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Staatsanwaltschaft sucht nach neuem Gefängnis für Alfons Schuhbeck

Ex-Promi-Koch

Staatsanwaltschaft sucht nach neuem Gefängnis für Alfons Schuhbeck

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    Beim Prozess im Sommer hatte Schuhbeck immer eine Tasche und ein medizinisches Sitzkissen dabei.
    Beim Prozess im Sommer hatte Schuhbeck immer eine Tasche und ein medizinisches Sitzkissen dabei. Foto: Peter Kneffel, dpa

    Der verurteilte Ex-Koch Alfons Schuhbeck ist seit etwa sieben Monaten auf freiem Fuß. Und obwohl die Öffentlichkeit weiß, dass der Grund dafür eine dringende Krebsbehandlung ist, verstummen nicht die Spekulationen um einen möglichen „Promibonus“ des 76-Jährigen bei der Frage, ob er zurück ins Gefängnis muss. Mit solchen Vermutungen will die Staatsanwaltschaft München I jetzt Schluss machen und erklärt auf Anfrage unserer Redaktion, weshalb die sogenannte Haftprüfung im Fall Schuhbeck sich so lange zieht.

    „Die Prüfung, ob die notwendige medizinische Behandlung von Herrn Schuhbeck in der Haft fortgesetzt werden kann, dauert weiterhin an“, erklärt Juliane Grotz, die Sprecherin der Strafverfolgungsbehörde. „Voraussichtlich in wenigen Wochen“ werde sie aber abgeschlossen sein. Dann legt die Staatsanwaltschaft fest, ob der 76-Jährige, der unter anderem wegen Steuerhinterziehung, Insolvenzverschleppung und Betrugs zu insgesamt vier Jahren und drei Monaten Haft verurteilt worden ist, zurück in eine Gefängniszelle muss. Ansonsten wird seine Haftunterbrechung höchstwahrscheinlich ein weiteres Mal verlängert.

    20 Monate seiner Haftstrafe hat Alfons Schuhbeck schon hinter sich

    Als Alfons Schuhbeck Mitte des Jahres freikam, hatte er die ersten 20 Monate seiner Strafe in der JVA Landsberg und später in deren Außenstelle in Rothenfeld bei Andechs schon abgesessen. Dort ist es offenbar nicht möglich, seine schwere Tumorerkrankung weiterzubehandeln. Deswegen wird nun geprüft, ob ein anderes Gefängnis in Bayern über eine passende Krankenstation verfügt. Mehrere Justizvollzugsanstalten seien zu einer Stellungnahme dahingehend aufgefordert worden, „ob dort die erforderliche medizinische Betreuung und Behandlung gewährleistet werden kann“, erklärt Grotz. Eine dieser Stellungnahmen steht demnach noch aus. „Nach Eingang aller Rückmeldungen wird die Staatsanwaltschaft München I über eine mögliche weitere Vollstreckung der Gesamtfreiheitsstrafe entscheiden.“ Ferner hat die Justiz auch ärztliche Gutachten zu Schuhbecks Gesundheitszustand eingeholt.

    Die Haftpause Schuhbecks wird regelmäßig überprüft

    Wird ein Verurteilter schwer krank und zur Behandlung aus dem Gefängnis entlassen, muss regelmäßig geprüft werden, ob die Haftpause nach wie vor legitim ist. Im Fall Schuhbecks war der Vollzug ursprünglich nur bis zum 15. September ausgesetzt. Wie sein Anwalt im Juni beim Prozess erklärt hatte, hat der Krebs bereits die Lymphknoten befallen, die Krankheit belaste seinen Mandanten psychisch und physisch stark. Dennoch würdigte damals der Vorsitzende Richter, dass Schuhbeck nie versucht habe, „sich hinter seinem Gesundheitszustand zu verstecken“.

    Schuhbeck selbst wurde nach Angaben der Bild-Zeitung zuletzt im Münchner Klinikum rechts der Isar behandelt – genauso wie Thomas Gottschalk, der am Wochenende seine Krebserkrankung öffentlich gemacht hat. Der Zeitung zufolge haben sich die Patienten sogar schon getroffen und sich über ihre Therapien ausgetauscht.

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