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Kommentar: Darum tun die Sedelhöfe der Stadt Ulm gut

Kommentar

Darum tun die Sedelhöfe der Stadt Ulm gut

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    Die Sedelhöfe, Ulms nagelneue Mitte unweit des Bahnhofs.
    Die Sedelhöfe, Ulms nagelneue Mitte unweit des Bahnhofs. Foto: Alexander Kaya

    heo@nuz.de

    Die gesamte Region ist diese Woche attraktiver geworden: Die neue Passage vom Hauptbahnhof bis zu den Sedelhöfen – dem neuen Auftakt oder auch Endpunkt der Fußgängerzone – ist ein würdiges Eingangs-/Ausgangstor für Ulm, das unumstrittene Zentrum. Nicht unerheblich: 40.000 Menschen am Tag passieren schließlich den Ulmer Hauptbahnhof, der allerdings noch dieser Entwicklung hinterherhinkt.

    Doch die Sedelhöfe bringen der Doppelstadt ein Stück bessere Zukunft: Wohnungen, Möglichkeiten für Firmen Arbeitsplätze zu schaffen und Geschäfte, die die Innenstadt beleben. Zum Glück hat sich der erste Investor MAB vor Jahren zurückgezogen, bevor die Pläne Realität wurden. Ein abgeschlossenes Einkaufszentrum an diesem Ulmer Knotenpunkt am Hauptbahnhof hätte der Stadt geschadet. Wie ein Fremdkörper hätte die Konsum-Welt sich von ihrem Umfeld abgeschottet.

    Das genaue Gegenteil bewirken die nun real existierenden Sedelhöfe: Das Viertel erweitert die Fußgängerzone auf logische Art und Weise. Der Albert-Einsein-Platz ist ein Platz in bestem europäischen Sinne – mit Anwohnern, Gastronomie und unter freiem Himmel. Das Ostern kommenden Jahres eröffnende Hotel am Bahnhofplatz 7 wird weiter für eine Belebung sorgen. Dass Zalando Lounge und womöglich auch TK Maxx mit ihren Rabattschlachten den etablierten Geschäften Angst einjagen, ist klar. Aber in Zeiten von Onlinehandel und Corona-Beschränkungen eröffnen halt nur die Ketten mit den besten Erfolgsaussichten. Abgestimmt wird an der Kasse. Und wenn‘s gar nicht läuft: Die Sedelhöfe sind zum Glück baulich flexibel und nicht komplett auf Einzelhandel ausgelegt.

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