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Roy Bianco & Die Abbrunzati Boys in Augsburg: Folgen jetzt weitere Konzerte in der WWK-Arena?

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Roy-Bianco-Auftritt sorgt für Euphorie: Folgen jetzt weitere Konzerte in der WWK-Arena?

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    Knapp 28.000 Menschen feierten in der Augsburger WWK-Arena das Konzert von Roy Bianco & Die Abbrunzati Boys.
    Knapp 28.000 Menschen feierten in der Augsburger WWK-Arena das Konzert von Roy Bianco & Die Abbrunzati Boys. Foto: Peter Fastl

    Auch Ricarda Lang sang aus voller Kehle und mit einem Lachen im Gesicht „Bella, bella Napoli“ mit. „Die erfolgreichste Italo-Schlagerband aller Zeiten hat Augsburg abgerissen“, postete die bekannte Grünen-Politikerin in den sozialen Netzwerken. Mit ihrer Begeisterung über das Konzert von Roy Bianco & Die Abbrunzati Boys war Lang nicht allein. Ähnlich euphorisch zeigten sich viele der knapp 28.000 Besucherinnen und Besucher in der WWK-Arena, die sich am Samstagabend in einen fröhlichen Feierkessel verwandelt hatte. Das Konzert der bekannten Augsburger Band löste einen Sturm der Freude aus. Die Euphorie hallt nach. Wie stehen die Chancen für weitere Konzerte in der Arena? Und was ist mit dem Rosenaustadion?

    Einen ganzen Abend lang Gänsehaut. Das hatte Andreas Settele, einer der Besucher, am Samstag. „So etwas habe ich in Augsburg noch nie erlebt“, schwärmte der Augsburger, der großer FCA-Fan ist. Dabei hatte dieser Abend nichts mit Bundesliga zu tun. Keine flinken Füße, keine fiesen Fouls, keine Kämpfe um den Ball. Dafür eine Stimmung, die sich mit einem Dauer-Torjubel vergleichen lässt. Zehntausende Menschen sangen im Fußballstadion zu den Liedern mit, tanzten, feierten Roy Bianco & Die Abbrunzati Boys, das Leben und sich selbst. Wer auf der Suche nach heiler Welt und Glückseligkeit war – der fand sie in der Arena an der B17. Auch beim FC Augsburg war man aus dem Häuschen.

    So feierten die Besucher bei Roy Bianco & die Abbrunzati Boys

    Roy Bianco & die Abbrunzati Boys rocken die WWK-Arena
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    Roy Bianco & die Abbrunzati Boys rocken die WWK-Arena.

    „Es ist ein Meilenstein für unseren Club gewesen, das erste Mal ein Konzert in der WWK-Arena abzuhalten, dann auch noch eines, das solch einen bombastischen Erfolg hatte“, sagt FCA-Geschäftsführer Michael Ströll. „Somit sind wir auf der Landkarte nicht nur durch den Fußball, sondern auch durch musikalische Veranstaltungen eine Option in Deutschland. Das ist toll für uns als Club, für Augsburg und die ganze Region.“ Sein Blick in die Zukunft klingt für Konzertgänger aus Augsburg und der Region vielversprechend.

    FCA-Geschäftsführer Ströll: Es soll nicht das letzte Konzert gewesen sein

    „Dieses Konzert war das erste seiner Art in der WWK-Arena und es soll nicht das letzte gewesen sein“, verkündet Ströll nach der Schlager-Sause. Tatsächlich fehlte es in der Schwabenmetropole bislang an einer größeren Freiluft-Konzert-Lokation. Lange ist es her, dass in der Stadt Bands unter freiem Himmel vor einem Publikum in vergleichbarer Dimension auftraten. Wie etwa im Juni 1983, als rund 25.000 Menschen in das Rosenaustadion kamen.

    In Augsburgs  Rosenaustadion gab es früher einige große Konzerte.
    In Augsburgs Rosenaustadion gab es früher einige große Konzerte. Foto: Wolfgang Diekamp (Archiv)

    Bei einem Open Air traten damals Bands wie Crosby, Stills & Nash, Van Morrison, Mike Oldfield und Icehouse auf. Die Rosenau war zu dieser Zeit öfter Schauplatz von Konzerten. Auch The Police, Joe Cocker und Meat Loaf kamen nach Augsburg. Doch die Nachfrage nach Konzerten sank, geplante Veranstaltungen wurden abgesagt. Inzwischen ist in dem alten Stadion ein Großteil der Tribünen wegen Sanierungsbedarfs gesperrt. Auch Roy Bianco & die Abbrunzati Boys hatten sich für einen Auftritt in der Rosenau interessiert, berichtet Sebastian Zeitz von der Münchner Agentur Innsite Booking, die die Tourneen der erfolgreichen Augsburger Schlagerband veranstalten.

    Das passierte mit dem Stadionrasen vor dem Roy-Bianco-Konzert in Augsburg

    Nach deren letzten Auftritt beim Modularfestival 2023 wollte man im größeren Rahmen in der Heimatstadt auftreten. „Das Rosenaustadion war unser präferierter Ort.“ Doch die teilweise Baufälligkeit hätte eine Auslastung dieser Dimension nicht erlaubt. Irgendwann sei die WWK-Arena ins Spiel gekommen. „Das Interesse war auch beim FCA da.“ Wie eine Sprecherin des Bundesligisten bestätigt, habe man die Idee mit der Band gemeinsam entwickelt. „Für die Planung hatten wir ein Jahr Vorlauf.“ Der Zeitpunkt schien mit Blick auf den Fußballrasen ohnehin günstig.

    Das Stadiongrün musste laut Stadionsprecherin turnusgemäß ausgetauscht werden. „Nach dem letzten Heimspiel gegen Mönchengladbach wurde er abgetragen und zum Nachwuchsleistungszentrum des FCA gebracht. Das hat zeitlich natürlich gut gepasst.“ Mit einer extra Bodenabdeckung wurde das Spielfeld der Arena vor den tanzenden Konzertbesuchern geschützt. Der Aufwand hinter dem Konzert war enorm.

    Ein umfangreiches Sicherheitskonzept in Abstimmung mit Stadt, Polizei und Feuerwehr, Bühnenbau, Ticketing, Catering, Bühnenbau – laut der Sprecherin habe es im Vorfeld viel Arbeit gegeben. Welche Geldsummen dabei flossen und wie hoch die Einnahmen durch die Besucher waren, dazu möchte man sich nicht äußern. Ohnehin war der FC Augsburg „nur“ Hausherr, Veranstalter war eine Konzertagentur. Angesichts des Erfolgs will der FC Augsburg eine solche Konzertveranstaltung wiederholen, bestätigt die Sprecherin. Man stehe im Austausch mit verschiedenen Agenturen, konkrete Pläne gebe es aber bisher nicht.

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