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Nach Louvre-Raub: Die spektakulärsten Museumsdiebstähle

Kriminalität

Nach dem Louvre-Raub: Das sind die spektakulärsten Museumsdiebstähle

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    Durch dieses Fenster drangen die Juwelenräuber am Sonntag in den Louvre ein.
    Durch dieses Fenster drangen die Juwelenräuber am Sonntag in den Louvre ein. Foto: Julien De Rosa, AFP/dpa

    Eines der berühmtesten Museen der Welt, die französischen Kronjuwelen, ein Lastenlift, eine Kaiserinnen-Krone, die beschädigt nahe des Tatorts gefunden wird, und in wenigen Minuten ist alles vorüber: Der spektakuläre Einbruch in den Louvre am Sonntag erinnert viele an sogenannte Heist-Movies, an Filme wie „Ocean’s Eleven“. Am Dienstag fehlt von den vier mutmaßlichen Tätern weiter jede Spur, ebenso von den acht Schmuckstücken, die einen unschätzbaren kulturellen und einen enormen materiellen Wert haben. Völlig ungewiss, ob die mit Edelsteinen übersäten Diademe, Halsketten, Broschen und Ohrringe nicht längst zerlegt wurden, um sie zu Geld machen zu können.

    Dieser Coup hat schon jetzt Geschichte geschrieben – wie diese aufsehenerregenden Museumsdiebstähle:

    Die „Mona Lisa“ von Leonardo da Vinci ist die Attraktion des Louvre. Das Gemälde wurde 1911 aus dem Museum gestohlen.
    Die „Mona Lisa“ von Leonardo da Vinci ist die Attraktion des Louvre. Das Gemälde wurde 1911 aus dem Museum gestohlen. Foto: Epa/Archives
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    Mona-Lisa-Diebstahl

    Es ist ein merkwürdiger Zufall, dass in diesem Oktober ausgerechnet der hundertste Todestag von Vincenzo Peruggia ist. Der Italiener, der sich in Frankreich als Handwerker und Gauner verdingte, hatte als Glaser im Louvre gearbeitet. Am 21. August 1911 betrat er das Museum durch den Angestellten-Eingang, nahm die „Mona Lisa“ aus ihrem Rahmen und verbarg sie unter seinem weißen Kittel. Erst nach 24 Stunden fiel der Raub eines der heute bekanntesten Gemälde der Welt auf. Zwei Jahre danach wollte Peruggia es in Florenz einem Kunsthändler verkaufen – und wurde verhaftet. In Italien aber wurde er gefeiert. Immerhin hatte er das Werk Leonardo da Vincis in dessen und seine Heimat zurückgebracht.

    Der Goldschatz des Kelten- und Römermuseums in Manching bei Ingolstadt, wie er bis 2022 dort ausgestellt war.
    Der Goldschatz des Kelten- und Römermuseums in Manching bei Ingolstadt, wie er bis 2022 dort ausgestellt war. Foto: Frank Mächler, dpa
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    Manchinger Goldschatz

    Im Jahr 2022 wurden bei einem Einbruch in das Kelten- und Römermuseum in der oberbayerischen Marktgemeinde 483 keltische Goldmünzen sowie ein Goldgusskuchen entwendet. Im Juli endete der Prozess am Landgericht Ingolstadt mit Freiheitsstrafen von bis zu elf Jahren. Einer der vier Angeklagten wurde freigesprochen, wegen anderer Taten der Bande aber verurteilt. Die meisten der Münzen aus der Zeit um 100 vor Christus blieben verschwunden, andere wurden eingeschmolzen. Der Handelswert wurde auf mindestens 1,5 Millionen Euro geschätzt.

    Eines der in Dresden geraubten Schmuckstücke. Das Foto gab damals die Polizeidirektion heraus.
    Eines der in Dresden geraubten Schmuckstücke. Das Foto gab damals die Polizeidirektion heraus. Foto: Grünes Gewölbe, Polizeidirektion Dresden/dpa
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    Dresdner Juwelendiebstahl

    Es war der 25. November 2019, als das Historische Grüne Gewölbe des Residenzschlosses Dresden Ort eines filmreifen Einbruchs wurde. Verurteilt dafür wurden 2023 fünf Mitglieder des arabischstämmigen Remmo-Clans aus Berlin. Sie stahlen 21 Schmuckstücke aus Diamanten und Brillanten im Schätzwert von mindestens 116 Millionen Euro; der Schaden, den sie zusätzlich verursachten, ging in die Millionenhöhe. Das Tatgeschehen wurde vor Gericht so rekonstruiert: Kurz vor 5 Uhr drangen die Einbrecher über ein Fenster in den Pretiosensaal, dann schlugen sie mit einer Axt in weniger als einer Minute das Sicherheitsglas einer Vitrine im Juwelenzimmer ein und rissen den Schmuck heraus. Sekunden vor Eintreffen der Polizei gelang ihnen die Flucht. Später gaben die Täter selbst einen Großteil der Beute zurück – von drei bedeutenden Objekten fehlt weiter jede Spur.

    Die 100 Kilogramm schwere Goldmünze „Big Maple Leaf“ wurde gestohlen.
    Die 100 Kilogramm schwere Goldmünze „Big Maple Leaf“ wurde gestohlen. Foto: Marcel Mettelsiefen, dpa
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    Goldmünze aus dem Bode-Museum

    2017, in der Nacht auf den 27. März, stahlen Täter aus dem Berliner Bode-Museum eine 100 Kilogramm schwere Goldmünze im Wert von mehreren Millionen Euro, die „Big Maple Leaf“. Sie soll zerstückelt oder eingeschmolzen und verkauft worden sein. Die Spuren führten zum Remmo-Clan, von dem zwei Mitglieder verurteilt wurden.

    Eine Version des Munch-Gemäldes „Der Schrei“ – 2003 in einer Ausstellung in der Albertina in Wien.
    Eine Version des Munch-Gemäldes „Der Schrei“ – 2003 in einer Ausstellung in der Albertina in Wien. Foto: Hans Klaus Techt, APA/dpa
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    „Der Schrei“-Klau

    Edvard Munchs Bedeutung für Norwegen ist kaum zu überschätzen, und sein Gemälde „Der Schrei“ ist nicht nur weltbekannt, es gilt als Ikone der modernen Kunst. Am 22. August 2004 wurden die Tempera-Version des Werks aus dem Jahr 1910 und eine Version des ebenfalls weltbekannten Munch-Gemäldes „Madonna“ von Maskierten während des laufenden Museumsbetriebs geraubt. Fast genau zwei Jahre danach stellte die Polizei die Werke bei einer Razzia sicher. „Der Schrei“, erklärte das Munch-Museum, sei vor allem durch Feuchtigkeit beschädigt und nicht mehr vollständig restaurierbar.

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