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Dillingen: So wird Altholz aus dem Landkreis Dillingen richtig recycelt

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So wird Altholz aus dem Landkreis Dillingen richtig recycelt

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    So wird Altholz aus dem Landkreis Dillingen richtig recycelt
    So wird Altholz aus dem Landkreis Dillingen richtig recycelt

    Insgesamt 8764 Tonnen Altholz sind 2020 an den Recyclinghöfen in den Landkreisen Donau-Ries und Dillingen angeliefert worden. Was danach mit diesem Holz passiert, erklärt der Abfallwirtschaftsverband Nordschwaben (AWV) in seiner aktuellen Pressemitteilung.

    Zunächst wird das Holz entweder als Altholz aus dem Innenbereich (A I bis A III) oder aus dem Außenbereich (A IV) angenommen. Die getrennte Sammlung von Altholz aus dem Außenbereich ist besonders wichtig, da es sich hier um sogenanntes kontaminiertes Holz handelt. Dazu zählen etwa mit Holzschutzmitteln behandelte Gartenmöbel. Aber auch Gartenzäune und Jägerstände müssen als Altholz aus dem Außenbereich angenommen werden. Bei der Abgabe sollten Bürgerinnen und Bürger beachten, dass A IV Holz nur an ausgewählten Recyclinghöfen angeliefert werden kann. Altholz aus dem Innenbereich wird an jedem Hof angenommen.

    Störstoffe werden per Hand aussortiert

    Welche Firma den Auftrag für die weitere Verwertung der Althölzer bekommt, hängt von der EU-weiten Ausschreibung ab. Aktuell hat die Firma WRZ Hörger aus Sontheim an der Brenz den Entsorgungsauftrag für das Altholz aus dem Innenbereich im Landkreis Dillingen. Das Altholz aus dem Außenbereich von den Dillinger Höfen bekommt der Zweckverband für Abfallwirtschaft in Kempten (ZAK). Altholz aus dem gesamten Donau-Ries Bereich wird von der Firma Böhm in Möttingen verwertet. Um zu sehen, wie das Altholz von den Firmen recycelt wird, war der AWV vor Ort bei der Firma Böhm. Das Altholz aus dem Innenbereich wird für die stoffliche Verwertung aufbereitet. Dazu wird das Material zunächst vorgebrochen. Mitarbeitende sortieren dann händisch Störstoffe aus. Anschließend wird das Holz nachzerkleinert. Durch einen Metallabscheider, in Form eines Überbandmagneten, werden überwiegend Nägel aussortiert.

    Thermische Aufwertung lohnt sich für die Firmen

    Die gewonnenen Hackschnitzel werden durch Siebung in unterschiedliche Qualitätsstufen getrennt. Sie werden zu 80 Prozent für die Produktion von Holzprodukten, wie beispielsweise Spanplatten, verwendet. Das Altholz aus dem Außenbereich darf nicht stofflich verwertet werden. Es wird in speziellen Anlagen thermisch verwertet, um so Wärme und Strom zu gewinnen. Auch Altfenster können nur an bestimmten Recyclinghöfen abgegeben werden. Für die Verwertung werden zunächst die Rahmen vom Fensterglas getrennt. Fensterrahmen aus Holz werden zusammen mit dem A IV Holz thermisch verwertet. Das Fensterglas wird von der Firma Böhm in eine spezielle Glasaufbereitungsfirma gebracht, die daraus Glasflaschen herstellt.

    Näheres zur Einstufung in die Kategorien eins bis vier nach der Altholzverordnung sowie zur Verwertung von Altholz kann auf der AWV Website unter „Aktuelles“ in der Rubrik „Nachhaltigkeit“ nachgelesen werden. (pm) Foto: sichon, stock.adobe.com (Symbolbild)

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