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26.06.2019

So nutzt man einen Ventilator richtig

Ein Ventilator im Büro, bringt das etwas?
Bild: Wolfram Kastl, dpa

Kühlt ein Ventilator überhaupt? Wie groß sollte er sein? Und wo steht er am besten? Bei der Benutzung von Ventilatoren gibt es vieles zu beachten.

Kühlt ein Ventilator überhaupt die Luft?

Wenn die Luft draußen oder in einem anderen Raum kühler ist, kann ein Ventilator die Luft in den Raum bewegen, in dem man sich befindet. Er kühlt die Luft also nicht, sondern tauscht sie aus.

Erfrischt ein Ventilator, wenn es überall warm ist?

So nutzt man einen Ventilator richtig

Ja, auch wenn ein Ventilator die Luft nicht kühlt, beschleunigt der Luftzug die Verdunstung. Verdunstet der Schweiß, so kühlt das die Haut. Außerdem geben Menschen Wärme ab, sodass sich eine Schicht warmer Luft um den Körper bildet. Ein Ventilator verhindert diese Wärmeschicht.

Wo sollte man einen Ventilator aufstellen?

Ein Ventilator sollte dafür sorgen, dass frische Luft in einen Raum gelangt. Ist es draußen noch vertretbar kühl, sollte er in der Nähe eines Fensters mit der Rückseite nach außen und mit der Vorderseite in den Raum zeigend aufgestellt werden. Kann man sich von der Außenluft keine Abkühlung mehr erhoffen, kann der Ventilator kühlere Luft von einem anderen Zimmer oder einem Gang in den Raum bewegen, in dem man sich aufhält. Dabei sollte der Ventilator möglichst in der Nähe der Tür stehen und mit der Vorderseite in den Raum zeigen, in dem man sich befindet. Dabei ist darauf zu achten, dass der Ventilator nicht in der Nähe von Tierkäfigen steht. Sollten Kinder in die Nähe eines Ventilators kommen, muss er ausreichend gesichert sein, zum Beispiel mit einem Gitter.

Wie nah darf man dem Ventilator kommen?

Das hängt von der Leistung des Geräts ab. Allerdings ist Vorsicht geboten: Ein Ventilator sollte sich nicht zu nah am Körper befinden, erst recht nicht lange - und in der Kopf- und Nackenregion sollte man besonders vorsichtig sein, sonst droht ein schmerzhafter Zug, also eine Verspannung. Es können sogar Erkältungen oder Augenentzündungen auftreten. Besser ist es, den Ventilator so aufzustellen, dass der Luftzug den ganzen Raum erreicht, weil die Luft dann besser zirkuliert.

In der Arbeit ist eine Siesta meist nicht möglich. Gegen übermäßiges Schwitzen hilft ein Ventilator. Achten Sie bei der Kleiderwahl außerdem auf luftige Schnitte und leichte Stoffe.
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Bild: Wolfram Kastl/dpa

Sollte ich einen Ventilator nachts benutzen?

Das kommt auf das Gerät und die Entfernung zum Körper an - grundsätzlich ist aber Vorsicht geboten. Ein Ventilator sollte während des Schlafens nicht direkt auf den Körper oder gar den Kopf gerichtet sein. Außerdem sollte man beachten, dass der Luftzug die Schleimhäute trocknen lassen kann, er Staub aufwirbelt und der Lärm stören kann.

Wie groß sollte ein Ventilator sein?

Das hängt vom Raum und den Umständen ab. Ein Tischventilator ist vergleichsweise leise, wälzt aber weniger Luft um als andere Modelle. Außerdem verleiten sie dazu, den Luftstrom Richtung Kopfbereich zu lenken - was das Risiko eines Zuges mit sich bringt. Standventilatoren sind größer, leistungsfähiger, aber auch lauter.

Sie sind deshalb geeignet, größere Räume mit Frischluft zu versorgen, können aber etwa im Büro auch Kollegen stören. Ein Deckenventilator muss zwar erst montiert werden, vermeidet aber einige der Nachteile anderer großer Ventilatoren.  Wegen der großen Blätter muss er sich nicht schnell drehen, um viel Luft zu bewegen, und ist deshalb leiser. Außerdem ist die Gefahr geringer, einzelne Körperregionen zu unterkühlen.

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