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Spanisches Königshaus: Wie Leonor zur coolsten Prinzessin Europas wurde

Spanisches Königshaus

Königliche Pilotin: Wie Leonor zur coolsten Prinzessin Europas wurde

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    Startklar: Prinzessin Leonor vor ihrem Jungfernflug im Cockpit.
    Startklar: Prinzessin Leonor vor ihrem Jungfernflug im Cockpit. Foto: Königshaus

    Pünktlich zu Weihnachten hat sich Spaniens Prinzessin Leonor ihr schönstes Geschenk selbst gemacht – und das in luftigen Höhen: Die 20-Jährige absolvierte ihren ersten Solo-Flug als Pilotin des spanischen Militärs. Nach monatelangem Training an der traditionsreichen Luftwaffenakademie im südspanischen Ort San Javier in der Region Murcia saß Leonor nun erstmals allein am Steuerknüppel und ging ohne Begleitung in die Lüfte – ein Meilenstein in ihrer umfangreichen militärischen Ausbildung, die sie bereits vor zweieinhalb Jahren beim Heer begann.

    Als Schulflugzeug diente eine in der Schweiz gebaute Maschine vom Typ Pilatus PC-21, ein hochmoderner und robuster Trainingsapparat, der weltweit gerne für die Flugausbildung eingesetzt wird. Nach dem aufregenden Jungfernflug, den Leonor schon nach knapp vier Monaten Ausbildung bewältigte, kann Spaniens populäre Thronfolgerin nun entspannt ihre Weihnachtsferien genießen. Bis zum Dreikönigstag am 6. Januar wird sie Zeit mit ihren Eltern, König Felipe und Königin Letizia, verbringen.

    Nach der Landung empfangen Leonors Kameradinnen und Kameraden sie mit Beifall

    Nach dem ersten Alleinflug, „la suelta“ im spanischen Pilotenjargon, wurde Leonor auf der Landepiste von ihren Kameradinnen und Kameraden mit Beifall begrüßt. In der Luftwaffenakademie wird sie demnächst auch lernen, Kampfjets und Hubschrauber zu fliegen. Zudem gehören militärische Strategie, Luftkampftaktik und der Einsatz von Drohnen zum Ausbildungsprogramm. Auch ein Überlebenstraining nach einem möglichen Absturz über Land und über dem Meer muss sie durchlaufen.

    Mit ihrer Militärausbildung, die Leonor als 17-Jährige im Sommer 2023 begann, wird die älteste Königstochter auf ihre künftige Rolle als Staatsoberhaupt vorbereitet. Ihr erstes Militärjahr verbrachte sie bei den Landstreitkräften, das zweite Jahr bei der Marine. Im Sommer 2025 begann sie schließlich ihre Schulung bei der Luftwaffe, bei der sie noch bis Mitte 2026 Dienst tut. Als Königin wird Leonor nicht nur oberste Repräsentantin ihres Landes sein, sondern auch Befehlshaberin der Armee. Derzeit fällt diese Rolle noch Leonors 57 Jahre altem Vater Felipe zu.

    Die spanische Prinzessin Leonor wurde an der Allgemeinen Luft- und Raumfahrtakademie in San Javier ausgebildet.
    Die spanische Prinzessin Leonor wurde an der Allgemeinen Luft- und Raumfahrtakademie in San Javier ausgebildet. Foto: Casa De S.M. El Rey/EUROPA PRESS

    „Ich bin mir darüber bewusst, was meine Pflicht ist“, sagte Leonor, als sie ihren Entschluss bekannt gab, nach dem Abitur erstmal einen harten Drill beim Militär zu durchlaufen. Das hat ihr in Spanien viel Applaus eingebracht und ihre Beliebtheit vor allem in der jungen Generation deutlich gesteigert. Laut einer aktuellen Umfrage vertraut eine überwältigende Mehrheit der unter 30-Jährigen darauf, dass Leonor einmal eine gute Königin abgeben wird. Das sind Traumwerte, wenn man bedenkt, dass ihr Großvater Juan Carlos, heute König im Ruhestand, die Monarchie durch eine Serie von Skandalen an den Rand des Abgrunds gesteuert hatte.

    Prinzessin Leonor gehört heute, zusammen mit ihrem Vater Felipe, zu den beliebtesten Repräsentanten des spanischen Königshauses. Felipe war 2014 König geworden, nachdem Juan Carlos wegen seines ziemlich unköniglichen Benehmens abdanken musste. Auch Königin Letizia, die bürgerlicher Herkunft ist, schneidet in den Umfragen gut ab. Letizia, eine frühere Fernsehjournalistin, wird angerechnet, dass sie frischen Wind in das unter Juan Carlos verstaubte Königshaus brachte und der spanischen Monarchie ein deutlich moderneres Image verpasste.

    Im Sommer wird Prinzessin Leonor ihre militärische Offiziersausbildung abschließen

    Leonor dient bei dieser Mission der Modernisierung als Garantin, dass auch Spaniens Jugend noch einen Sinn im Königshaus sieht, nachdem es der Königsfamilie nach der Ära Juan Carlos gelungen ist, wieder eine Vorbildrolle in der spanischen Gesellschaft einzunehmen. Mit ihrem Engagement im Militär und ihrem bescheidenen Auftreten in der Öffentlichkeit ist Leonor zweifellos zur wohl wichtigsten Figur für die Zukunft der spanischen Monarchie geworden.

    Und noch mehr: Leonor eilt der Ruf voraus, die coolste Prinzessin und Thronfolgerin Europas zu sein. Ihr Engagement und ihre entschlossene Art, die Rolle als zukünftige Königin bereits heute durch Taten zu untermauern, haben nicht nur ihre Beliebtheit in Spanien, sondern auch auf internationaler Ebene in den letzten Jahren massiv gestärkt.

    Im kommenden Sommer wird sie ihre militärische Offiziersausbildung abschließen. Noch ist offen, welchen Studiengang sie danach an einer Universität wählen wird. Vermutlich wird es in Richtung Politikwissenschaften oder Internationale Beziehungen gehen – ganz im Einklang mit der Rolle, die sie später als Königin übernehmen soll.

    Doch eines ist schon jetzt klar: Der erfolgreiche Jungfernflug steht sinnbildlich für Leonors Aufstieg – hin zu einer der beliebtesten und einflussreichsten Thronfolgerinnen Europas.

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