Startseite
Icon Pfeil nach unten
Mindelheim
Icon Pfeil nach unten
Lokalsport
Icon Pfeil nach unten
Babenhausen
Icon Pfeil nach unten

Reitsport: Ein sattelfestes Talent

Reitsport

Ein sattelfestes Talent

  • |
  • |
  • |
    Benjamin Adelwarth, der neue Kreisvorsitzende des Bayerischen Landes-Sportverbandes, absolvierte in Babenhausen eine Reitstunde. Das linke Bild zeigt ihn auf Stute Emilia. Reitlehrerin Annegret Micheler (links) bescheinigte Adelwarth ein „ausbaufähiges Talent“. Fotos: Werner Mutzel
    Benjamin Adelwarth, der neue Kreisvorsitzende des Bayerischen Landes-Sportverbandes, absolvierte in Babenhausen eine Reitstunde. Das linke Bild zeigt ihn auf Stute Emilia. Reitlehrerin Annegret Micheler (links) bescheinigte Adelwarth ein „ausbaufähiges Talent“. Fotos: Werner Mutzel Foto: Werner Mutzel

    Der Kreisvorsitzende des Bayerischen Landes-Sportverbandes macht eine Tour zu 44 Sportarten. Unsere Redaktion begleitet Benjamin Adelwarth dabei. Nun war Station vier an der Reihe: der Reitverein Babenhausen.

    Benjamin Adelwarth ist kein ängstlicher Mensch. Als in der Babenhausener Reithalle die für ihn gesattelte 13-jährige Stute Emilia vor ihm steht, kann er dennoch eine leichte Nervosität nicht verbergen. Mit ruhigen Worten nimmt Reitlehrerin Annegret Micheler ihrem Gast jedoch die Anspannung.

    Der BLSV-Kreisvorsitzende erweist sich als guter Schüler

    Der 39-jährige Adelwarth ist seit einem halben Jahr Kreisvorsitzender des Bayerischen Landessportverbandes (BLSV). Er will sämtliche Sportarten in seinem Kreispersönlich kennenlernen und damit die Vielseitigkeit des Angebots in der Region unterstreichen.

    An diesem Tag ist seine vierte Station an der Reihe – beim Reitverein in Babenhausen. Adelwarth absolviert eine komplette Reitstunde und zeigt sich anschließend „fasziniert vom Reitsport“. Schulpferd Emilia erweist sich als gutmütiges Pferd, der Reiter als gelehriger Schüler. Schritt, Trab und sogar Galopp werden mit zunehmender Freude an der Longe geritten.

    Sicherheit geht vor: Reitlehrerin Annegret Micheler legt Benjamin Adelwarth vor dessen ersten Reitversuchen den Reithelm an.
    Sicherheit geht vor: Reitlehrerin Annegret Micheler legt Benjamin Adelwarth vor dessen ersten Reitversuchen den Reithelm an. Foto: Werner Mutzel

    Reitlehrerin Annegret Micheler bescheinigt dem BLSV-Kreisvorsitzenden ein „ausbaufähiges Talent“ und gutes Taktgefühl. „Ich nutze den heutigen Tag, um den Vereinsvorstand, die Trainerin und den Schulbetrieb kennenzulernen“, sagt Adelwarth. In seinem Bezirk Memmingen-Unterallgäu sind 14 Reitvereine mit 1650 Mitgliedern aktiv.

    Der neue BLSV-Vorsitzende will während seiner Amtszeit alle angebotenen 44 Sportarten vor Ort kennenlernen, jeden Monat will er einen Besuch machen. Über Leichtathletik, Judound Kegelsport hat er sich bei Vereinen bereits näher informiert. Sein Programm ähnelt einem Marathonlauf, demnächst will er beim Golfclub in Ottobeuren Station machen. Jetzt widmet er sich aber ganz dem Reitsport. „Das Zusammenspiel zwischen Pferd und Reiter ist ein tolles Gefühl“, sagt Adelwarth, der sich als früherer Vorsitzender eines Fußballvereins und erfahrener Verbandsfunktionär der neuen Aufgabe im BLSV stellt.

