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Haifische in Tirol? Diese Gefahr versteckt sich als „Sharks“ unter der Schneedecke

Tirol

Haifische in Tirol? Diese Gefahr versteckt sich als „Sharks“ unter der Schneedecke

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    „Hai-Alarm“: Ski- und Snowboardfahrer sollten von der Gefahr unterhalb der Schneedecke wissen.
    „Hai-Alarm“: Ski- und Snowboardfahrer sollten von der Gefahr unterhalb der Schneedecke wissen. Foto: mma23, stock.adobe.com (Symbolbild)

    Die Vorstellung, dass Haifische in den Tiroler Alpen unterwegs sind, klingt zunächst wie ein Scherz. Doch es gibt eine nicht ganz so unrealistische Gefahr, die sich unter der Schneedecke verbirgt – und sie wird auch als „Sharks“ bezeichnet. Was sich dahinter verbirgt, warum sie so gefährlich sind und was Winterfans in den Tiroler Bergen machen können, um sich zu schützen.

    Tirol: Was sind „Sharks“ unter der Schneedecke?

    Die österreichische Tageszeitung Kronen Zeitung berichtete in der letzten Novemberwoche 2025 von einer dürftigen Schneelage in Tirol, wodurch die „Sharks“ weitverbreitet sind – und gefährlicher als Lawinen. Worum handelt es sich genau?

    Die „Sharks“, also „Haifische“, sind in diesem Kontext natürlich keine Meeresbewohner. Aber besonders für Skifahrer und Snowboarder kann dieser unsichtbare Feind zu ernsthaften Verletzungen führen. Laut dem Freeride-Lexikon des Stubaital-Portals sind „Sharks“ die „Haie der Alpen“ und werden als „Steine, die nur zum Teil aus der Schneeoberfläche ragen oder ein wenig eingeschneit sind“, definiert.

    Auch das Outdoor- und Berg-Portal bergwelten.com klärt über den ungewöhnlichen Namen auf. Demnach bezeichnen Freerider – also Skifahrer oder Snowboarder, die abseits der präparierten Pisten im freien Gelände fahren – so Felsen, die wie eine Rückenflosse aus dem Schnee herausschauen oder knapp darunter versteckt sind. Das Phänomen tritt vor allem im Frühwinter beziehungsweise bei geringer Schneedecke auf – vorwiegend in Gebieten, die nicht regelmäßig präpariert werden. Dadurch können die spitzen, teils scharfkantigen Steine für unvorsichtige Wintersportler, die abseits der Pisten fahren, zu einer echten Gefahr werden.

    Vorsicht geboten für Wintersportler: Warum sind diese Steine so gefährlich?

    Obwohl es keine echten Haifische sind, ist die Gefahr durch „Sharks“ vergleichbar mit der eines unerwarteten Angriffs. Nicht nur ist die Sturzgefahr erhöht, sondern auch die Konsequenzen sind ernster, wenn anstelle der weichen Schneedecke ein Untergrund aus Steinen, Baumstümpfen und Co. wartet. Patrick Nairz, Leiter des Tiroler Lawinenwarndiensts, warnt gegenüber der Kronen Zeitung vor dem Szenario, im Zuge eines Sturzes auf einen „Shark“ aufzuprallen, möglicherweise mit dem Kopf, was unvorhergesehene Folgen nach sich ziehen könne.

    Laut bergwelten.com besteht eine weitere Gefahr darin, durch einen Sturz von der (Kunst-)Schneepiste in unverschneites Gelände zu rutschen oder zu stürzen, wobei man sich massiv verletzen kann. Freeride-Profi Eva Walkner berichtete gegenüber dem Magazin Sport Aktiv von einem Unfall, bei dem sie von einem „Schwarm Haie“ in die Zange genommen wurde: Erst wurde sie von einem „Hai“ brutal gestoppt, dann prallte sie auf weitere Felsen. Die Folge: Die Österreicherin brach sich fünf Rippen, eine durchbohrte sogar die Lunge.

    Auch die Bergwacht Bayern berichtet regelmäßig von ernsthaften Unfällen aufgrund geringer Schneelage. So kam es im Winter 2023 im Skigebiet von Reit im Winkl Winklmoosalm/Steinplatte, das sich auf Bayern und Tirol aufteilt, zu einem tragischen Unfall: Zwei 17-Jährige gerieten abseits der gesicherten Piste in felsdurchsetztes Wiesengelände und verunglückten tödlich.

    Snowboard und Skifahren in Tirol: Was kann man tun, um sich zu schützen?

    Prävention und Vorsicht stehen im Vordergrund, wenn es um den Schutz vor den „Haifischen“ unter der Schneedecke geht. Ski- und Snowboardfahrer sollten immer gut ausgerüstet und vorbereitet in die Berge gehen. Dazu gehört nicht nur die richtige Sicherheitsausrüstung, sondern auch das Wissen über die Gefahr von Steinen und anderen Hindernissen unter der Schneedecke – besonders zu Beginn der Wintersaison oder im Frühjahr, wenn der Schnee mäßig ist.

    Bergwelten.com empfiehlt defensives und kontrolliertes Abfahren. Zur Schutzausrüstung sollten ein Helm und eine Skibrille gehören. Das Portal warnt aber zugleich, dass jede Ausrüstung kaum vor Verletzungen im Gesichtsbereich schützen kann, weshalb man am besten grundsätzlich vorsichtig fahren sollte, um Stürze zu vermeiden. Zusätzlich empfiehlt es sich, auf markierten Pisten und Wegen zu bleiben, um nicht versehentlich in ungesicherte Gebirgslagen zu geraten.

    Laut der Kronen Zeitung gibt es immerhin für Tirol gute Nachrichten: Es wird mit Schneefällen im weiteren Verlauf der Woche gerechnet, „in den Tiroler Bergen bis zu 40 Zentimeter Neuschnee“ laut Patrick Nairz. Dadurch könne die „Shark“-Gefahr etwas geschmälert, wenn auch nicht komplett gebannt werden.

    Übrigens: In einem beliebten Skigebiet in Tirol ist Après-Ski nur noch bedingt möglich. Die Gemeinde Sölden verordnet ein Alkoholverbot in einer bestimmten Zone entlang der Dorfstraße und greift mit hohen Strafen bis zu 2000 Euro bei Verstößen durch.

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