Die bayerischen Kommunalwahlen liefern einige Überraschungen. In einigen Städten verfehlen prominente Amtsinhaber die absolute Mehrheit. Die aktuelle Folge unseres Podcasts „Schon gehört?“ analysiert die Ergebnisse. Lokalchefin Nicole Prestle und Politikchef Michael Stifter ordnen die Zahlen für Augsburg, München und die Landkreise ein.
In Augsburg fällt Oberbürgermeisterin Eva Weber von der CSU auf 34 Prozent. Sie verliert im Vergleich zur Wahl vor sechs Jahren mehr als neun Prozentpunkte und muss in die Stichwahl gegen Florian Freund von der SPD. Nicole Prestle sieht die Gründe unter anderem in einer wachsenden Unzufriedenheit der Bürgerinnen und Bürger mit dem Nahverkehr und den Schulsanierungen. Auch die AfD steigert sich in Augsburg auf 12,4 Prozent, bleibt parteiintern aber hinter den Erwartungen zurück. Prestle findet für das Auftreten der Partei klare Worte: „Ein wahres Wahlprogramm, das man ernst nehmen kann, hatte die AfD aus meiner Sicht nicht.“
Dieter Reiter verliert in München deutlich an Stimmen
Dieses Bild zeige sich in ganz Bayern, analysiert Michael Stifter. Die AfD verpasst sämtliche Posten als Landrat oder Oberbürgermeister. Stifter erklärt das Scheitern auf den wichtigsten Posten der kommunalen Ebene mit dem Unterschied zur Bundespolitik: „Sie müssen feststellen, dass es doch was anderes ist, irgendwelche bundespolitischen Themen und Parolen auf Wahlplakate zu kleben oder ob man Ideen für die eigene Gemeinde, für die eigene Stadt haben muss.“
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Auch in München strafen die Wähler den amtierenden Oberbürgermeister ab. Der SPD-Politiker Dieter Reiter verliert mehr als zehn Prozentpunkte. Stifter ordnet das Ergebnis als Reaktion auf einen nicht genehmigten Nebenjob Reiters ein: „Ich glaube, jetzt bei der Wahl haben ihn vielleicht auch einige ein wenig abgestraft, um ihm zu zeigen, du kannst dir nicht alles leisten.“ Wer in den anstehenden Stichwahlen die besseren Karten hat, besprechen wir im Podcast.
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