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Mehrgenerationenhaus stärkt Austausch in Kissing mit vielfältigen Angeboten

Kissing

Das Casa Cambio in Kissing verbindet Generationen

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    Vor sieben Jahren entwickelte sich aus dem AOK-Gesundheitsprogramm eine Seniorengruppe, die von Michael Hahn geleitet wird (dritter von links).  Manchmal ist auch MGH-Leiterin Brigitte Dunkenberger (Mitte) mit von der Partie und leitet zu Tänzen an.
    Vor sieben Jahren entwickelte sich aus dem AOK-Gesundheitsprogramm eine Seniorengruppe, die von Michael Hahn geleitet wird (dritter von links). Manchmal ist auch MGH-Leiterin Brigitte Dunkenberger (Mitte) mit von der Partie und leitet zu Tänzen an. Foto: Heike John

    Beim Wort Mehrgenerationenhaus denkt man zunächst an gemeinsames Wohnen von Menschen verschiedener Altersstufen. In Kissing gibt es seit 18 Jahren eine andere Art des Austauschs über die Generationen hinweg. Als offener Begegnungsort und Treffpunkt voller Möglichkeiten wurde das Mehrgenerationenhaus (MGH) Casa Cambio im Wittelsbacher Land im Mai 2008 eröffnet. Mittlerweile hat sich die Einrichtung in Kissing etabliert.

    Die Angebote im Mehrgenerationenhaus in Kissing haben sich verändert

    Das Casa Cambio steht unter der Trägerschaft der Katholischen Jugendfürsorge der Diözese Augsburg (KJF). Hier treffen sich Eltern mit Kleinkindern zum Spielcafé und Senioren zum Yoga, es gibt immer wieder Mädchengruppen, auch Ferienkurse und Sommerworkshops wurden angeboten. Einige Zeit gab es auch Besuchsdienstkurse für Ehrenamtliche im Altenheim und ein Bewerbungstraining für Schüler. „Die Bandbreite der Angebote hat sich im Laufe der Jahre immer mal wieder verändert. „Wir sind eines von über 80 bayerischen Mehrgenerationenhäusern. Weil wir recht klein sind, können wir flexibel sein, unsere Angebotspalette ändert sich je nach Bedarf“, erklärt MGH-Leiterin Brigitte Dunkenberger. Nachdem aus Brandschutzgründen das Untergeschoss nicht mehr genutzt werden könne, sei der „Offene Treff“ im Erdgeschoss der vorwiegend genutzte Raum, berichtet die Leiterin.

    Während der Coronazeit war die Leiterin Brigitte Dunkenberger sehr gefordert

    Auch soziale Projekte und Beratungsangebote finden hier ihren Platz. So wurde unter dem Dach des MGH 2016 das Asyl- und Integrationsprojekt angesiedelt, für das Petra Hamberger verantwortlich zeichnet. Und seit 2020 gibt es das Quartiersmanagement mit dem Seniorenbüro für alle Belange und Themen rund um das „Älter-Werden“. Während der Corona-Zeit kam Brigitte Dunkenberger kaum vom Telefon weg, denn ältere alleinstehende Menschen suchten ein Ohr für ihre Nöte. Aber auch jetzt wenden sich immer wieder Hilfe suchende Menschen an das Seniorenbüro, weil etwa die betagten Eltern zu Hause nicht mehr allein zurechtkommen und Hilfsangebote benötigen. Hier profitiert die MGH-Leiterin von der guten landkreisweiten Vernetzung. „Wir bieten eine niedrigschwellige Beratung für alle Altersstufen und die Weitervermittlung an andere Angebotserbringer“, erklärt sie. Seit 2017 gibt es zudem den begleiteten Seniorenfahrdienst des Mehrgenerationenhauses, der jährlich von rund hundert Fahrgästen genutzt und von derzeit 15 Ehrenamtlichen gestemmt wird.

    Wiederholt wurde für die Generation 60+ ein neues AOK-Gesundheitsprogramm rund um Ernährung, Bewegung und Selbstmanagement bei Erkrankungen angeboten. Daraus entwickelten sich regelmäßige Treffen einer rund zehnköpfigen Gruppe für gemeinsame Unternehmungen. „Das ist das Tolle an vielen unserer Angebote“, freut sich MGH-Leiterin Brigitte Dunkenberger. „Sie können in Eigenregie fortgeführt werden, wenn sich Menschen zusammengefunden haben“. Vor einigen Jahren wurde eine Boulegruppe gegründet, die sich wöchentlich trifft. Jeder, der eine Idee für ein Angebot hat, kann sich bei mir melden.“ Das AOK-Kursangebot „Gesundheit und Lebensqualität im Alter“ wird voraussichtlich im Herbst wieder starten.

    Brigitte Dunkenberger ist seit Eröffnung des Kissinger Casa Cambio im Mai 2008 die Ansprechpartnerin.
    Brigitte Dunkenberger ist seit Eröffnung des Kissinger Casa Cambio im Mai 2008 die Ansprechpartnerin. Foto: Heike John

    Auch Eltern mit Kindern finden im Casa Cambio viele Angebote

    Doch nicht nur Senioren fühlen sich im Casa Cambio gegenüber der Kissinger St. Bernhards-Kirche wohl. Auch Eltern oder Großeltern mit Kindern gehen hier ein und aus. Sie besuchen das kostenfreie Spielcafé, ein lockeres Zusammentreffen mit Kleinstkindern ab vier Monaten bis zu zwei Jahren. Ab dem neuen Schuljahr sind wieder neue Gruppen geplant, für die man sich jetzt schon anmelden kann.  Für Jugendliche ab 14 Jahren gibt es die Möglichkeit, ein Babysitter-Diplom zu absolvieren. Der nächste Kurs findet am 24. Juli nachmittags und 25. Juli vormittags statt. Eine Anmeldung ist jetzt schon möglich.

    „Viel Zeit nimmt die Organisation in Anspruch“, erklärt Brigitte Dunkenberger, die seit der Eröffnung im Mai 2008 die Leitung hat. Dazu gehören regelmäßige Antragstellungen, Dokumentationen, ein jährliches Monitoring, der Datenschutz, Beleglisten und Abrechnungen.“ Als offizielles Mehrgenerationenhaus erhält die Kissinger Einrichtung regelmäßig Bundesmittel zur Sicherung der sozialen Arbeit und der offenen Treffpunkte. Diese Bundesfinanzierung muss jährlich neu beantragt werden. „Der laufende, zugesagte Förderzeitraum läuft bis 2028. Darüber hinaus gibt es noch keine Förderzusagen“, berichtet die MGH-Leiterin. Die Gemeinde Kissing und der Landkreis Aichach-Friedberg unterstützen die Einrichtung ebenfalls finanziell. Zudem fängt der Förderverein des MGH Förderlücken auf und finanziert spezielle Projekte. Auch Spenden sind willkommen. 

    Kontakt: Mehrgenerationenhaus/Seniorenbüro, Nelkenstr.18, Kissing, Tel: 08233 2120125, https://casa-cambio.de/aktuelles-neue-Angebote. Mail: info.mgh-kissing@kjf-augsburg.de.

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