Der Dillinger Orgelsommer lebt mit international renommierten Organisten aus über 25 Ländern die europäische Idee des Kulturaustauschs. Welche Bedeutung messen Sie diesem ehrenamtlich organisierten Konzertzyklus bei?
STAATSMINISTER ERIC BEISSWENGER: Der Dillinger Orgelsommer ist weit mehr als eine Konzertreihe. Durch die Teilnahme so vieler Künstler aus europäischen Ländern kommt hier die europäische Idee – dass nämlich die EU vor allem auch eine Wertegemeinschaft ist – hervorragend zum Tragen. Der europäische Gedanke wird gerade durch den kulturellen Austausch auf besonders authentische Weise gelebt. Das freut mich als Europaminister natürlich ganz besonders. Die Musik fungiert hier als gemeinsame, quasi universelle Sprache, die nationale Grenzen überwindet und gegenseitiges Verständnis fördert. Die ehrenamtliche Organisation eines solchen musikalischen Spitzenevents ist darüber hinaus wirklich etwas ganz Besonderes, das man so andernorts kaum findet. Es ist schon beeindruckend, welch nachhaltige Wirkung bürgerschaftliches Engagement im Kulturbereich entfalten kann.
Der Verein Dillinger Basilikakonzerte hat Ihnen angetragen, die 20. Jubiläumssaison als Schirmherr zu begleiten. Werden Sie dieses Angebot wahrnehmen?
BEISSWENGER: Selbstverständlich werden ich dieses Angebot annehmen, sehr gerne sogar. Es ehrt mich. Wenn aber mit professioneller Begleitung und Unterstützung gemeint wäre, selbst in die Tasten zu hauen, müsste ich leider passen. Aber ich werde mir das ein oder andere Konzert anhören. Denn selbst wenn man wie ich kein Kenner der Orgelmusik ist, dann hat diese Musik doch immer etwas Erhabenes und Erhebendes. Sie geht durch den ganzen Körper und macht etwas mit einem. Und nachdem, was ich jetzt alles erfahren durfte über die Dillinger Basilikakonzerte, werde ich natürlich kräftig die Werbetrommel dafür rühren.
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