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Verbot von Liedern auf der Wiesn? Das sagt der Oktoberfest-Chef dazu

„Layla“ und Co.

Verbot von Liedern auf der Wiesn? Das sagt der Oktoberfest-Chef dazu

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    Auf dem Oktoberfest in München soll es keine Musik-Verbote geben.
    Auf dem Oktoberfest in München soll es keine Musik-Verbote geben. Foto: Karl-Josef Hildenbrand, dpa

    Für eine erhitzte Debatte sorgte zuletzt eine Entscheidung der Verantwortlichen der Erlanger Bergkirchweih. Bei dem mittelfränkischen Volksfest soll eine Reihe von Liedern nicht gespielt werden, wie die mittelfränkische Stadt den Schaustellern und Wirten nahelegte. Ein Verbot wurde dabei zwar nicht ausgesprochen, man machte mit dem Schritt jedoch deutlich, dass bestimmte Lieder, welche etwa als sexistisch gelten, unerwünscht seien. In München, wo mit dem Oktoberfest das noch größere bayerische Volksfest stattfindet, will man auf derartige Maßnahmen verzichten.

    „Layla“, „Skandal im Sperrbezirk“ und Co.: Oktoberfest-Chef will kein Verbot

    Oktoberfest-Chef Christian Scharpf erklärte auf Nachfrage unserer Redaktion: „Grundsätzlich halte ich nichts von einer Verbotspolitik.“ Bei den Liedern sei vieles „eine Frage des Geschmacks und des Niveaus“, so der SPD-Politiker, der Referent für Arbeit und Wirtschaft in der Landeshauptstadt München ist. „Hierüber erlaube ich mir kein Urteil. Unsere Festwirtinnen und Festwirte sowie deren Kapellen haben hier in der Regel ein gutes Händchen.“

    Bereits zuvor hatte sich Scharpf öffentlich zur Debatte zu Wort gemeldet. Am Dienstag postete er auf Instagram ein Statement, da er offenbar wiederholt darauf angesprochen worden war, ob das Lied „Skandal im Sperrbezirk“ der Spider Murphy Gang auf der Wiesn weiter gespielt werden dürfe. Es werde „natürlich nicht verboten“, so der Politiker. „Auf so eine Idee wäre ich niemals gekommen.“ Das Lied sei „ein Stück Münchner Musikgeschichte“ und setze sich „satirisch und obrigkeitskritisch mit dem strikten Vorgehen der Stadt München in den 80er Jahren bei Prostitution in der Innenstadt und in Wohnvierteln auseinander“. Das Lied dürfte auf keiner Party fehlen, so Scharpf.

    Zwölf Lieder sollen auf Erlanger Bergkirchweih nicht gespielt werden

    In Erlangen bat die Gleichstellungsstelle der Stadt die Festzelt-Wirte, unter anderem die Lieder „Layla“ von DJ Robin & Schürze, „Joana (du geile Sau)“ von Peter Wackel, „Geh mal Bier holen“ oder „Zehn nackte Friseusen“, jeweils von Mickie Krause, nicht zu spielen. Auch „Skandal im Sperrbezirk“ stand auf der insgesamt zwölf Lieder umfassenden Liste.

    Eine größere Kontroverse um eines der Lieder hatte es bereits im Jahr 2022 auf den bayerischen Volksfesten gegeben. Damals war eine Debatte darüber entbrannt, ob man den Ballermann-Hit „Layla“ spielen dürfe, den viele als sexistisch wahrnahmen. Verboten wurde das Lied etwa auf der Wiesn nicht – die Wirte entschieden jedoch freiwillig, es nicht in ihren Zelten spielen zu wollen. Dem Erfolg des Werks schadete das aber nicht. Es landete sogar auf Platz 1 der deutschen Charts, wo es sich acht Wochen lang hielt. Zudem wurde „Layla“ damals zum offiziellen Sommerhit des Jahres gekürt.

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