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Rassismus, Diskriminierung und Hass: Vorfälle an Münchner Schulen steigen um 21 Prozent

München

Rechtsextreme Sticker und rassistische Sprüche: Diskriminierung an Münchner Schulen nimmt deutlich zu 

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    Die Zahl der Diskriminierungen an Münchner Schulen ist um 21 Prozent gestiegen.
    Die Zahl der Diskriminierungen an Münchner Schulen ist um 21 Prozent gestiegen. Foto: Bernd Weißbrod, dpa (Symbolbild)

    An den Schulen in der bayerischen Landeshauptstadt ist die Zahl der gemeldeten Diskriminierungen sowie menschenfeindlichen und rechten Vorfälle deutlich gestiegen. Wie die Anlaufstelle bei Diskriminierung und rechtem Hass an Münchner Schulen in ihrem Monitoringbericht für das Jahr 2025 mitteilt, wurden im vergangenen Jahr insgesamt 154 derartige Vorfälle registriert. Im Vergleich zum Vorjahr entspricht dies einem Anstieg von rund 21 Prozent.

    Rassismus stellt dabei mit großem Abstand das drängendste Thema. In 66 Prozent der Fälle – absolut sind das 94 Meldungen – spielte rassistische Diskriminierung eine zentrale Rolle, heißt es in einer Pressemitteilung der Stadt München. Auffällig ist zudem die Entwicklung der Meldungen mit sexistischen Inhalten: Hier verdoppelte sich die Zahl im Vergleich zum Vorjahr auf nun 22 registrierte Fälle.

    Zahl der Meldungen mit sexistischen Inhalten hat sich verdoppelt

    Auch die Zahl der rechten Vorfälle an den Bildungseinrichtungen habe zugenommen, teilt die Stadt mit. Für das Erhebungsjahr 2025 wurden 58 rechte Vorfälle gemeldet. Darunter fallen Hakenkreuzschmierereien, Hitlergrüße sowie das Anbringen rechtsextremer Aufkleber. Zudem kam es im Mai 2025 an verschiedenen Münchner Schulen zu gezielten Banner- und Flyer-Aktionen der rechtsextremen „Identitären Bewegung“.

    Die Vorfälle haben in vielen Fällen ein juristisches Nachspiel: Ein knappes Drittel aller eingegangenen Meldungen wurde in einer ersten Einschätzung als strafrechtlich relevant eingestuft. Am häufigsten ging es laut der Stadt München dabei um Beleidigungen, Sachbeschädigungen, Volksverhetzung sowie die Verwendung von Kennzeichen verfassungswidriger und terroristischer Organisationen.

    Ein Drittel der Vorfälle hat juristisches Nachspiel

    Münchens Oberbürgermeister Dominik Krause betonte angesichts der Zahlen, dass Rassismus, Diskriminierung und rechter Hass weder im öffentlichen Raum noch an Schulen Platz haben dürften. „Gerade junge Menschen müssen erleben, dass menschenfeindliche Ideologien klar benannt werden und ihnen konsequent widersprochen wird“, so Krause. Stadtschulrat Florian Kraus wies auf die Bedeutung der Schulen als zentrale Orte für demokratisches Lernen hin. Der Monitoringbericht helfe, problematische Entwicklungen frühzeitig zu erkennen und die Schulen bei der Prävention und beim Schutz der Betroffenen zu unterstützen.

    Etwa 40 Prozent der Hinweise gingen über ein Online-Formular ein, das auch anonyme Meldungen ermöglicht. Die Anlaufstelle bei Diskriminierung und rechtem Hass an Münchner Schulen wurde im Dezember 2020 vom Stadtrat beschlossen. Sie dient als Beratungsstelle für Personal an Schulen sowie als vertrauliche Anlaufstelle für betroffene Mitglieder der Schulfamilie im Umgang mit menschenfeindlichen und rechten Vorfällen und Diskriminierung. 

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