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Kommentar: Die Friedensbewegung kann offenbar nicht von alten Feinbildern lassen

Kommentar

Die Friedensbewegung kann offenbar nicht von alten Feinbildern lassen

Ronald Hinzpeter
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    Ist die Friedenstaube angesichts des Ukraine-Kriegs  ins Straucheln geraten?
    Ist die Friedenstaube angesichts des Ukraine-Kriegs ins Straucheln geraten? Foto: Julia Pietsch

    Seit der russischen Invasion in der Ukraine hat die Zahl der Wohnzimmer-Strategen und Freizeit-Feldherrn deutlich zugenommen. Selbst hochrangige Grünen-Politiker können die Bezeichnungen von Waffensystemen ohne mit der Wimper zu zucken runterrasseln. Der Krieg hat viele Sichtweisen in Deutschland radikal verändert. Ausgerechnet in diese Zeit fallen die traditionellen Ulmer Friedenswochen, die einen gänzlich anderen Ansatz verfolgen, nämlich den traditionell pazifistischen. Sind sie deswegen aus der Zeit gefallen oder gar überflüssig? Auf keinen Fall, denn auch unter Friedensbewegten wird das Ukraine-Thema sehr kontrovers diskutiert. Und natürlich ist es wichtig, die eigenen Haltungen zu überprüfen und sich zu fragen, ob nun in Umkehrung der alten Parole "Schwerter zu Pflugscharen" künftig Pflugscharen zu Schwertern werden sollen.

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