Westpark-Ingolstadt: Heizkostenstreit endet mit außergerichtlicher Einigung
Ingolstadt
Nach Millionen-Forderung: Mieter und Westpark-Betreiber haben sich geeinigt
2022 sind zahlreiche Mieter im Ingolstädter Westpark von Heizkostennachzahlungen mit teils enorm hohen Summen überrascht worden. Jetzt gab es eine Einigung.
1,5 Millionen Euro, zahlbar innerhalb weniger Wochen: Die Heizkostennachforderungen, die der Westpark im Jahr 2022 seinen Mietern gestellt hatte, gingen teils sogar in die Millionenbeträge.Foto: Luzia Grasser
Vor fast vier Jahren hatte es einen ziemlichen Aufruhr unter aktuellen und ehemaligen Mietern des Ingolstädter Westparks gegeben. Damals war den Geschäftsleuten ohne Vorankündigung ein Schreiben in den Briefkasten geflattert, das es in sich hatte. Sie sollten Nachzahlungen leisten für die Heizkosten der vergangenen 20 Jahre - und das innerhalb weniger Wochen. Dabei handelte es sich um teils enorme Summen.
Ein Westpark-Mieter sollte mehr als 1,5 Millionen Euro für Heizkosten zahlen
Die Verantwortlichen des Westparks hatten bereits Anfang Oktober 2022, nur wenige Wochen später, angekündigt, individuelle Gespräche mit den betroffenen Mieterinnen und Mietern führen zu wollen, „um gemeinsam Lösungen für die Heizkostenabrechnung zu erarbeiten“, wie es damals hieß. Diese Gespräche sind inzwischen abgeschlossen, wie ein Sprecher von Edeka bestätigte. Eine Tochter des Konzerns mit Sitz in Gaimersheim betreibt das Einkaufszentrum im Ingolstädter Westen.
Weitere Informationen dazu gab es nicht. Nur so viel: Die Einigungen zwischen dem Westpark-Management und den Händlern seien „einvernehmlich“ gewesen, in keinem einzigen Fall musste ein Gericht ein Urteil sprechen.
Zwischen dem Westpark und seinen Mietern gab es eine außergerichtliche Einigung
Einige der Mieter hatten sich einen Anwalt genommen, letztendlich gingen die gesamten Verhandlungen in den vergangenen Jahren aber außergerichtlich vonstatten. Im Gegensatz zu privaten Mietverträgen gelten unter Geschäftspartnern andere Verjährungsfristen. So können Forderungen mitunter auch nach 20 Jahren noch rechtens sein.
Der damalige Centermanager hatte davon gesprochen, dass es „mehrere Gründe“ für die späten Nachforderungen gegeben habe. Unter anderem einen Wechsel bei dem für die Abrechnung zuständigen Dienstleister.
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