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Stau am Brenner umgehen: Dieser neue Zug fährt bald von Deutschland nach Italien

Österreich

Stau am Brenner umgehen: Dieser neue Zug fährt bald von Deutschland nach Italien

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    Dieser neue Zug fährt bald von Deutschland nach Italien: der Frecciarossa 1000.
    Dieser neue Zug fährt bald von Deutschland nach Italien: der Frecciarossa 1000. Foto: Jan Woitas, dpa (Archivbild)

    Besonders in der Ferienzeit und rund um Feiertage, wie Ostern und Pfingsten, zieht es viele Menschen zum Urlaub an den Gardasee oder andere Ziele in Italien. Bevor die Entspannung beginnen kann, sorgen aber bei der Anreise mit dem Auto die teils langen Staus auf der gängigsten Route über die Brennerautobahn (A 13) für Unmut. Grund hierfür ist die Luegbrücke, die laut der Autobahnen- und Schnellstraßen-Finanzierungs-Aktiengesellschaft (ASFINAG) nach über 55 Jahren Nutzung erneuert werden muss.

    Für die Brückenentlastung gilt daher seit Januar 2025 ein einspuriger Autoverkehr in beiden Richtungen. An verkehrsstarken Tagen gibt es eine temporäre Zweispurigkeit. Der Regelbetrieb ist nach ASFINAG aber einspurig, denn seit März 2025 laufen die Bauarbeiten an der Luegbrücke. Geplant sind insgesamt drei Bauphasen und eine Fertigstellung zum Ende des Jahres 2030.

    Wer den Stau am Brenner umgehen möchte, kann auf Alternativstrecken wie die Tauernautobahn nach Italien ausweichen. Wer ganz auf das Auto verzichten möchte, nutzt den Zug. Welche neuen und schnelleren Direktverbindungen es künftig geben soll und wann diese starten, erfahren Sie hier.

    Stau am Brenner umgehen: Welche Strecken bedient der Zug Frecciarossa?

    Wer sich den Stau am Brenner ersparen will, kann bald auf den „roten Pfeil“ – den Hochgeschwindigkeitszug Frecciarossa – umsteigen. Der 200 Meter lange Zug bietet laut ORF 462 Sitzplätze und soll Reisende von Deutschland bequem über die Alpen nach Italien bringen. Dabei erreicht er auf der Trasse in Tirol maximal 220 Kilometer pro Stunde. Auf seinem Weg soll der Frecciarossa auf der Strecke München – Mailand nach Informationen der Deutschen Bahn (DB) an diesen Stationen Halt machen:

    • München
    • Innsbruck
    • Bozen
    • Verona
    • Mailand

    Für die zunächst einmal täglich angebotene Strecke München – Mailand legt der Frecciarossa laut DB rund 600 Kilometer in sechseinhalb Stunden zurück. Die geplante Strecke München – Rom soll derweil diese Haltestellen bedienen:

    • München
    • Innsbruck
    • Bozen
    • Verona
    • Bologna
    • Florenz
    • Rom

    Für die rund 900 Kilometer lange Strecke München – Rom, die zunächst ebenfalls einmal täglich verkehrt, benötigt der „rote Pfeil“ laut DB achteinhalb Stunden.

    Da die Frecciarossa-Züge laut der Deutschen Presse-Agentur (dpa) unter anderem zwischen Bologna und Rom auf der Schnellstrecke ihr volles Tempo ausspielen können, sparen sich Bahnreisende im Vergleich zu aktuellen Verbindungen auf der Strecke nach Mailand künftig rund 75 Minuten, nach Rom etwa 45 Minuten.

    Stau am Brenner umgehen: Wann starten die neuen Direktverbindungen?

    Laut DB ist geplant, dass die neuen Direktverbindungen München – Mailand und München – Rom ab Ende 2026 mit modernsten italienischen Hochgeschwindigkeitszügen auf den Schienen angeboten werden können. Damit dies reibungslos gelingt, laufen derzeit Testfahrten, die laut der italienischen Nachrichtenplattform TTG Italia im Mai 2026 intensiviert werden.

    Mit dem Zug nach Italien: Brenner-Basistunnel verkürzt die Reisezeit zwischen München und Rom

    Nach Informationen der dpa soll sich mit dem Brenner-Basistunnel die Fahrtzeit der Frecciarossa-Züge zusätzlich um etwa eine Stunde verkürzen. Dessen Eröffnung ist für Ende 2032 geplant. Angedacht ist zudem eine Verlängerung der Frecciarossa-Strecke von Berlin nach Neapel. Geplant ist dieser Streckenausbau laut DB bis Dezember 2028.

    „Wir sehen, dass die Menschen immer häufiger auch grenzüberschreitend umweltfreundlich auf der Schiene unterwegs sein wollen“, sagte der DB-Vorstand für Personenfernverkehr, Michael Peterson, gegenüber der dpa. „Unser gemeinsames Projekt wird dem boomenden internationalen Fernverkehr weiteren Schub geben.“ Sabine Stock von den Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB) ergänzte: „Gerade im sensiblen Alpenraum ist jeder Fahrgast, der sich für den Zug statt fürs Auto oder Flugzeug entscheidet, ein Gewinn für Umwelt und Klima.“

    Übrigens: Wer doch mit dem Auto am Brenner unterwegs ist, sollte auf die Geschwindigkeit achten. Auf der Luegbrücke gilt Tempo 60, eine Section Control überprüft die Einhaltung. Bei Verstoß droht Bußgeld.

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