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Tirol: Digitale Vignette in Österreich – diese teuren Fehler sollten Sie vermeiden

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Tirol: Digitale Vignette in Österreich – diese teuren Fehler sollten Sie vermeiden

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    Wer in Tirol auf der Autobahn unterwegs ist, benötigt eine gültige Vignette. In digitaler Form kann man sie bequem online kaufen, sollte dabei jedoch einige Dinge beachten.
    Wer in Tirol auf der Autobahn unterwegs ist, benötigt eine gültige Vignette. In digitaler Form kann man sie bequem online kaufen, sollte dabei jedoch einige Dinge beachten. Foto: B. Plank/ imBILDE.at, stock.adobe.com (Symbolbild)

    Wer auf dem Weg ins Skigebiet oder für den Urlaub am Gardasee mit dem Auto in Tirol unterwegs ist, weiß: Der schnellste Weg führt meist über die Autobahn. Diese sind in Österreich zum größten Teil mautpflichtig – um sie befahren zu dürfen, muss vorab eine Vignette gekauft werden. Ab 2027 ist diese nur noch in digitaler Form verfügbar, die Klebe-Vignette für die Windschutzscheibe wird dann vollständig abgeschafft. Bei der digitalen Vignette sollten Autofahrer allerdings auf ein paar Besonderheiten achten. Denn wer diese Fehler begeht, muss unter Umständen tief in die Tasche greifen.

    Autofahren in Tirol: Wo kann man die digitale Vignette kaufen und was kostet sie?

    Bis auf einige wenige mautfreie Streckenabschnitte gilt auf österreichischen Autobahnen eine Vignettenpflicht. Hier müssen Autofahrer also vorab ein sogenanntes „Pickerl“ kaufen. Im restlichen Jahr 2026 kann man sich noch zwischen der Klebe-Variante für die Windschutzscheibe und der 2017 eingeführten digitalen Vignette entscheiden. Ab dem 1. Februar 2027 ist dann nur noch die digitale Ausführung verfügbar, wie die österreichische Betreibergesellschaft Autobahnen- und Schnellstraßen-Finanzierungs-Aktiengesellschaft (ASFINAG) auf ihrer Website ankündigte.

    Erwerben kann man die digitale Vignette sowohl im Online-Mautshop der ASFINAG als auch „analog“ an über 3500 Vertriebsstellen und rund 100 Verkaufsautomaten. Die Kosten für das „Pickerl“ werden jährlich an den österreichischen Verbraucherpreisindex angepasst. Für 2026 wurden die Tarife um 2,9 Prozent angehoben. Diese Preise gelten aktuell für Autofahrer:

    • 1-Tages-Vignette: 9,60 Euro
    • 10-Tages-Vignette: 12,80 Euro
    • 2-Monats-Vignette: 32,00 Euro
    • Jahresvignette: 106,80 Euro

    Digitale Vignette in Tirol: Warum sollte man beim Online-Kauf aufpassen?

    Nach Angaben der ASFINAG nutzt bereits heute ein Großteil der Autofahrer die digitale Vignette, die häufig online erworben wird. Allerdings ist hierbei besondere Vorsicht geboten. Denn im Internet versuchen zahlreiche nicht autorisierte Anbieter, mit dem Verkauf digitaler Vignetten Profit zu machen, indem sie diese zu überteuerten Preisen vertreiben. Wie die Betreibergesellschaft in einer Pressemitteilung warnt, kopieren einige Betrüger sogar das Design des offiziellen ASFINAG-Online-Mautshops, um Kunden zu täuschen.

    Zu den autorisierten Online-Vertriebspartnern zählen auch der ADAC sowie die Anbieter Autopay und Tolltickets. Hier können ohne Bedenken digitale Vignetten zu den gängigen Preisen erworben werden. Autofahrer sollten allerdings genau hinsehen und vor dem Kauf noch einmal überprüfen, ob es sich tatsächlich um die offizielle Website des Mautshops oder der Vertriebspartner handelt. Auch ein Abgleich der Preise mit den offiziellen Tarifen der ASFINAG ist ratsam, um sich vor betrügerischen Aufschlägen zu schützen.

