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Warum ein KI-Roboter am Nürnberger Flughafen unterwegs ist

Airport Nürnberg

Warum ein KI-Roboter am Nürnberger Flughafen unterwegs ist

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    Am Flughafen Nürnberg kam ein KI-Roboter zum Einsatz.
    Am Flughafen Nürnberg kam ein KI-Roboter zum Einsatz. Foto: Christian Albrecht, Airport Nürnberg

    Wer zuletzt am Airport Nürnberg auf einen Flug musste oder dort landete, der wurde eventuell auf einen Roboter aufmerksam, der am Terminal unterwegs war. Dahinter steckte eine Zusammenarbeit des Fraunhofer-Instituts für Integrierte Schaltungen (IIS) mit dem Flughafen, wie letzterer jetzt in einer Mitteilung erklärt. Doch welche Aufgabe übernahm der Androide und was ist besonders an ihm?

    Wie der Flughafen mitteilt, wurde ein KI-basierter Roboter getestet, der für Reisende als Auskunftsassistenz dienen sollte. Er beantwortete dabei beispielsweise Fragen der Fluggäste zum Thema Parken, Restaurants am Flughafen oder den unterschiedlichen Schaltern. „Ziel war es, die Akzeptanz und Leistungsfähigkeit humanoider Assistenzsysteme im öffentlichen Raum zu evaluieren“, erklärt der Airport. Der Roboter antwortete dabei auf gesprochene Fragen in verschiedenen Sprachen.

    KI-Roboter am Flughafen Nürnberg benötigt keine Cloud-Verbindung

    Besonders an dem KI-Roboter war auch, dass er ganz ohne Verbindung zu einer Cloud funktionierte – womit, anders als bei vielen anderen KI-Systemen, laut Flughafen „die Privatsphäre und Datensouveränität gewahrt bleibt“. Die Algorithmen und Modelle für maschinelles Lernen seien dabei direkt lokal auf dem Gerät ausgeführt worden anstatt in einer Cloud, sogenanntes „Edge AI“ (AI steht dabei für das englische „Artificial Intelligence“ – Künstliche Intelligenz).

    Der Roboter erleichterte den Reisenden den Aufenthalt am Flughafen. Diese konnten die Informationen direkt bei ihm erfragen, ohne lange im Smartphone selbst danach suchen zu müssen.

    Drei KI-Modelle kamen bei dem Roboter in Nürnberg zum Einsatz

    Wie der Flughafen weiter erläutert, wurden für den Androiden „drei KI-Modelle gezielt verkleinert, um lokal und schnell zu agieren“. Eines von ihnen ermöglichte dem Roboter das Verstehen von mehreren gesprochenen Sprachen, eines diente zum Verstehen und Beantworten der Fragen und das dritte erzeugte die gesprochene Sprache, in der die Reisenden ihre Fragen gestellt hatten.

    Als in der mittelfränkischen Region verwurzeltes Unternehmen sei man gerne Partner des Fraunhofer IIS, wird der Sprecher des Flughafens, Christian Albrecht, in der Mitteilung zitiert. „Wir bieten dem Fraunhofer IIS eine Plattform, um praktische Erfahrungswerte zu sammeln, und unseren Gästen ein außergewöhnliches, innovatives Auskunftserlebnis“, so Albrecht. 

    KI-Roboter am Airport Nürnberg funktioniert ohne WLAN oder Internet

    Weiter heißt es, dass der Roboter sogar ohne WLAN beziehungsweise eine Internetverbindung funktioniere. Die Systeme funktionieren laut Angaben des Fraunhofer IIS auch ohne diese. Für das Institut und den Airport sei es auch darum gegangen, die Hardware und Systemarchitektur „unter realen Praxisbedingungen in einer Flughafenumgebung zu testen“ – aber auch, ob sich derartige Interaktionen mit KI-Systemen bei den Fluggästen durchsetzen könnten.

    Auch am Münchner Flughafen kamen bereits Service-Roboter zum Einsatz. Dabei verteilten sie etwa Snacks und Getränke oder versorgten Reisende, ähnlich wie in Nürnberg, mit den nötigen Informationen, die diese brauchten. Auch autonome Rollstühle werden bereits in der Landeshauptstadt eingesetzt.

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