Vielleicht wird es doch kein allzu kalter Winter ohne Heizung: Die deutschen Gasspeicher sind wieder zu mehr als 75 Prozent gefüllt. Nach neuesten, vorläufigen Daten der europäischen Gasspeicherbetreiber vom Samstagabend lag der Füllstand am Freitagmorgen bei 75,43 Prozent. Damit wurde das erste Speicherziel einer neuen Verordnung mehr als zwei Wochen früher als vorgeschrieben erreicht. Der Füllstand wird immer erst mit Verzögerung gemeldet. Die Verordnung sieht vor, dass die deutschen Speicher am 1. September zu mindestens 75 Prozent gefüllt sein müssen. Am 1. Oktober sollen es mindestens 85 Prozent und am 1. November mindestens 95 Prozent sein.
Der Tag: Nach Angaben des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj ist die Lage im Osten der Ukraine weiter schwierig. Besonders die Region Charkiw werde immer wieder angegriffen, die Verteidigung aber halte. Russland habe im Donbass indes "kolossale Ressourcen" an Artillerie, Personal und Ausrüstung aufgefahren. Im Süden gebe es aber auch gute Nachrichten. Dort gelingt es dem ukrainischen Militär laut Selenskyj immer wieder, den "russischen Okkupanten" Schläge zu versetzen. Die Autobrücke des Staudamms Nowa Kachowka im Gebiet Cherson ist nach ukrainischen Angaben infolge mehrerer Angriffe nicht mehr befahrbar. Die Brücke sei von Raketen- und Artillerieeinheiten gezielt unbrauchbar gemacht worden, teilte das ukrainische Armeekommando Süd bei Facebook mit.
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Die Lage: Noch immer stehen zwei Szenarien im Raum, wie es mit den Gaslieferungen aus Russland weitergehen könnte: Entweder entscheidet Russland sich dazu, Deutschland nicht mehr zu beliefern. Oder Deutschland oder die gesamte EU entscheiden sich wegen Russlands Kriegsverbrechen für ein Gas-Embargo. Hierzulange bereitet man sich nun auf einen möglichen Lieferstopp vor. Mit unserer Grafik können Sie tagesaktuell verfolgen, wie sich der Füllstand der deutschen Gasspeicher entwickelt.
Die Region: Die Ulmer Friedenswochen fallen in eine ungewöhnliche Zeit. Der Krieg in der Ukraine hat die Sichtweisen vieler Menschen verändert. Doch die Friedensbewegung verhielt sich schon zu Beginn der russischen Invasion auffällig still. Ein Aktivist der ersten Stunde sagte, man müsse auch die Vorgeschichte des Krieges berücksichtigen und sprach von einem "Vormarsch der NATO". Für meinen Kollegen Ronald Hinzpeter ist diese Argumentation vollkommen ungeeignet dazu, den mörderischen Angriffskrieg Russlands zu rechtfertigen.
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