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Israel-Debatte bei „Hart aber fair“: Enissa Amani über den Nahost-Konflikt

Geopolitischer Talk

Israel-Debatte bei „Hart aber fair“: Enissa Amani und Co. über den Nahost-Konflikt

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    Die Talkshow "Hart aber fair" im Ersten lud Gäste zum Thema "Israel im Krieg: Kritik erlaubt?" ein - darunter Künstlerin und Menschenrechtsaktivistin Enissa Amani.
    Die Talkshow "Hart aber fair" im Ersten lud Gäste zum Thema "Israel im Krieg: Kritik erlaubt?" ein - darunter Künstlerin und Menschenrechtsaktivistin Enissa Amani. Foto: Screenshot: ARD Mediathek

    In der ARD-Sendung „Hart aber fair“ wurde am Montag (12. August) über den Nahost-Konflikt zwischen Israel und Palästina diskutiert, der sich im Schatten des Ukraine-Krieges zu einer weiteren geopolitischen Krise ausgeweitet hat.

    Die Talkshow trug den Titel „Israel im Krieg: Kritik erlaubt“ und thematisierte die eskalierende Gewalt im Nahen Osten, die auch in Deutschland für Kontroversen sorgt. Dabei ging es unter anderem um die Frage, wie der Iran auf die gezielten Tötungen von Anführern verbündeter Gruppen reagieren könne und welche Haltung Deutschland gegenüber Israel einnehmen sollte.

    „Hart aber fair“: Israel, der Nahost-Konflikt und welche Auswirkungen drohen

    Schließlich bekennen sich ranghohe deutsche Politiker im Nahost-Konflikt zur Solidarität mit dem Staat, ungeachtet der internationalen Vorwürfe am Vorgehen der rechtsgerichteten israelischen Regierung unter Ministerpräsident Benjamin Netanjahu im Gazastreifen.

    In diesem Zusammenhang wurde auch der Begriff „Staatsräson“ definiert, den mehrere Bundeskanzler bzw. Bundeskanzlerinnen in den Mund nahmen. Außerdem ist in der Sendung von Moderator Louis Klamroth beleuchtet worden, welche Auswirkungen der Konflikt auf die jüdische und arabisch-muslimische Gemeinschaft in Deutschland hat.

    Sechs Gäste diskutieren über Israel und Palästina

    Im WDR-Studio diskutierten das Thema sechs Gäste aus unterschiedlichen Bereichen: Unter ihnen waren die Bundestagsabgeordneten Lamya Kaddor (Bündnis 90/Die Grünen) sowie Julia Klöckner (CDU), der Chefredakteur der Jüdischen Allgemeinen, Philipp Peyman-Engel, die Künstlerin und Menschenrechtsaktivistin Enissa Amani, der Jules El-Khatib (Deutsch-Israeli mit palästinensischen Wurzeln) und Nahost-Experte Daniel Gerlach.

    Krieg im Nahen Osten: Enissa Amani über humanitäre Katastrophe in Gaza

    Klöckner und Peyman-Engel stellten sich klar hinter Israel, andere Diskutanten waren mehr um Ganzheitlichkeit bemüht - wozu gehört, beide Konfliktparteien gleichberechtigt zu betrachten. Enissa Amani betonte in einem emotionalen Beitrag, dass kein Krieg die humanitären Katastrophen rechtfertigen könne, die derzeit in Gaza herrschen.

    Zum Hintergrund: Der Krieg im Nahen Osten eskalierte nach einem Angriff der Hamas auf Israel am 7. Oktober, bei dem laut israelischen Quellen 1.198 Menschen getötet und 251 Personen als Geiseln verschleppt wurden. Als Reaktion auf den Angriff führt Israel seitdem umfassende militärische Operationen im Gazastreifen durch, mit vielen Tausenden Opfern.

    Laut dem Gesundheitsministerium, das von der Hamas kontrolliert wird, haben diese Operationen bisher fast 40.000 Menschen das Leben gekostet, darunter ein Großteil Zivilisten. Dieses Vorgehen sorgt international wiederholt für Empörung. Zudem sind laut Amnesty International durch die anhaltenden Kämpfe über 1,5 Millionen Menschen aus Gaza vertrieben worden und es mangelt an grundlegenden Lebensmitteln sowie medizinischer Versorgung.

    Amani kritisiert Israel und Hamas: „Menschenrechte unabhängig der Religion“

    El-Khatib fügte bei „Hart aber fair“ (hier geht‘s zur Sendung) an, dass 60 Prozent der israelischen Bevölkerung für Waffenruhe in der Krisenregion seien, dies aber schon seit geraumer Zeit an der Regierung Netanjahu scheitere. Enissa Amani kritisierte das israelische Vorgehen und verwies auf die Verletzungen des humanitären Völkerrechts, die von den Vereinten Nationen angeprangert werden. Ihrer Meinung nach könne Deutschland im Hinblick auf die Vorgänge im Gazastreifen „nicht bedingungslos an der Seite Israels stehen“.

    Gleichzeitig verurteilte die 42-Jährige die Gewalt der Hamas und unterstrich, dass „Menschenrechte unabhängig von Religion und Herkunft für alle“ gelten müssen. Ihr Plädoyer für die Unantastbarkeit der menschlichen Würde kam beim anwesenden Publikum gut an, das mit Applaus reagierte.

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