Die Stiftung „Naturerbe Donau“ widmet sich dem Schutz der Auwälder und dem Artenreichtum am Fluss. „Und der Blick richtet sich auf die ganze Donau von der Quelle bis zur Mündung“, darauf legen die Gründer Dr. Maja Gräfin Du Moulin und Dieter Graf von Brühl Wert.
Den grenzüberschreitenden Gedanken betonen die Stiftungspreise, die alle zwei Jahre vergeben werden. Die ersten drei Auszeichnungen gehen an drei Naturschutzprojekte in Österreich, Serbien und der Slowakei, drei weitere Preisträger will der Stiftungsvorstand heuer benennen. Die Preisverleihung ist angesichts der Pandemie auf 2022 verschoben worden. Eigentlich sollte der Festakt kommende Woche in Schloss Grünau mit Umweltminister Thorsten Glauber und seiner österreichischen Kollegin Leonore Gewessler stattfinden.
Schutz der Auwälder - nicht nur in Neuburg
„Unser Einsatz geht weiter“, sagt Dieter Graf von Brühl, „wir kämpfen für die Auen, ihre Tier- und Pflanzenarten, das Wild und die Fischwelt.“ Mit den Preisen will die 2016 gegründete Stiftung Menschen und Verbände mit der gleichen Zielsetzung ehren und motivieren. Der erste Preis ist immerhin mit 15.000 Euro dotiert.
Die Stiftung hat 100 Hektar Auwald an der Donau bei Bertoldsheim in das „Bayerische Vertragsnaturschutzprogramm Wald“ eingebracht. Sie lässt Eichen auf Ackerland pflanzen und will weitere zehn Hektar aus der Bewirtschaftung nehmen. Der Auwald sei unersetzlich und wenn man - nach den Donauregulierungen der vergangenen Jahrhunderte - ernsthaft an Renaturierung gehe, dann müsse man auch das Wissen über diesen Naturbereich schärfen. Deshalb kooperiert die Stiftung mit dem Aueninstitut Grünau der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt. Sie unterstützt zum Beispiel die Kartierung der Auenfauna, Molluskenforschung und Erfassung von Pilzsystemen. Sie fördert die Wissenschaft und nimmt auch selbst Förderbeiträge entgegen.
Neuburger Auenzentrum hat wieder geöffnet
Auch das Auenzentrum in Grünau soll jetzt wieder in Schwung kommen, sagt Siegfried Geißler, Naturschutzbeauftragter des Landkreises Neuburg-Schrobenhausen. Während des Lockdowns war geschlossen, Interessenten konnten Videos über Internet abrufen. Jetzt ist das Auenzentrum wieder geöffnet und wartet ab 1. August mit einer Sonderausstellung über den Donau-Kammmolch auf.
Eine Sonderaktion haben sich auch die Stiftungsgründer einfallen lassen. Am kommenden Samstag, 3. Juli, verschenken sie ab 16 Uhr in Schloss Grünau 250 Vogelhäuschen, die in der JVA Niederschönenfeld öko-gerecht gefertigt worden sind. Demnächst soll eine weitere fledermausgerechte Auflage dazukommen.
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