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  3. Landkreis Dillingen: FW-Landtagsabgeordneter Häusler ist von Mehring "menschlich enttäuscht"

Landkreis Dillingen
23.09.2022

FW-Landtagsabgeordneter Häusler ist von Mehring "menschlich enttäuscht"

Johann Häusler wollte wieder im Stimmkreis Augsburg-Land, Dillingen für den Landtag kandidieren. Weil Mehring seinen Anspruch geltend gemacht hat, tritt Häusler nun nicht an.
Foto: Berthold Veh

Die Freien Wähler haben den 70-Jährigen Johann Häusler bei einer erneuten Landtags-Kandidatur ausgebremst. Fabian Mehring habe eine rote Linie überschritten, sagt Häusler.

Landtagsabgeordneter Johann Häusler gibt sich beim Besuch unserer Redaktion bewusst locker. "Ich bin sehr entspannt, erleichtert", sagt der 70-Jährige. Wer den Biberbacher besser kennt, der kann heraushören, dass in dieser betonten Gelöstheit eine herbe Enttäuschung mitschwingt. Zu Beginn dieser Woche noch wollte Häusler im Stimmkreis Augsburg-Land, Dillingen erneut für den Bayerischen Landtag kandidieren. Am Dienstag ließen die Kreisvorstände der Freien Wähler aber in einer Pressemitteilung wissen, dass der Meitinger Fabian Mehring, Parlamentarischer Geschäftsführer der FW-Landtagsfraktion und politischer Ziehsohn Häuslers, in der Region als Erststimmenbewerber antreten wird.

Häusler: "Hier wird fahrlässig mit der Wahrheit umgegangen"

Er ärgere sich keineswegs über das nun im Herbst 2023 besiegelte Ende seiner Abgeordneten-Tätigkeit im Landtag. "Was mich verletzt hat, ist der Umstand, dass hier sehr fahrlässig mit der Wahrheit umgegangen wird", sagt Häusler. Diese Entscheidung der FW-Kreisvorstände hätte jedenfalls aus seiner Sicht viel früher fallen können. Die Augsburger FW-Kreisvorsitzenden Claudia Schuster (Gersthofen), Anton Rittel (Adelsried) und Markus Müller (Dillingen) hätten ihn aber ebenso wie Mehring bestärkt, wieder anzutreten. Und er habe bei den Gesprächen immer klargemacht, dass er nur kandidiere, wenn die Freien Wähler das wollen und er keinem Jüngeren im Wege stehe. "Ich habe sogar Ulrich Reiner (der designierte Bezirkstagskandidat aus Bissingen, Anm. d. Red.) angesprochen, dass ich einen Generationswechsel unterstützen würde, wenn er kandidieren will", erläutert Häusler.

Die FW-Kreisvorstände haben Fabian Mehring (Foto) bei der Kandidatur für den Landtag im Stimmkreis den Vorzug vor Johann Häusler gegeben.
Foto: Wolfgang Prokoph

Erst auf das Drängen seiner Gruppierung hin habe er mit seiner Frau über eine erneute Kandidatur gesprochen. Eines sei dabei immer klar gewesen, betont der Landtagsabgeordnete: "Dass ich im eigenen Stimmkreis, wo ich auch mein Büro habe, kandidiere." Und deshalb sei es auch "eine dieser Unwahrheiten" in der jüngsten FW-Pressemitteilung, dass es noch offen sei, ob er, Häusler, in einem anderen Stimmkreis kandidiere. Abgesehen davon habe er erfahren, dass in den Stimmkreisen Augsburg-Land-Süd, Augsburg-Stadt-West und Günzburg bereits andere Kandidaten in den Startlöchern stehen sollen.

"Ich habe nicht damit gerechnet, dass er die letzte rote Linie reißt"

Als ihm Mehring nun gesagt habe, dass er definitiv in seinem bisherigen Stimmkreis Augsburg-Land, Dillingen antreten will, habe er gar keine Bewerbung bei den FW-Kreisvorständen eingereicht. "Diese Entscheidung hätte man ohne Probleme früher haben können", versichert Häusler. Er sei aber bis vor Kurzem davon ausgegangen, dass Mehring, obwohl er sich mitunter anders geäußert habe, wieder als Erststimmenbewerber im Stimmkreis Augsburg-Land-Süd antrete und er im Stimmkreis Augsburg-Land, Dillingen, wo er sich den Wählerinnen und Wählern verpflichtet fühle und auch sein Büro habe. Denn Mehring habe versprochen, "nie gegen mich zu kandidieren". Und er habe versprochen, nicht gegen einen jüngeren Bewerber anzutreten. "Ich habe mein Versprechen gehalten", sagt Häusler. Von Mehring, den er gefördert habe, sei er "menschlich enttäuscht". Häusler sagt: "Ich kenne ihn seit vielen Jahren, aber ich habe nicht damit gerechnet, dass er die letzte rote Linie reißt." Mehring habe sein "Karrierestreben über die sogenannte Freundschaft gestellt".

