Drei Buchstaben sind zum personifizierten Schrecken für US-Präsident Trump geworden: Denn die US-Republikanerin Marjorie Taylor Greene wird oft nur MTG nach den ersten Buchstaben ihres Namens genannt. Die Frau ist so ultrarechts und abgedreht, dass Trump eigentlich seine Freude an der bizarren Verschwörungstheoretikerin und einstigen treuen Unterstützerin haben müsste.
Eine Ultrarechte mit Resten an Moral
Doch MTG verbreitet nicht nur allerlei bizarre, faktenfreie, rassistische und gewaltverherrlichende Theorien, sie ist auch eine christliche Nationalistin. Letzterer Umstand stellt für Trump ein dickes Problem dar, scheint sich Greene doch in Teilbereichen des Lebens Reste von Moral bewahrt zu haben, etwa wenn es um sexuell übergriffiges Verhalten von Männern gegenüber Frauen geht. Dass MTG deshalb als Frau und Christin die Herausgabe der Epstein-Akten verlangt, ist eine Provokation für den US-Präsidenten, wird ihm doch nachgesagt, mit dem Sexualstraftäter Umgang gehabt zu haben.
Wie sehr Greene den großen Meister mit ihrer Majestätsbeleidigung getroffen hat, ist an Trumps frauenfeindlich-unterirdischen Äußerungen abzulesen. Schließlich bezeichnete er die Politikerin als „pöbelnde Wahnsinnige“ und „durchgeknallt“. Das ist ein neuer Tiefpunkt in der an Tiefpunkten überreichen zweiten Amtszeit des Amerikaners. Warum legt Trump die Epstein-Akten nicht offen? Hat der etwas zu verbergen? Der Verdacht liegt nahe. Wenn die Ultrarechten sich in den USA zoffen, nährt das ein zartes Hoffnungs-Pflänzchen.
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