Gehaltsverhandlungen sind für viele Beschäftigte ein wichtiges Thema, das regelmäßig auf den Tisch kommt – sei es aufgrund von beruflichen Veränderungen, Inflation oder anderen wirtschaftlichen Faktoren. Dabei stellen sie sich Fragen wie: Wie viel Prozent mehr Gehalt könnten sie bekommen? Lohnt es sich, selbst das Gespräch mit der Führungskraft zu suchen oder steigen die Löhne automatisch? Für eine bestimmte Gruppe ist die Antwort bereits klar: Ab Mai 2026 können sich mehrere Millionen Deutsche auf eine Gehaltserhöhung freuen. Doch wer genau profitiert davon, und wie viel mehr Geld bekommen sie?
Gehaltserhöhung: Wer bekommt ab Mai 2026 mehr Geld?
Für das Jahr 2026 erwarten viele deutsche Unternehmen steigende Gehälter. Das zeigt eine Umfrage des Ifo-Instituts in Kooperation mit der Jobplattform Randstad, bei der über 600 Personalleiter zu ihren Lohnplänen befragt wurden. Mehr als drei Viertel der Unternehmen rechnen demnach mit Gehaltserhöhungen – insbesondere im Dienstleistungssektor und im Handel. Einen genauen Zeitpunkt für diese Anpassungen gaben die Befragten allerdings nicht an.
Für eine bestimmte Gruppe von Beschäftigten ist der Zeitpunkt jedoch bereits festgelegt: Ab Mai 2026 erhalten über 2,7 Millionen Beschäftigte im öffentlichen Dienst höhere Löhne. Darunter fallen laut Angaben der Bundesregierung:
- rund 132.000 Tarifbeschäftigte des Bundes
- knapp 2,6 Millionen Tarifbeschäftigte der kommunalen Arbeitgeber
Die Lohnerhöhungen resultieren aus den Tarifverhandlungen vom 6. April 2025 zwischen Bund, Kommunen und den Gewerkschaften. Sie gelten für alle Beschäftigten, die nach dem Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst (TVöD) vergütet werden. Dazu zählen der Stellenbörse für medizinische Fachkräfte medi-karriere.de zufolge unter anderem Mitarbeiter in Bundesministerien, bei der Polizei, der Bundeswehr und in vielen weiteren Bereichen des öffentlichen Dienstes.
Mehr Geld ab Mai 2026: Wie sehr steigen die Gehälter?
Ab Mai 2026 dürfen sich Tarifbeschäftigte im öffentlichen Dienst über eine Gehaltserhöhung von 2,8 Prozent freuen, informiert die Bundesregierung. Die letzte Lohnanpassung erfolgte bereits am 1. April 2025 – nun folgt die nächste Stufe der Erhöhung. Wer etwa in Entgeltgruppe 1, Stufe 2 eingestuft ist, erhält ab dem 1. Mai 2026 ein Monatsgehalt von 2543,55 Euro. Auch Auszubildende, Studierende und Praktikanten profitieren: Für sie gibt es ab Mai 2026 eine Gehaltserhöhung um 75 Euro.
Weihnachtsgeld: Wie hoch ist die Sonderzahlung 2026?
Für das Jahr 2026 wird zusätzlich das Weihnachtsgeld im öffentlichen Dienst erhöht. Laut der Bundesregierung steigt der Jahresbonus je nach Entgeltgruppe wie folgt:
- für die Entgeltgruppen 1 bis 8 von 90 Prozent auf 95 Prozent,
- für die der Entgeltgruppen 9a bis 12 von 80 Prozent auf 90 Prozent und
- für die Entgeltgruppen 13 bis 15 von 60 Prozent auf 75 Prozent.
Allerdings erhalten nicht alle Tarifbeschäftigten Weihnachtsgeld. Laut dem Statistischen Bundesamt hatten 2024 insgesamt 85,8 Prozent der Tarifbeschäftigten Anspruch auf die Sonderzahlung. Höhe und Anspruch hängen dabei stark von der Branche ab: In Bereichen wie Finanz- und Versicherungsdienstleistungen oder im Baugewerbe erhielten über 95 Prozent der Beschäftigten Weihnachtsgeld, während in der öffentlichen Verwaltung oder der Sozialversicherung weniger als 70 Prozent Anspruch darauf hatten.
Sicher ist jedoch, dass sich alle Tarifbeschäftigten auf die Gehaltserhöhung ab Mai 2026 freuen können. Auch für das kommende Jahr 2027 plant die Bundesregierung Neuerungen: So sollen Tarifbeschäftigte unter anderem einen zusätzlichen Urlaubstag erhalten.
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