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TÜV-Mängel: Die häufigsten Gründe, warum Autos bei der HU durchfallen

TÜV-Hauptuntersuchung

TÜV-Mängel: Die häufigsten Gründe, warum Autos bei der HU durchfallen

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    Bei der TÜV-Hauptuntersuchung fallen viele Autos wegen ähnlicher Gründe durch.
    Bei der TÜV-Hauptuntersuchung fallen viele Autos wegen ähnlicher Gründe durch. Foto: Karin & Uwe Annas, stock.adobe.com (Symbolbild)

    Um die Verkehrssicherheit auf deutschen Straßen gewährleisten zu können, prüft der TÜV regelmäßig alle hierzulande zugelassenen Autos nach ihrer Fahrtüchtigkeit und Sicherheit. Ein Neuwagen muss zum ersten Mal nach drei Jahren zum TÜV, danach ist die Hauptuntersuchung (HU) alle zwei Jahre fällig, informiert der TÜV auf seiner Website. Zuletzt hat sich der „technische Zustand des Pkw-Bestands in Deutschland verschlechtert“, wie dem TÜV-Report 2026 zu entnehmen ist. Demnach fällt gut jedes fünfte Auto (21,5 Prozent) bei der HU durch. Doch welche Mängel sind am häufigsten Grund für eine nicht bestandene TÜV-Prüfung?

    Wann fällt ein Auto durch den TÜV?

    Bei einer Hauptuntersuchung nehmen die Prüfer nach Beurteilung des Zustands des Autos eine Bewertung vor. Laut dem TÜV wird der Wagen in eine der folgenden Kategorien eingeteilt:

    • Ohne Mängel (OM)
    • Geringe Mängel (GM)
    • Erhebliche Mängel (EM)
    • Verkehrsunsicher (VM)

    Werden bei einer HU erhebliche Mängel festgestellt, oder wird das Auto sogar als verkehrsunsicher eingestuft, gilt die TÜV-Prüfung als nicht bestanden. In derartigen Fällen müssen die Fahrzeughalter die Mängel beheben, die gegen eine erneute Zulassung für die Straße gesprochen haben, und das Auto erneut beim TÜV vorfahren – und zwar in einer gesetzten Frist.

    Durchgefallen beim TÜV: Welche Mängel sind die häufigsten?

    Der TÜV hat zwischen Juli 2024 und Juni 2025 rund 9,5 Millionen Hauptuntersuchungen ausgewertet. Die Analyse, die Auto Bild vorliegen soll, kommt zu dem Schluss, dass die meisten Autos wegen eines defekten Abblendlichts keinen TÜV bekommen. Auch Mängel an den Bremsscheiben oder den Bremsbelägen führen oft zu einer nicht bestandenen HU.

    Die häufigsten Gründe für ein Scheitern bei der TÜV-Prüfung im Überblick.

    BauteilAnzahl der MängelHäufigste Mängel
    Abblendlicht602.593Keine oder zu geringe Leuchtwirkung, Unsachgemäße Montierung, Fehler-Signal durch Bordcomputer, falsche Einstellung
    Bremsscheibe317.392Mangelhaftes Tragbild, Riefenbildung, Seitenschlag, zu hoher Verschleiß, unzulässige Veränderung, beschädigtes Hitzeschutzblech
    Bremsbelag193.907Bruch, Überschreitung der Verschleißgrenze, falsche Größe, unsachgemäße Montierung, Verhärtung durch Hitze, verölte Belagfläche
    Bremsleitung193.109Beschädigung, mangelhafte Befestigung, unsachgemäße Verlegung oder Reperatur, undichte Druckluftbremsanlage
    Feder155.957Riss oder Bruch, Keine Freigabe, zu geringe Vorspannung, übermäßiger Verschleiß, unsachgemäße Montierung oder unzulässige Veränderung
    Reifen147.255Beschädigung oder Risse, Ausbeulung, zu geringe Profiltiefe, Laufflächenablösung, unsachgemäße Reperatur, druchloses Profil, unzulässige Größe oder Ausführung
    Blinker145.469Keine oder nicht ausreichende Funktion, Feuchtigkeitseintritt, mangelhafte Befestigung, Fehlende oder beschädigte Abschlussscheibe, nicht zugelassenes Bauteil, nicht zulässige Schaltung oder Blinktaktung
    Motor (wegen Umweltbelastung)132.801Undicht, Ölverlust
    Schweller129.512Beschädigung oder Verformung, unsachgemäße Reperatur, Schwächung durch Rost
    Schwingungs-/Stoßdämpfer128.448Beschädigtes oder fehlendes Anschlaggummi, Mangelnde Befestigung, sichtbarer Ölverlust, keine Freigabe für die Ausführung, zu viel Spiel, durch Rost geschwächte Kolbenstange

    Häufigste TÜV-Mängel: Was sollten Fahrzeughalter vor der HU beachten?

    Bei den häufigsten Gründen für eine verpatzte TÜV-Hauptuntersuchung fällt auf, dass die Lichter, das Fahrwerk und die Bremsen die Mängelliste dominieren. Einige der Mängel können durch eine Vorab-Überprüfung schnell erkannt und punktuell beseitigt werden. Der ADAC empfiehlt allen Fahrzeughaltern, die vor einer HU stehen, die folgende Checkliste:

    1. Überprüfung aller Lichter (auch Kennzeichenbeleuchtung) und der Blinker.
    2. Kontrollleuchten testen: Die Signale dürfen nur beim Start aufblinken und dürfen nicht dauerhaft leuchten.
    3. Bremsen auf Rosterscheinungen und ungewöhnliche Geräusche überprüfen.
    4. Fahrzeug auf Ölaustritt kontrollieren.
    5. Kontrolle des Reifenprofils: Die Mindestprofiltiefe beträgt 1,6 Millimeter.
    6. Auspuff auf Lautstärke und Dichtigkeit prüfen.
    7. Scheibenwischer und Scheibenwaschanlage probelaufen lassen.
    8. Kontrolle von Innen- und Außenspiegel.
    9. Autokennzeichen auf Sichtbarkeit überprüfen.
    10. Sicherheitsgurte testen.
    11. Hupe betätigen.

    Sollten seit der letzten TÜV-Prüfung technische Änderungen am Fahrzeug vorgenommen worden sein, sollten die entsprechenden Nachweise und Unterlagen zur HU mitgebracht werden, ergänzt der ADAC. Außerdem braucht es eine Zulassungsbescheinigung Teil I (den früheren Fahrzeugschein) oder, falls das Auto noch nicht zugelassen ist, eine Zulassungsbescheinigung Teil II (wurde früher als Fahrzeugbrief bezeichnet).

    Auch interessant: Aktuell sind manche Elektroautos günstiger als 10.000 Euro, was an mehreren Entwicklungen liegt. Allgemein sollen E-Autos günstiger als Verbrenner werden, wenn es nach der Bundesregierung geht.

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