Seit einigen Tagen ist die Vöhlinstraße eine Baustelle: Im Zuge der bevorstehenden, groß angelegten Sanierung untersucht ein Archäologe den Untergrund. Begonnen wurde auf Höhe des im Bau befindlichen Mehrfamilienhauses – auf jenem Areal waren 2017 die Reste einer Badeanlage und von Gräbern aus der Römerzeit entdeckt worden. Die Experten vermuten, dass sich unter der nahe liegenden Vöhlinstraße weitere Relikte befinden könnten. Bislang sieht es allerdings so aus, als würden sie enttäuscht: „Noch wurde nichts gefunden“, sagt Tiefbauamtsleiter Bernd Hillemeyr auf Nachfrage. Abgeschlossen sind die Grabungen zwar noch nicht – allerdings kämen diese gut voran und ein wichtiger Bereich sei bereits begutachtet. „Aber man weiß nie, was noch kommt.“ Zum Ende der kommenden Woche könnte Untersuchung abgeschlossen sein.
Archäologe arbeitet sich Meter für Meter vor
Der Archäologe arbeitet sich Meter für Meter voran, danach werden die Löcher im Boden von Mitarbeitern einer Baufirma gleich wieder verschlossen. Provisorisch, wie Hillemeyr betont. Zum anstehenden Ökomarkt samt Energiesparfestival (6. April) soll die Vöhlinstraße befahrbar sein. Aber beim anstehenden Ausbau der viele Jahre alten Straße wird alles ohnehin wieder geöffnet. Dass die Sanierung nötig ist, habe sich schon in den ersten Tagen der Untersuchung gezeigt, so Hillemeyr. Die Straße habe zwar erstaunlich lange und gut gehalten. Das sei auch typisch für alte Fahrbahnen. „Aber sobald man anfängt, zu graben, geht es mit ihnen bergab.“ (caj)
Die Vöhlinstraße ist in Illertissen seit Längerem ein Thema:
Bauboom: In Illertissen baut sich ganz schön was zusammen
Illertisser Straßen bekommen miese Noten
- Welche Geheimnisse schlummern unter der Vöhlinstraße?
- Bauboom: In Illertissen baut sich ganz schön was zusammen
- Illertisser Straßen bekommen miese Noten