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Lufthansa-Streik: Notfallplan sieht Hälfte der Flüge ab München vor

Flughafen München

Zwei Tage Lufthansa-Streik: Hälfte der Flüge fällt aus, Airline organisiert Notfallplan

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    Piloten-Streik bei Lufthansa am Donnerstag und Freitag: Der Flughafen München ist besonders betroffen. Die Airline erklärt, dass etwa die Hälfte der Flüge ausfällt.
    Piloten-Streik bei Lufthansa am Donnerstag und Freitag: Der Flughafen München ist besonders betroffen. Die Airline erklärt, dass etwa die Hälfte der Flüge ausfällt. Foto: Lando Hass, dpa

    Der zweitägige Streik der Lufthansa-Piloten sorgte bereits am Donnerstag an den großen deutschen Flughäfen für massive Flugausfälle. Besonders an den Drehkreuzen in Frankfurt und München mussten Reisende mit Einschränkungen rechnen.

    Am ersten Streiktag wurden bereits Hunderte Flüge gestrichen. Am Flughafen München fielen nach Angaben des Betreibers rund 230 von etwa 800 geplanten Flügen aus. In Frankfurt wurden etwa 400 Starts und Landungen gestrichen. Die Zahlen beziehen sich auf alle Airlines, ein Großteil der Ausfälle geht jedoch auf den Streik bei Lufthansa zurück.

    Gewerkschaft sieht mehr Ausfälle als erwartet

    Die streikende Gewerkschaft Vereinigung Cockpit (VC) berichtete von einer hohen Beteiligung der Beschäftigten an der bereits zweiten Streikwelle. So seien am Donnerstagvormittag mehr als 75 Prozent der bestreikten Kurzstreckenflüge und mehr als 70 Prozent der bestreikten Langstreckenflüge ausgefallen. Die genannten Ausfälle lägen deutlich über den von der Lufthansa angekündigten Quoten, was ein Unternehmenssprecher umgehend zurückwies: „Unser Programm findet so statt wie geplant.“

    VC-Chef Andreas Pinheiro rechnete vor Streikbeginn weltweit mit 300 Flugausfällen bei Lufthansa pro Tag. Bei der ersten Streikwelle am 12. Februar waren rund 800 Flüge ausgefallen.

    Was tun, wenn mein Lufthansa-Flug annulliert ist? Nicht einfach zum Flughafen fahren

    Und was bedeutet das für Fluggäste? Was ist zu tun, wenn mein Flug gestrichen ist? Und wie erfahre ich es? Auf seiner Homepage warnt der Münchner Airport davor, einfach trotzdem zum Flughafen zu fahren, ohne sich vorher über den Flugstatus der Lufthansa-Flüge zu informieren. Über das Portal der Lufthansa können Passagiere anhand ihrer Flugdaten nachvollziehen, ob ihre Verbindung von dem Streik betroffen ist: Hier lassen sich Flugplan und Flugstatus checken.

    Wie die Airline mitteilt, sollten Reisende ihre hinterlegten Kontaktdaten prüfen und bei Bedarf aktualisieren. Nur so sind sie im Falle des Falls auch für die Fluggesellschaft erreichbar, wenn es zu einer Flug-Streichung kommt. Wird ein Flug annulliert, sollten alle Passagiere auf ihrer hinterlegten Handynummer automatisch eine Benachrichtigung zu möglichen Alternativen erhalten.

    Und wie geht es am Freitag weiter?

    Für Freitag wird eine erste Entspannung erwartet, denn die kleine Teilgesellschaft Lufthansa Cityline soll nur einen Tag lang bestreikt werden. Die Regionaltochter übernimmt Zubringerflüge von kleineren Flughäfen an die beiden Drehkreuze.  Lufthansa bekräftigte ihre Ankündigung, dass auch am Freitag nach dem Sonderflugplan mindestens die Hälfte der sonst üblichen Flüge stattfinde. 

    Notflugplan: Die Hälfte der geplanten Lufthansa-Flüge sollte stattfinden

    Um wie geplant mindestens die Hälfte der geplanten Flüge stattfinden zu lassen, hatte die Lufthansa einen Notflugplan aufgestellt. Auf der Langstrecke sollten sogar 60 Prozent der Flüge starten. Umfassende Maßnahmen, um das zu erreichen, beinhalteten etwa den Einsatz größerer Flugzeuge. Zudem sollten auch Lufthansa-Flüge von nicht bestreikten Konzernairlines übernommen werden und freiwillige Crews zum Einsatz kommen. Laut VC werden auch Subunternehmen eingesetzt. An diesen Planungen für beide Streiktage habe es keine Änderungen mehr gegeben, erklärte eine Sprecherin des Unternehmens.

    Die Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit hat die mehr als 5000 Piloten von Lufthansa, Lufthansa Cargo und Lufthansa Cityline zu einem 48-stündigen Ausstand aufgerufen. Während es bei der Regionaltochter Cityline um eine Anhebung der Gehälter geht, streiten die Tarifpartner bei der Cargo und der Kerngesellschaft um höhere Betriebsrenten. (mit dpa)

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