  Vasiliki Tzika, Apostolos Stergiou, Konstantina Vasdeki, Stergios Stergiou, Konstantina Manta, Vasiliki Vasdeki, die kleine Vasiliki, Konstantinos Stergiou und Cristos Stergiou..
    Das Wirtshaus am Lech ist ein Familienbetrieb, von links: Vasiliki Tzika, Apostolos Stergiou, Konstantina Vasdeki, Stergios Stergiou, Konstantina Manta, Vasiliki Vasdeki, die kleine Vasiliki, Konstantinos Stergiou und Cristos Stergiou.. Foto: Peter Fastl

    Apostolos Stergiou ist eher ein ruhiger, gefasster Typ. Der 28-Jährige wirkt sogar ein bisschen schüchtern. Das mag auch daran liegen, dass er erst vor vier Jahren von Griechenland nach Augsburg kam und die deutsche Sprache noch nicht so gut beherrscht. Aber Stergiou hat ein ehrgeiziges Ziel. Er will das traditionelle Gasthaus Wirtshaus am Lech in der Augsburger Gastro-Szene wieder zum Leben erwecken und fest etablieren.

    Ältere Augsburger kennen das Lokal als „Stadt Bourges“

    Ein großer Plan, nachdem das Gasthaus in der Nähe der MAN-Brücke fast ein Jahr lang geschlossen war. Dabei könnte die Historie des Lokals mit dem Biergarten, der allein 160 Gäste fasst, erdrückend wirken. Vor allem ältere Augsburger werden das Wirtshaus noch unter dem Namen „Stadt Bourges“ kennen, das einmal der Maschinenfabrik MAN gehörte und bereits im Jahr 1605 als Bierschenke existierte. 

    Damit Stergiou seinen Plan erfüllen kann, hat er genügend hilfreiche Hände an seiner Seite. Sein Vater Cristos, seine Mutter Vasiliki, seine beiden Brüder Stergios und Konstantinos und seine Partnerin, die ebenso wie seine Mutter Vasiliki heißt. Zudem wurden acht Aushilfen eingestellt. Seit dem 15. Dezember hat die griechische Familie, die in Kaisheim ein weiteres Lokal betreibt, die Türen des Lokals geöffnet. Mit dem Zulauf sind die Wirtsleute bisher zufrieden. „Es sind bisher mittags und abends immer so um die 30 Gäste. Es hat sich noch nicht überall herumgesprochen, dass wieder geöffnet ist, aber das ist auch für uns am Anfang zum Eingewöhnen nicht so schlecht“, sagt Freundin Vasilki. 

    Das Wirtshaus am Lech liegt direkt an der MAN-Brücke.
    Das Wirtshaus am Lech liegt direkt an der MAN-Brücke. Foto: Peter Fastl

    Nachdem das Wirtshaus am Lech immer bekannt war für die tradionelle bayerische und deutsche Küche, will Stergiou diesen Weg zumindest in Teilen fortsetzen. „Wir bieten auch Schweineschnitzel, Zwiebelrostbraten, Kalbsschnitzel oder ein Schweinefilet an und im Sommer natürlich einen Wurstsalat“, sagt Stergiou. Ansonsten dominiert die griechische Küche, dazu hausgemachte Suppen, Salate, warme griechische Vorspeisen oder Fischgerichte.

    Wirtshaus am Lech in Augsburg: Der Vater des Wirts ist in der Gastronomie erfahren

    Der Weg von Apostolos Stergiou war vorgezeichnet. „Mein Vater ist ja schon seit 30 Jahren in der Gastronomie tätig und ich wollte immer ein eigenes Lokal“, erzählt er. In Griechenland machte er eine Ausbildung zum Koch und hat auf der Insel Mykonos in der Gastronomie gearbeitet. In den Sommerferien fuhr er immer nach Donauwörth (dort hatte der Vater früher ein Lokal) oder später nach Kaisheim, um seinen Eltern zu helfen. Vor vier Jahren begann das Abenteuer Deutschland. „Meine Familie ist ja schon lange in Deutschland und deshalb habe ich mich auch sehr schnell eingewöhnt“, meint Stergiou. Im Internet ist er auf das Wirtshaus am Lech gestoßen. 

    So zeigt sich das Erkerzimmer im Wirtshaus am Lech. Man blickt in Richtung MAN-Brücke.
    So zeigt sich das Erkerzimmer im Wirtshaus am Lech. Man blickt in Richtung MAN-Brücke. Foto: Peter Fastl

    „Das Lokal hat einen tollen Biergarten und schöne, große Räume. Das hat mir sofort gefallen, aber wir mussten auch einiges investieren“, sagt der Gastronom. Eigentlich wollte er bereits Ende Oktober oder Anfang November das Lokal wiedereröffnen, doch daraus wurde nichts. „Wir hatten enorm viel zu tun. Teilweise sah es furchtbar aus und deshalb haben sich die Umbauarbeiten verzögert“, so der Wirt. Ein Hauptspeiseraum und zwei kleine Speiseräume sind jetzt fein herausgeputzt und bieten Platz für 140 Personen.

    In der Nähe vom Wirtshaus am Lech liegt der Flößerpark

    Das Wirtshaus am Lech liegt direkt am Fluss, an dem viele Radler und Spaziergänger unterwegs sind. Nicht weit davon entfernt liegt das Lokal Griesle. Ebenfalls in der Nähe ist die Floßlände im Flößerpark. Das Naherholungsgebiet in Lechhausen ist in den zurückliegenden Jahren attraktiver gestaltet worden. Die Arbeiten sollen im neuen Jahr abgeschlossen werden.      

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