Politische Aufbruchstimmung in Orange herrschte am Freitag im Waldgasthof Bergfried in Wertingen. Dort nominierten die Delegierten der Freien Wähler in den Landkreisen Dillingen und Augsburg einstimmig ihren Landtagsabgeordneten Fabian Mehring als Direktkandidaten für die Landtagswahlen. Ebenso einstimmig schickten die Freien Wähler auch den Bissinger Gemeinderat Ulrich Reiner ins Rennen um einen Sitz im schwäbischen Bezirkstag.
Geleitet wurde die Versammlung der 60 Vertreter der FW-Kreis- und Ortsverbände von Dillingens Landrat Markus Müller, der Mehrings erfolgreichen Einsatz für die Region lobte: "Schon in meiner früheren Funktion als Geschäftsführer des Bauernverbandes war klar: Wenn etwas für unsere Heimat in München klappen soll, dann rede ich mit Fabian", so Müller.
Zudem warb Müller für eine Fortsetzung der Bayernkoalition aus Freien Wählern und CSU. Ins gleiche Horn stieß Augsburgs FW-Kreisvorsitzender Anton Rittel: "Die CSU sieht sich als Herzkammer der Politik im Freistaat und wir Freien Wähler sind ihr Herzschrittmacher. Das hat sich bewährt und ist bedeutend besser für unser Land als das Ampel-Chaos andernorts." So steht es in der Pressemitteilung der Partei.
Das sagt der ehemalige Landrat des Kreises Dillingen Leo Schrell
Den von beiden Kreisvorstandschaften einstimmig beschlossenen Vorschlag, bei den Wahlen im nächsten Jahr auf Mehring zu setzen, trug Dillingens langjähriger Landrat Leo Schrell vor: "Fabian Mehring ist ein politisches Ausnahmetalent und gehört als Parlamentarischer Geschäftsführer unserer Regierungsfraktion im Landtag zu den profiliertesten Köpfen der Freien Wähler in ganz Bayern. Mit ihm an der Spitze haben wir erstmals in der Geschichte der Freien Wähler die Chance, ein Direktmandat auf Landesebene zu gewinnen."
Mehring sagte dankbar: "Das empfinde ich als großartige Anerkennung der politischen Arbeit von meinem Team und mir." Er ließ die vergangenen vier Jahre in seiner parlamentarischen Spitzenfunktion Revue passieren: "Corona und der Krieg im Herzen von Europa haben uns massiv gefordert", so der Parlamentarische Geschäftsführer. Gleichwohl sei es fortlaufend gelungen, erhebliche Erfolge zugunsten der Region zu erzielen. Masteraufgaben für die nächste Legislaturperiode sieht Mehring in grundständigen Reformen des Pflege- und Gesundheitssektors, Maßnahmen gegen den Fachkräfte- und Lehrermangel sowie im Bereich der Energiewende, wobei er insbesondere auf Wasserstoff als Zukunftstechnologie setzt.
Fortsetzung mit "Schwarz" gewünscht
Auch Mehring sprach sich klar für die Fortsetzung des schwarz-orangen Regierungsbündnisses im Freistaat aus: "Unsere Bayernkoalition ist der letzte bürgerlich-liberale Gegenentwurf zur Ampel in ganz Deutschland. Nur in dieser Konstellation können wir den Interessen Bayerns in Berlin kraftvoll Gehör verschaffen", so Mehring.
Bezirkstagskandidat Ulrich Reiner, der bei den Bundestagswahlen das beste Ergebnis der Freien Wähler in ganz Schwaben erzielt hat, stellte in seiner Rede das Potenzial einer engen Zusammenarbeit der Region mit dem Bezirk Schwaben heraus: "Gerade im sozialen Bereich, für den der Bezirk originär zuständig ist, liegen die großen Herausforderungen unserer Zeit. Auf Bezirksebene können wir deshalb viel für die Landkreise Dillingen und Augsburg bewegen", ist sich der aus zahlreichen Ehrenämtern bekannte Bissinger Marktgemeinderat sicher. Gemeinsam mit Mehring will der Obmann der Fußballschiedsrichter in der Region deshalb "mit Herzblut und maximalem Engagement" in die Wahlwerbung ziehen. (AZ)