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Coronavirus

16.03.2020

Virologe Christian Drosten ist Deutschlands Corona-Papst

Virologe Christian Drosten ist aktuell einer der wichtigsten Ansprechpartner in der Corona-Krise.
Bild: Bernd von Jutrczenka, dpa

In Zeiten der Pandemie wird der Rat des Berliner Virologen nicht nur von der Bundesregierung geschätzt, sondern von Wissenschaftlern auf der ganzen Welt.

Der Corona-Erreger versetzt die Welt in Panik und wahrscheinlich gibt es niemanden, der ihn so gut kennt wie Christian Drosten. Für den 48-jährigen Virologen mit dem dunklen Lockenkopf herrscht seit dem Ausbruch der Pandemie Ausnahmezustand. Und den Kampf gegen die Seuche führt er nicht nur im Labor, wo ihm die Entwicklung eines Testverfahrens gelang. Sondern auch in den Medien. Auf allen Kanälen ist Drosten präsent, um den Deutschen zu erklären, wie das Virus wirkt und wie sich seine Verbreitung eindämmen lässt. Mit Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) und Lothar Wieler, dem Chef des Robert-Koch-Instituts, bildet Drosten so etwas wie die Dreieinigkeit der Corona-Experten. Sein Rat ist nicht nur bei der Bundesregierung hoch geschätzt, sondern auf der ganzen Welt.

Virologe Christian Drosten hätte eigentlich den Bauernhof seiner Eltern übernehmen sollen

Dabei hätte Christian Drosten eigentlich einmal den elterlichen Bauernhof im kleinen Dorf Groß Hesepe im Emsland übernehmen sollen. Doch er entschied sich für die Wissenschaft. Nach dem Abitur studierte er Chemietechnik, Biologie und Humanmedizin in Münster, Dortmund und Frankfurt. In seiner Doktorarbeit beschäftigte er sich damit, wie große Mengen von Blutspenden effektiv getestet werden können. Anschließend forschte er am Institut für Tropenmedizin in Hamburg zur Erkennung tropischer Viruserkrankungen. Dort begründete er seinen heutigen internationalen Ruf, als er 2003 einen Test für das neu identifizierte SARS-Virus entwickelte. Für seine weltweit viel beachteten Erkenntnisse erhielt Drosten 2005 das Bundesverdienstkreuz am Bande und zahlreiche weitere Auszeichnungen.

Ab 2007 leitete Drosten das Institut für Virologie der Uniklinik Bonn. 2017 folgte er dem Ruf aus der Hauptstadt und wurde Direktor des Instituts für Virologie an der berühmten Universitätsklinik Charité. Dort entwickelten Forscher unter seiner Leitung einen Test für das Coronavirus, das seit Ende 2019 in China grassierte. Bereits Mitte Januar 2020 konnte das Nachweisverfahren weltweit zur Verfügung gestellt werden.

Zeit ist laut Drosten der entscheidende Faktor in der Corona-Pandemie

Schon während der SARS-Epidemie machte er seine Forschungsergebnisse sofort der weltweiten Wissenschaft zugänglich. Das war damals keineswegs üblich. Doch für Drosten ist Zeit bei der Bekämpfung einer Pandemie der entscheidende Faktor. Je schneller die Experten ihr Wissen teilen, desto rascher können Tests, Impfstoffe und Gegenmittel entwickelt werden.

 

Schnell und umfassend informiert werden muss bei einer Pandemie nach Drostens Ansicht auch die Öffentlichkeit. Denn die schnelle Ausbreitung eines Erregers lasse sich nur verhindern, wenn möglichst viele ihr Verhalten anpassen: Menschenansammlungen meiden, Abstand halten, Hygieneregeln strikt befolgen. Oberstes Ziel dabei: Verhindern, dass das Gesundheitssystem durch die schiere Menge der Fälle kollabiert.

Über alle neuen Erkenntnisse rund um das Corona-Virus informieren wir Sie in unserem Live-Blog.

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16.03.2020

Die Pandemie wäre gar nicht entstanden , wenn die kommunistische Diktatur in Peking über den Virus viel früher informiert hätte, nicht erst, als Alles zu spät war !

Aber der Arzt , der die Infektion als Erster entdeckte und davor warnen wollte,wurde i n China ja unter Hausarrest gestellt !

Ich kann mich noch gut erinnern , wie sehr so mancher Grüne Mao (Lenin und den Kommunismus ) und die Politik- und Gesellschaftform - für welche diese Herren standen/stehen- angebetet haben .

Nicht wenige Grüne liefen noch Ende der 80er/Anfang der 90er mit der Mao-Bibel in der Tasche herum !

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16.03.2020

>> Die Pandemie wäre gar nicht entstanden , wenn die kommunistische Diktatur in Peking über den Virus viel früher informiert hätte, nicht erst, als Alles zu spät war ! <<

Diese Pandemie wurde befeuert von globalem Flugverkehr.

Das Virus war bekannt, als es europäischen Boden erreichte.

Und es ist vielfach mit dem Grippevergleich verharmlost worden.

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16.03.2020

Ihre Folgerungen und Assoziationen sind bizarr. Gut, dass die für die jetzt notwendigen Entscheidungen politisch Verantwortlichen überwiegend rational denken können und nicht vond er AFD sind!

Raimund Kamm

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17.03.2020

Das ist der Corona-Virus ein Ergebnis einer grün-kommunistischen-chinesischen Verschwörung? Hört sich für mich so glaubwürdig an, wie das Corona ein (entwischter) biologische Kampfstoff der Chinesen ist; Nordkorea mit diesem Trump eleminieren wollte; ein Versuch ist, die Rentenkasse zu entlasten, ....
Übrigens wenn ich China anschauen, bin ich der Meinung, dass Kommunisten die effektiveren Kapitalisten sind. ;-)

Ein Virus kann innerhalb von 48 Stunden um die ganze Welt gehen. Die internationale Flugverkehr machts möglich. So gesehen war Corona eine lahme Ente.

Der Virus war bereits vor dem ersten deutschen Fall bekannt. Zumindest wenn man die "manipulierten" GEZ-Medien und die anderen Mainstreammedien liest und sieht. Sind die Chinesen bzw. "deren verlängerter Arm" die Grünen Schuld, wenn der Flugverkehr usw. nach China nicht eingestellt wird? Hat irgendein Land damals irgendwas eingestellt oder geschlossen?

Jetzt warte ich nur noch, auf die Theorie, dass der Corona-Virus nach Deutschland gebracht wurde, um ein Tempolimit auf den Autobahnen einführen zu können um damit die deutsche Autoindustrie zu schaden. ;-)

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16.03.2020

Gut, dass wir viele solche Wissenschaftler haben, die gute wissenschaftliche Arbeit leisten und gut öffentlich aufklären!

Raimund Kamm

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