    Tirol: Was müssen Autofahrer bei der Gültigkeit der digitalen Vignette beachten?

    Während das Klebe-„Pickerl“ sofort nach dem Anbringen an der Windschutzscheibe gültig ist, verhält es sich bei manchen Varianten der digitalen Vignette anders: Nach Angaben des ADAC sind die 2-Monats-Vignette und die Jahresvignette erst 18 Tage nach dem Kauf gültig, wenn sie online erworben wurden. Hintergrund dieser Regelung sind EU-Richtlinien für den Konsumentenschutz, wonach Kunden von einem Online-Kauf einer Dienstleistung oder eines Produkts zurücktreten können. Für die 1-Tages- sowie die 10-Tages-Vignette gelten diese Vorgaben hingegen nicht – die Kurzzeit-Varianten sind also sofort nach dem Erwerb im Online-Shop gültig.

    Wer eine der beiden Langzeit-Vignetten benötigt und nicht mehr 18 Tage bis zum Fahrtantritt warten kann oder will, sollte diese also nicht bei einem Online-Anbieter kaufen. In dem Fall muss das digitale „Pickerl“ vor Ort bei autorisierten Verkaufsstellen oder am Automaten erworben werden, denn auf diesem Vertriebsweg ist es direkt nach dem Kauf gültig.

    Digitale Vignette in Tirol: Was passiert, wenn das Autokennzeichen falsch angegeben ist?

    Da die digitale Vignette an das Kfz-Kennzeichen gebunden ist, muss dieses beim Kauf – egal ob online oder vor Ort – angegeben werden. Hier kann einem schnell mal ein Flüchtigkeitsfehler unterlaufen, sei es durch einen Zahlendreher, weil man sich bei der Eingabe vertippt oder einen Bindestrich an der falschen Stelle gesetzt hat. Dieses Missgeschick kann für Autofahrer teure Konsequenzen haben.

    Denn ist das Autokennzeichen nicht korrekt angegeben, wird das von der ASFINAG als Mautvergehen gewertet und als Fahrt ohne gültige Vignette verfolgt, wie das Europäische Verbraucherzentrum Deutschland erklärt. Autofahrer, die mit nicht übereinstimmenden Kennzeichen erwischt werden, müssen eine sogenannte Ersatzmaut von 200 Euro zahlen. Selbst, wenn die Falschangabe aus Versehen zustande kam, gibt es keine Möglichkeit, die Zahlung zu umgehen.

    Digitale Vignette in Tirol: Was tun, wenn man den Kaufbeleg verloren hat?

    Nach dem erfolgreichen Kauf einer digitalen Vignette erhält der Kunde einen Zahlungsbeleg – entweder in digitaler oder in Papierform. Dieser kann bei einer Verkehrskontrolle als Nachweis hilfreich sein. Wer den Kaufbeleg verloren oder versehentlich gelöscht hat, muss sich jedoch keine Sorgen machen. Denn laut dem ADAC können die kontrollierenden Beamten jederzeit in ihrem System überprüfen, ob für das Fahrzeug eine gültige Vignette vorliegt.

    Wer nachsehen möchte, ob der Kauf reibungslos funktioniert hat, das digitale „Pickerl“ aktiviert wurde und aktuell noch gültig ist, hat dafür zwei Möglichkeiten. Auf der Website evidenz.asfinag.at lässt sich die Gültigkeit der erworbenen Vignette unter Angabe des Kfz-Kennzeichens und des Zulassungsstaats schnell überprüfen. Alternativ kann der Status auch über das ASFINAG-Kundenkonto via Website oder App abgefragt werden.

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