Am Sonntag ist in einer Bar in Herford in Nordrhein-Westfalen ein Feuer ausgebrochen. Die Innenstadt ist weiträumig abgesperrt und ein Großaufgebot von Polizei und Rettungskräften vor Ort. Mehrere Medien berichteten von einem möglichen Brandanschlag in der Stadt im Nordosten von NRW in der Nähe von Bielefeld.
Nach aktuellem Stand hörten Anwohnerinnen und Anwohner der Bar „Stevia“ in der Herforder Innenstadt um kurz nach 11 Uhr mindestens eine laute Explosion. Wie die Polizei in der Zwischenzeit laut der Zeitung Bild bestätigte, sei danach ein deutlicher Benzin-Geruch wahrnehmbar gewesen. Der Befund erhöhe die Wahrscheinlichkeit, dass das Feuer vorsätzlich verursacht wurde. Zudem hätten Zeuginnen und Zeugen einen Mann beobachtet, der sich kurz nach den Detonationen von der Kneipe entfernte. Die Polizei fahndet großflächig. Um Hinweise wird gebeten.
Brand in Herford: Polizei sieht keine Hinweise auf Terroranschlag
Zur Unterstützung der Ermittlungen befanden sich ein Team des SEK und ein Hubschrauber der Polizei vor Ort. Ob das Feuer tatsächlich durch Explosionen ausgelöst wurde, könne noch nicht gesagt werden, sagte eine Sprecherin der Polizei Bielefeld gegenüber der Deutschen Presse-Agentur (dpa). Demnach meldete die Polizei am Sonntagabend, dass bisher keine Hinweise auf einen Terroranschlag oder ein politisches Motiv vorliegen. Zunächst hatten die Beamtinnen und Beamten in alle Richtungen ermittelt.
Die Zeitung Westfalen-Blatt schrieb von insgesamt 120 Einsatzkräften, die den Brand löschten. Das Technische Hilfswerk und die Feuerwehr seien an den Arbeiten beteiligt gewesen. Einwohnerinnen und Einwohner wurden in Sicherheit gebracht und sollten die Herforder Innenstadt meiden. Verletzt wurde nach bisherigem Kenntnisstand niemand. Das Gebäude, in dem die Bar untergebracht war, sei jedoch vollständig zerstört. Am Nachmittag konnte der Brand größtenteils gelöscht werden. (mit dpa)
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