Startseite
Icon Pfeil nach unten
Auto
Icon Pfeil nach unten

Stromschlag-Gefahr und Airbag-Problem: Doppelter Rückruf eines neuen E-Auto-Modells

Auto

Stromschlag-Gefahr und Airbag-Problem: Doppelter Rückruf eines neuen E-Auto-Modells

  • |
  • |
  • |
  • |
    Der neue BMW iX3 ist gleich von zwei Rückrufaktionen betroffen. Grund sind technische Mängel, die die Sicherheit gefährden können.
    Der neue BMW iX3 ist gleich von zwei Rückrufaktionen betroffen. Grund sind technische Mängel, die die Sicherheit gefährden können. Foto: Miroslaw, stock.adobe.com (Symbolbild)

    Neue Rückrufwelle bei BMW: Nachdem der Autohersteller zuletzt rund 30.000 Fahrzeuge wegen eines möglichen Starterproblems und Brandgefahr zurückrufen musste, folgt nun das nächste Problem.

    Diesmal trifft es ein neues E-Auto-Modell, das erst vor Kurzem auf den Markt gekommen ist. Besonders kritisch: Das Fahrzeug ist gleich von zwei Sicherheitsproblemen betroffen, einer möglichen Stromschlag-Gefahr beim Laden sowie einem Verletzungsrisiko durch fehlerhafte Airbags. Was steckt hinter den Problemen – und welches Modell ist betroffen?

    Doppelter E-Auto-Rückruf: Welches Modell ist betroffen?

    Kaum auf dem Markt, schon der erste Rückruf: Das neue E-Auto von BMW ist bereits im Rückrufportal des Kraftfahrt-Bundesamts (KBA) gelistet. Konkret handelt es sich um den BMW iX3 der Baureihe NA5, Teil der sogenannten „Neuen Klasse“.

    Eigentlich sollte das Fahrzeug den nächsten großen Technologiesprung des Herstellers einleiten und neue Maßstäbe im Segment der vollelektrischen SUVs setzen. Laut BMW selbst bietet das Modell eine Reichweite von über 800 Kilometern sowie eine Schnellladeleistung von bis zu 400 kW – Werte, die den iX3 an die Spitze der aktuellen E-Auto-Entwicklung rücken sollen.

    Der Marktstart im März 2026 galt entsprechend als wichtiger Meilenstein für die Marke. Umso überraschender ist der frühe Rückschlag. Bereits kurz nach der Einführung mussten erste Fahrzeuge zurückgerufen werden. Und das nicht nur wegen eines einzelnen technischen Problems, sondern gleich aufgrund von zwei separaten Fehlerquellen.

    Stromschlag und Airbag-Fehler: Was steckt hinter den beiden Rückrufaktionen?

    Der BMW iX3 ist gleich von zwei separaten Rückrufaktionen betroffen. Hinter den Problemen stehen laut KBA unterschiedliche Produktionsfehler – einer davon betrifft die Hochvolttechnik, der andere die Airbags.

    Der erste Rückruf wurde Ende Mai 2026 ausgelöst. Grund hierfür ist ein mögliches Sicherheitsrisiko beim Ladevorgang. Laut KBA kann es vorkommen, dass während des Ladens Spannung an der Karosserie anliegt. In der Folge könnte beim Berühren des Fahrzeugs ein Stromschlag nicht ausgeschlossen werden. Bislang sind jedoch keine Unfälle mit Personen- oder Sachschäden bekannt.

    Als Gegenmaßnahme sollen die betroffenen Fahrzeuge überprüft und die sogenannte Komfortladeelektronik – auch On-Board-Charger genannt – ersetzt werden. Dieses Bauteil ist, wie der Batteriesystemhersteller BMZ erklärt, zentral für den Ladevorgang von Elektrofahrzeugen: Es authentifiziert das Fahrzeug an der Ladesäule, wandelt Wechselstrom in Gleichstrom um und steuert die Kommunikation zwischen Auto und Ladeinfrastruktur.

    Nur wenige Tage später folgte der zweite Rückruf. Am 1. Juni 2026 meldete das KBA ein weiteres sicherheitsrelevantes Problem: eine fehlerhafte Verschraubung der Seitenairbags. Im Falle eines Unfalls könnten sich die Airbags nicht korrekt entfalten oder der Gasgenerator seine Position verändern und Insassen im Fahrzeug treffen. Bei allen betroffenen Fahrzeugen soll die Verschraubung der Kopfairbags auf beiden Seiten überprüft und bei Bedarf korrigiert werden.

    Wie viele E-Autos sind betroffen – und was müssen Besitzer jetzt tun?

    Beim Rückruf wegen möglicher Stromschlag-Gefahr handelt es sich dem KBA zufolge bislang nur um eine geringe Stückzahl. Weltweit sind rund 145 E-Autos betroffen, in Deutschland lediglich 28. Deutlich größer fällt dagegen der zweite Rückruf wegen der Airbag-Problematik aus. Hier spricht das KBA von über 4800 potenziell betroffenen Fahrzeugen weltweit, davon 1071 in Deutschland.

    Wer prüfen will, ob das eigene Fahrzeug betroffen ist, kann die Fahrzeug-Identifikationsnummer (FIN) direkt auf der Rückrufseite von BMW eingeben. Bei telefonischen Rückfragen beim Autohersteller können zudem die jeweiligen Rückrufcodes angegeben werden:

    • Stromschlag-Gefahr: 0061750900
    • Airbag-Problem: 0072990200

    Übrigens: Auch andere Autohersteller mussten in diesem Jahr Fahrzeuge zurückrufen – darunter Ford wegen Abgasproblemen und Volkswagen wegen Brandgefahr.

    Diskutieren Sie mit
    XXX 0 Kommentare
    hier kommen komentare rein

    Um kommentieren zu können, müssen Sie angemeldet sein.

    Anmelden

    Sie haben noch kein Konto? Kostenfrei registrieren