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Senden: Pläne für Schulzentrum Senden kommen voran - doch es gibt Ärger

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Pläne für Schulzentrum Senden kommen voran - doch es gibt Ärger

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    Das Schulzentrum an der Lange Straße in seiner aktuellen Ansicht von oben. Rechts der Holsteinerstraße soll die neue Vierfach-Turnhalle hin.
    Das Schulzentrum an der Lange Straße in seiner aktuellen Ansicht von oben. Rechts der Holsteinerstraße soll die neue Vierfach-Turnhalle hin. Foto: Alexander Kaya

    Die Pläne für das Schulzentrum in Senden kommen weiter voran. Nun steht fest, wo die Nutzer der Vierfach-Turnhalle in Zukunft parken können. Zudem hat die Verwaltung einige Ideen rund um das Schulzentrum ins Auge gefasst, die in der jüngsten Sitzung des Stadtrats zur Sprache kamen. Grüne und Linke haben nun einen Antrag gestellt, das Gremium zukünftig früher und besser über derartige Überlegungen zu informieren.

    Die Parkplätze zur geplanten Vierfach-Turnhalle sollen nebenan entstehen. Die Turnhalle rückt damit an die Ecke Holsteinerstraße/Kellerweg, 55 Parkplätze entstehen westlich vom Gebäude. Diese Variante befürworteten Verwaltung und große Teile des Gremiums. Die Vorteile aus ihrer Sicht: Die Parkplätze liegen etwas abseits der Langen Straße, was weniger Verkehrschaos bedeutet, und bieten sich auch zum Parken bei Veranstaltungen im Schulzentrum an. Zudem können die Sportler bequem Geräte zur Halle transportieren. Es sei die sicherste Alternative, weil niemand die Straße queren müsse. Mit sechs Gegenstimmen von BiSS, Manuela Huber (Grüne), Xaver Merk (Linke) und Primus Schmid (CSU) wurde diese Variante beschlossen.

    Schulzentrum Senden: Die Parkplätze kommen neben die Halle

    In einer anderen Variante waren die Parkplätze schräg über die Kreuzung angesiedelt, an der Ecke Lange Straße/Grundweg. Eben an dieser Kreuzung kommt wie berichtet auch ein Kreisverkehr hin. Vor allem aus diesem Grund lehnte die Mehrheit im Rat dies als zu gefährlich ab. Die BiSS-Fraktion kämpfte im Gremium dennoch dafür. In der Holsteinerstraße herrsche schon jetzt viel Verkehr, dort sollten nicht noch mehr Parkplätze hin, argumentierte Yusuf Cinici. Bürgermeisterin Claudia Schäfer-Rudolf (CSU) hielt dagegen, dass auch jetzt Parkplätze an der bestehenden Dreifachhalle frequentiert werden. Das wohl alltagstauglichste Argument brachten Rainer Strobl (CSU) und Regina Rusch (SPD): Selbst wenn die Parkplätze am Grundweg liegen, parkt jedes Elternteil in der Holsteinerstraße, um seine Kinder zu Schule oder Sportunterricht zu bringen.

    In der Sitzung ging es zudem um die Sporthalle an sich. Um noch in diesem Herbst Förderanträge stellen zu können, muss die Planung schnell vorankommen. Dort wird nun ein spezielles Verfahren eingeleitet, in dem sich Firmen in einem Wettbewerb um das Projekt bewerben können. Durchführen wird das Verfahren die Firma Nps aus Ulm. Auf Nachfrage von Edwin Petruch (Freie Wähler), inwieweit die Stadt sich in die Planungen noch einbringen könne, antwortete Christina Högerl von Nps, dass die ausgewählte Firma am Ende "den Hut auf hat". Während der Verhandlungsgespräche ließen sich jedoch Wünsche einbringen, zudem gebe es einen Termin im Stadtrat, bei dem die Entwürfe und Angebote der Firmen bewertet werden.

    Neues pädagogisches Konzept an der Grundschule Senden

    Ähnlich schnell müsse es in Sachen Schule gehen. Auch dort nimmt das Unternehmen Nps das Verfahren in die Hand. Eine Gruppe von Planern soll Lösungsansätze entwickeln. Mitsamt einem pädagogischen Konzept werde dann ein Entwurf ausgearbeitet. Hier sei der Spielraum für Änderungen größer, so Högerl von Nps.

    Walter Gentner von der Stadtverwaltung sagte, es habe mit Vertretern der Engelhartschule, die mit der neuen Grundschule zusammenhängen soll, bereits Gespräche zum pädagogischen Konzept gegeben. Dieses bilde die Grundlage für die Räume im Schulgebäude. Demnach soll jeweils eine Klasse pro Jahrgang (beispielsweise 1a, 2a, 3a und 4a) in einer Art Lernwohnschaft zusammengefasst werden. Es gebe neben den Klassenzimmern einen gemeinsamen Marktplatz, der Lernen jenseits des Klassenraums ermögliche.

    Schulzentrum: Grüne und Linke fühlen sich nicht gut genug informiert

    Zudem soll eine Pausenhalle die Grundschule und das Zentralgebäude laut einer Vorlage der Verwaltung verbinden. Schule und Verbindungselement sollen Teil des ersten Bauabschnitts werden. Das Zentralgebäude kann erst folgen, wenn die neue Turnhalle steht und die alte abgerissen wurde. Helmut Meisel (Grüne) fragte in der Sitzung nach, warum man noch nie etwas von Verbindung und Pausenhalle gehört habe. Dies sei lediglich ein Plan, um die Mensa übergangsweise unterzubringen, bevor sie ins Zentralgebäude wandern könne, sagte Schäfer-Rudolf. Später könne der Gang als Forum genutzt werden, so Stadtbaumeister Jörn Marx. Der Rat stimmte beiden Verfahren zu, lediglich Manuela Huber (Grüne) war dagegen.

    Im Nachgang stellten Grüne und Xaver Merk (Linke) Anträge. Meisel bemängelte für die Grünen, dass es zu den weiteren Vorplanungen keine Vorinformation für die Stadträte gab. In der kommenden Sitzung des Bauausschusses am 16. März erwarte man einen Sachstandsbericht zur Schule. Dieser solle die Überlegungen zum Raumprogramm sowie die geplante Verwaltung der Schule enthalten. Bislang sei alles ein planerischer Flickenteppich, also "Patchwork statt ganzheitlicher Städteplanung". Auch Merk bemängelte, dass von einem Verbindungsbau nie die Rede gewesen sei. "Bei jeder Sitzung gibt es von der Verwaltung andere oder neue Aussagen, ohne dass darüber diskutiert und gesprochen wurde." Im Bauausschuss möchte er eine aktuelle Gesamtplanung rund um Verkehr und Gebäude sehen.

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