    Georg von Frundsberg trainiert an seiner Seite

    Zur moralischen Unterstützung hat er einen guten Freund mitgebracht. Wolfgang Streitel wird in diesem Jahr die Rolle des Georg von Frundsberg beim Frundsbergfest in Mindelheim übernehmen. Beim Festumzug reitet er eine besondere Pferderasse namens Percheron. Das französische Kaltblut gilt als Kraftpaket, und Streitel will sicher auf seinem Vierbeiner sitzen. Deshalb nimmt er auch regelmäßig Reitstunden, schließlich trägt er beim Umzug eine Rüstung mit 35 Kilogramm Gewicht, welche die Beweglichkeit des Reiters einschränkt.

    Wolfgang Streitel (rechts) wird in diesem Jahr die Rolle des Georg von Frundsberg in Mindelheim übernehmen. Beim Festumzug will er sicher im Sattel sitzen. Deshalb nimmt er regelmäßig Reitstunden.
    Wolfgang Streitel (rechts) wird in diesem Jahr die Rolle des Georg von Frundsberg in Mindelheim übernehmen. Beim Festumzug will er sicher im Sattel sitzen. Deshalb nimmt er regelmäßig Reitstunden. Foto: Werner Mutzel

    Bereits vor seiner erfolgreichen Reitstunde informiert sich Adelwarth bei Thomas Bommel-Escher über die engagierte Arbeit des Babenhausener Reitvereins. Traditionell ist die Ausrichtung von Reitturnieren ein Magnet für Reiter und Besucher. Drei große Turniere wird der Verein in diesem Jahr organisieren und kann dabei auf die Mitarbeit seiner 246 Mitglieder zählen.

    Nachwuchsprobleme gebe es keine, im Gegenteil. Es gibt sogar eine Warteliste für die Aufnahme neuer Mitglieder. Bommel-Escher berichtet über die Einweihung des neuen Sandplatzes im Reitstadion im vergangenen Jahr und die Förderung der Vereinsarbeit durch treue Sponsoren, aber auch den BLSV. Im vergangenen Jahr blickte der Verein auf 65 Jahre seit seiner Gründung zurück. Seit jeher lege der Verein großen Wert auf die Förderung des Nachwuchses.

    Drei große Pferde und fünf Ponys stehen den Reitern zur Verfügung

    Drei große Schulpferde und ein Ponyclub mit fünf Pferden ermöglichen den jungen Reiterinnen und Reitern den Einstieg in den Reitsport. Bestes Beispiel für eine gelungene Förderung ist die 15-jährige Janina Heck, die als achtjähriges Mädchen im Ponyclub angefangen hat. Heute hat Janina mit ihrer eigenen Stute Mathilda bereits zwei A*-Springen gewonnen. Nahezu täglich kommt sie in den Reitstall, wobei sie glaubhaft versichert, dass die Schule darunter nicht leide.

    Die 15-jährige Janina Heck besucht nahezu täglich ihre Stute Mathilda. Die beiden haben bei Turnieren bereits zwei A-Springen gewonnen.
    Die 15-jährige Janina Heck besucht nahezu täglich ihre Stute Mathilda. Die beiden haben bei Turnieren bereits zwei A-Springen gewonnen. Foto: Werner Mutzel

    Ein eigenes Pferd zu haben, ist naturgemäß der Wunsch der jungen Reiterinnen und Reiter. „Für den Nachwuchs und die Eltern sind Reitstunden mit vereinseigenen Schulpferden oder eine Reitbeteiligung meist erschwinglich“, sagt Annegret Micheler, denn die Kosten für ein eigenes Pferd seien doch erheblich.

    Benjamin Adelwarth hört aufmerksam zu und nimmt zahlreiche Eindrücke aus Babenhausen mit. Der BLSV-Kreisvorsitzende fürchtet allerdings: „Morgen habe ich wohl einen Muskelkater!“

    Diskutieren Sie mit
    XXX 0 Kommentare
    hier kommen komentare rein
    Dieser Artikel kann nicht mehr kommentiert werden