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Flexibus Tarife steigen im Landkreis Günzburg – Seniorenrabatt entfällt

Landkreis Günzburg

AWO Krumbach: "Neue Flexibus-Tarife sind seniorenfeindlich"

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    Der Flexibus im Landkreis Günzburg hat sich etabliert. Doch seit 1. Mai sind Tarife teils teurer geworden. Das stößt auf Kritik.
    Der Flexibus im Landkreis Günzburg hat sich etabliert. Doch seit 1. Mai sind Tarife teils teurer geworden. Das stößt auf Kritik. Foto: Hans Bosch (Archivbild)

    Auch wenn manches noch besser sein könnte, das Flexibussystem im Landkreis Günzburg „ist zweifellos eine Verbesserung im öffentlichen Nahverkehr“. Diese Feststellung verbindet Peter Tschochohei, der Krumbacher Kreis- und Ortsvorsitzende der Arbeiterwohlfahrt (AWO), mit einer Kritik an der Fahrpreiserhöhung, die noch der alte Kreistag in seiner Aprilsitzung beschlossen hat. Wie berichtet, wurde der bisherige ermäßigte Seniorentarif sowie die 6-Fahrten-Karte zum 1. Mai gestrichen. Stattdessen sind Online-Buchungen künftig gegenüber dem analogen Fahrkartenverkauf um zehn Prozent ermäßigt. Dass das Ganze kurz nach der Kommunalwahl und nicht davor beschlossen worden ist, habe für Tschochohei „scho a G‘schmäckle“, wie er im Rahmen einer Pressemitteilung sagt.

    Trotzdem gelte die Hauptkritik nicht der Preiserhöhung an sich. Auch wenn eine solche Erhöhung „nicht gerade eine Werbemaßnahme für den ÖPNV ist“, gebe es Gründe, nach mehreren Jahren eine Tariferhöhung vorzunehmen. Inakzeptabel sei aber für die AWO, so Tschochohei, wie die Tariferhöhung ausgestaltet worden ist. Laut Krumbacher AWO nämlich „unsozial und seniorenfeindlich“.

    Der Wegfall der Streifenkarte treffe besonders die, die den Flexibus häufig nutzen (müssen). Woanders führe man Streifenkarten ein, um den ÖPNV attraktiver zu machen. Im Landkreis Günzburg schaffe man sie ab, „das verstehe, wer will, wir nicht“, so Tschochohei. Kritikwürdig und seniorenfeindlich sei auch, dass Menschen, die die Karte nicht digital bestellen (können), höhere Fahrpreise in Kauf nehmen müssen.

    AWO Krumbach kritisiert Abschaffung des Seniorenrabatts beim Flexibus

    „Absolut inakzeptabel“ ist für die AWO Krumbach, dass der Seniorenrabatt bei den Flexibusfahrkarten abgeschafft worden ist. Wer meint, ein solcher Seniorenrabatt sei nicht mehr nötig, habe offensichtlich keine Ahnung, wie hoch, genauer gesagt wie niedrig die Renten seien, mit denen viele Menschen, darunter vor allem viele Frauen, im Landkreis auskommen müssen. Oder es sei ihnen gleichgültig. Das gelte umso mehr, weil diese Personengruppe besonders auf die Nutzung des Busses angewiesen ist.

    Die AWO Krumbach bittet im Rahmen der Pressemitteilung den neuen Kreistag, die Tarifgestaltung beim Flexibus noch einmal zu diskutieren und zu korrigieren. Und sie fordert andere Sozialverbände und Gruppierungen sowie die Seniorenbeiräte im Landkreis auf, "als Denkhilfe für die Kreisrätinnen und Kreisräte deutlich zu machen, was sie von der neuen Tarifgestaltung beim Flexibus halten“. (AZ, sohu)

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