Der Augsburger Oberbürgermeister Florian Freund (SPD) und Landrat Martin Sailer (CSU) fordern nach dem Beschluss zum Neubau der Bahnstrecke Augsburg - Ulm, auch den Ausbau des Augsburger Hauptbahnhofs in den Blick zu nehmen. Wie berichtet, ist eine Kapazitätserweiterung des Bahnhofs nicht Bestandteil des Neubauprojekts, gleichzeitig sind Engpässe am Knoten durch steigende Zugzahlen absehbar.
Freund und Sailer erklärten am Dienstag, dass der Ausbau des Bahnhofs und die Interessen der gesamten Region „kein Nebenthema, sondern eine zentrale Voraussetzung“ seien. Der Neubau von Augsburg - Ulm berge viele Möglichkeiten, doch ohne leistungsfähigere Gleise, moderne Signaltechnik und eine bessere Verknüpfung der Zulaufstrecken im Hauptbahnhof bleibe das Potenzial ungenutzt. „Nur so können mehr Züge gleichzeitig fahren, Verspätungen reduziert und Anschlüsse zuverlässig erreicht werden. Nur wenn Fern- und Nahverkehr hier reibungslos zusammenspielen, Züge pünktlich fahren und Anschlüsse funktionieren, profitieren wir Menschen vor Ort tatsächlich“, so Freund. Auch Sailer sagte, dass entscheidend sei, wie gut zusätzlicher Zugverkehr vor Ort abgewickelt werden könne.
Freund und Sailer kündigten an, mit der Deutschen Bahn und dem Bund Gespräche aufzunehmen. Man erwarte vom Bund eine Entscheidung, die dem überregionalen Bedarf und den regionalen Belangen gerecht werde. (skro)
Um kommentieren zu können, müssen Sie angemeldet sein.
AnmeldenSie haben noch kein Konto? Kostenfrei registrieren