Fabian Mehring sieht die Sache völlig anders. Er bedauert gegenüber unserer Redaktion, "dass diese Debatte entsteht". Der 33-Jährige versichert, dass der Entscheidungsprozess fair abgelaufen sei. Mehring erklärt: "Hans und ich wohnen schon immer im selben Stimmkreis und haben uns im selben Jahr erstmals um ein Mandat im Landtag beworben. Seither mussten wir bei jeder Wahl entscheiden, wer von uns beiden in unserer gemeinsamen Heimat um die Erststimmen wirbt. Nachdem Hans sich bereits vor zwei Jahren aus Altersgründen aus dem Augsburger Kreistag zurückgezogen hat und Gleiches für seine Arbeit im Landtag angekündigt hat, hat mich seine Bereitschaft, nun doch noch einmal zu kandidieren, ebenso überrascht wie gefreut." In einem Gespräch habe man gemeinsam vereinbart, dass die beiden FW-Kreisverbände die Entscheidung über die Direktkandidatur in den Stimmkreisen fällen sollen. Beide hätten versichert, dieses Votum ohne Groll zu akzeptieren, teilt Mehring mit. "Dass die Vorstandschaften sich einstimmig für mich ausgesprochen haben, empfinde ich als großartige Wertschätzung für die politische Arbeit von meinen Mitarbeitern und mir, über die ich mich riesig freue", sagt der Meitinger.

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Mehring: Das Angebot an Häusler, in einem anderen Stimmkreis zu kandidieren, steht nach wie vor

Häuslers Enttäuschung darüber sei verständlich. Das Angebot, in einem anderen Stimmkreis für die Freien Wähler anzutreten, stehe nach wie vor, betont Mehring. Für eine öffentliche Debatte, die das Lebenswerk des Biberbachers "in ein falsches Licht rücken würde", stehe er nicht zur Verfügung. Mehring sagt: "Hans Häusler ist und bleibt ein exzellenter Abgeordneter, der viel für unsere gemeinsame Heimat erreicht hat, weshalb ich auch in Zukunft kein schlechtes Wort über ihn verlieren werde."

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23.09.2022

tja, parteipolitisches Ränkespiel ...
ein FM hat schon von jungen Jahren an geübt, wie man "Karriere" macht - einfach über Leichen gehen und das persönliche Ego über alles stellen. Dem FM wäre es vermutlich "wurschd" in welcher Partei er Karriere macht, hauptsache das ...;-)

Außer "gscheit reden" und seine Person und Vita in die Öffentlichkeit stellen hat dieser junge Mann noch nichts auf die Beine gestellt, was "in meinem Wertesystem" einen gesellschaftlichen Wert hätte. Trotz annerkanntermaßen hohen Ausbildung hätte man früher zu so einer öffentlichen Darstellung "Blender" gesagt. Aber heute gilt halt nur noch "show & shine" und bei den FW scheint man trotz der eher konservativen Grundhaltung auf derartige Redner abzufahren.

Aber ich hoffe, das der geneigte Wähler das trojanische Pferd rechtzeitig enttarnt und sich für pragmatische Politik entscheidet.

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23.09.2022

Jaja der Politiker kennt keine Freunde und geht über Leichen, im Landtag wie im Bundestag zählt nur Macht. Mal so viel Energie um die Sorgen der Bürger zu verstehen und zu mildern, aber mittlerweile sind sogar Kommunalpolitiker abgehoben und fern der Realität in diesem Lande……

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23.09.2022

(edit/mod/NUB 7.3) ! aber er sollte auch bedenken das ihm gleiches widerfahren kann , denn so sicher wie er sich Fühlt sitzt er nicht im Sattel , der Hubert hat schon einmal geäußert das er keine Trittbrettfahrer mag

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