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Nördlingen: Parfümerie Finck schließt einen Standort in Nördlingen

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Parfümerie Finck schließt einen Standort in Nördlingen

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    Die Inhaberin der Parfümerie Finck, Andrea Kunzmann, muss aus wirtschaftlichen und personellen Gründen die Filiale in der Löpsinger Straße schließen.
    Die Inhaberin der Parfümerie Finck, Andrea Kunzmann, muss aus wirtschaftlichen und personellen Gründen die Filiale in der Löpsinger Straße schließen. Foto: Matthias Link

    Die Parfümerie Finck schließt ihren Standort in der Löpsinger Straße in Nördlingen zum nächsten Marktsonntag am 23. Oktober. Inhaberin Andrea Kunzmann sagt, dass die wirtschaftliche und personelle Situation sie zu diesem Schritt veranlassten. Während der Pandemie suchten die Kunden die Filiale seltener auf. Hinzu kommen die gestiegenen Gas-Heizkosten für das ganze Haus, das Kunzmann gemietet hat. Drei ihrer Verkäuferinnen schieden zudem aus unterschiedlichen Gründen aus, und es sei nicht leicht, Einzelhandelskauffrauen zu finden.

    Insgesamt betreibt Kunzmann derzeit neun Parfümerien, neben Nördlingen auch in Augsburg, Landsberg am Lech, Schwabmünchen, Ingolstadt, Erding, Unterschleißheim und Neuötting. In den größeren Städten sei es leichter, Personal zu finden, sagt sie. Der zweite Standort in der Nördlinger Fußgängerzone – mit der besseren Lage – bleibt erhalten. Dort wird das Markensortiment vergrößert und die Filiale umgebaut. Vier Wochen ist das Geschäft deshalb geschlossen. Das Personal aus der Löpsinger Straße wird weiterbeschäftigt; die Verkäuferinnen verstärken das Team in der Fußgängerzone und die Kosmetikerinnen führen ihre Behandlungen ab Dezember 2022 in neuen Räumen nahe dem Löpsinger Tor fort. Auch das 350 Quadratmeter große Lager bleibt erhalten, von dort aus wird das Filialnetz mit Waren beliefert. Der zentrale Einkauf wird ebenso in Nördlingen erledigt, das Büro zieht in das Nachbarhaus um, wo bisher die Zeitarbeitsfirma Randstad war.

    Geschäft von Uschi Finck übernommen

    1999 übernahm Andrea Kunzmann das Geschäft von Uschi Finck. Wenn sie auf die vergangenen 23 Jahre zurückschaut, fällt ihr als Erstes das gute Verhältnis zur Kundschaft ein. Viele Kundinnen und Kunden kannten Uschi Finck persönlich, weshalb Kunzmann den Namen der Parfümerie übernahm. Uschi Finck hatte 1972 mit ihrem Mann Heiner die vorherige Drogerie in eine Parfümerie umgestaltet. Sie habe zu ihren engsten Freundinnen gehört, erzählt Andrea Kunzmann, und als Angestellte habe Uschi Finck bis zuletzt in der Parfümerie mitgearbeitet, bis sie 2018 verstarb.

    Andrea Kunzmann spürt die Konkurrenz durch den vergrößerten Drogeriemarkt Müller deutlich und auch der Online-Handel setzt den Parfümerien zu. Die Unternehmerin blickt dennoch optimistisch in die Zukunft: Neben den Online-Kunden werde es auch weiterhin die Kundinnen geben, die die Beratung, das Persönliche und auch die Geschäftswelt wieder wollten, davon ist sie überzeugt. Denn wenn der Einzelhandel wegbricht, stürben die Innenstädte aus, sagt sie.

    Stimmung bei Händlern ist angespannt

    Susanne Vierkorn, Geschäftsstellenleiterin des Nördlinger Stadtmarketingvereins, bedauert die Schließung der Parfümerie-Filiale sehr. Die Probleme bei den Energiekosten und der Personalgewinnung beträfen die Einzelhändler insgesamt, sagt Vierkorn. Insgesamt sei die Stimmung angespannt und die Lockerheit der Vor-Corona-Jahre nicht da. Der Stadtmarketingverein mache sich derzeit viele Gedanken, wie der Handel unterstützt werden könne. Mit Blick auf das Weihnachtsgeschäft hofft Vierkorn, dass sich die Krisenstimmung beruhigt.

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