Rennertshofen: Heimberggruppe: Deshalb muss das Trinkwasser wieder gechlort werden
Rennertshofen
Heimberggruppe: Deshalb muss das Trinkwasser wieder gechlort werden
Wegen "minimalster Verunreinigungen" muss das Trinkwasser der Heimberggruppe wieder gechlort werden. Das teilt der Bergheimer Bürgermeister Tobias Gensberger mit. Welche Gemeinden in Neuburg-Schrobenhausen sind betroffen?
11.09.20 - aktualisiert:
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Das Trinkwasser der Heimberggruppe muss in den kommenden Wochen gechlort werden.Foto: Julian Leitenstorfer Photographie (Symbolbild)
Weil bei jüngsten Proben wieder Keime gefunden wurden, muss das Trinkwasser in einigen Gemeinden des Landkreises Neuburg-Schrobenhausen gechlort werden. Das teilen der Zweckverband zur Wasserversorgung der Heimberggruppe mit Sitz in Rennertshofen und Bergheims Bürgermeister Tobias Gensberger mit. Zwar handle es sich um zwei "minimalste Verunreinigungen", heißt es in einer Mitteilung des Zweckverbands. Trotzdem hat das Gesundheitsamt für das Versorgungsgebiet eine Chlorempfehlung herausgegeben.
Keime im Trinkwasser der Heimberggruppe: Wen betrifft die Chlorung?
Die Chlorung betrifft den weiteren Angaben zufolge diese Ortschaften: Die Gemeinde Rennertshofen mit den Ortsteilen Ammerfeld, Asbrunn, Bertoldsheim, Ellenbrunn, Erlbach, Hatzenhofen, Hütting, Kienberg, Mauern, Riedensheim, Rohrbach, Stepperg, Treidelheim und Trugenhofen. Die Stadt Neuburg mit den Stadtteilen Bergen und Joshofen. Die Gemeinde Bergheim mit den Ortsteilen Attenfeld und Unterstall und die Gemeinde Marxheim mit dem Ortsteil Burgmannshofen.
Wie der Zweckverband berichtet, muss das Trinkwasser in den betroffenen Gemeinden mindestens in den nächsten vier Wochen gechlort werden, um so das Netz erneut zu desinfizieren. Danach finde wieder ein "enges Monitoring" statt, heißt es, um weiter nach den Ursachen der Verunreinigung zu suchen. "Es ist nicht auszuschließen, dass diese Prozedur in den kommenden Monaten mehrmals wiederholt werden muss."
Die Chlorung und die umfangreichen Beprobungen zur Suche der Ursachen belasten den Wasserzweckverband finanziell stark und es ist daher davon auszugehen, dass bei der nächsten Gebührenkalkulation der Wasserpreis ansteigt. Mittel- bis langfristig wird der Zweckverband wohl nicht um eine Generalsanierung herumkommen. Derzeit arbeiten die Verantwortlichen mit Hochdruck daran, die Ursache für die Verkeimung zu finden.
Chlorung des Trinkwassers der Heimberggruppe: Grenzüberschreitungen sind nur minimal
Was nicht leicht ist, da es sich nur um minimale Grenzwertüberschreitungen handelt. "Wir hoffen, Risse oder Ähnliches zu finden, die man schließen könnte", sagte Tobias Gensberger bereits vor einigen Wochen.
Der Blick in die gereinigte Kammer des Hochbehälters der Heimberggruppe zeigt, dass die Anlage in die Jahre gekommen ist.Foto: Andrea Hammerl (Archiv)
Er hatte damals angeordnet, vorsorglich auch die Fliegengitter auszutauschen. Denn von Art und Menge des zu diesem Zeitpunkt gefundenen coliformen Keims her könnte es sich durchaus um eine Verunreinigung durch Fliegen handeln. (nr)