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Piloten-Streik bei Lufthansa: Am Freitag (17.4) sind hunderte Flüge betroffen

Arbeitskampf

Hunderte Flüge betroffen: Lufthansa-Piloten streiken auch am Freitag wieder

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    Piloten und Kabinenpersonal streiken seit Freitag, 10. April, beinahe durchgehend.
    Piloten und Kabinenpersonal streiken seit Freitag, 10. April, beinahe durchgehend. Foto: Andreas Arnold, dpa

    Obwohl die Pilotinnen und Piloten der Lufthansa bereits am Montag und am Dienstag gestreikt haben, hat die Gewerkschaft Vereinigung Cockpit (VC) noch am Dienstagabend zu neuen Streiks aufgerufen. Das berichtet die Deutsche Presseagentur (dpa). Nachdem die Pilotinnen und Piloten bereits am Donnerstag ihre Arbeit niedergelegt haben, sollen auch am Freitag Hunderte Flüge am Boden bleiben.

    Von den Streiks betroffen sind die Kernmarke Lufthansa, die Frachttochter Lufthansa Cargo und die Regionalgesellschaft Cityline. Diese werden sowohl donnerstags als auch freitags bestreikt. Der Ferienflieger Eurowings war nur am Donnerstag von der Arbeitskampfmaßnahme betroffen.

    Flüge von Deutschland in Länder des Nahen Ostens sind vom Streik ausgenommen

    Wegen der aktuellen Situation im Nahen Osten sind weiterhin Flüge aus Deutschland an folgenden Zielen ausgeschlossen, heißt es in einer Mitteilung der VC: Aserbaidschan, Ägypten, Bahrain, Irak, Israel, Jemen, Jordanien, Katar, Kuwait, Libanon, Oman, Saudi-Arabien, Vereinigte Arabische Emirate.

    „Die Lage ist unverändert – es gibt keinerlei Bewegung seitens der Arbeitgeber“, wird Andreas Pinheiro, Präsident der VC, zitiert. „Weder liegt bei Lufthansa und Lufthansa Cargo ein Angebot zur betrieblichen Altersversorgung vor, noch gibt es bei Lufthansa CityLine ein tragfähiges Angebot für einen neuen Vergütungstarifvertrag oder bei Eurowings zur betrieblichen Altersversorgung.“

    Zugleich schlägt die VC ein Schlichtungsverfahren vor. Ein Schlichtungsverfahren biete die Chance, die bestehenden Tarifkonflikte durch einen unabhängigen Dritten zu lösen und eine weitere Eskalation zu vermeiden, teilt die Gewerkschaft mit.

    Auch die Lufthansa ist zu einer Schlichtung bereit. „Wir bieten eine Schlichtung aller Tarifthemen im Sinne einer nachhaltigen Befriedung an“, wird ein Unternehmenssprecher im BR zitiert. Das betreffe neben der betrieblichen Altersvorsorge auch die Übergangsversorgung für Piloten, die einige Jahre vor Erreichen des Rentenalters ausscheiden wollen.

    Auch die Flugbegleitergewerkschaft Ufo hat zum Streik aufgerufen

    Schon wegen des Streiks am Montag und Dienstag fielen am Münchner Flughafen hunderte Flüge aus. Als größter bayerischer Flughafen ist der Franz-Josef-Strauß-Airport ein wichtiges Drehkreuz für die Lufthansa.

    Auch das Kabinenpersonal der Lufthansa streikt diese Woche. Die Gewerkschaft Ufo hatte Flugbegleiterinnen und Flugbegleiter am Mittwoch und am Donnerstag aufgerufen, ihre Arbeit niederzulegen. Von den Streiks betroffen waren die Fluggesellschaften Lufthansa und Lufthansa Cityline. Zuletzt hatte das Kabinenpersonal der Lufthansa am vergangenen Freitag gestreikt. Am Münchner Flughafen fielen deshalb vergangene Woche rund 400 Flüge aus.

    Diese Streikwelle überschattet damit den Festakt zum 100. Jahrestag der Lufthansa am Mittwoch. Sowohl die Gewerkschaft Ufo als auch die Vereinigung Cockpit (VC) bestreiken die Veranstaltung vor der Unternehmenszentrale am Frankfurter Flughafen. (mit dpa)

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