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Hundefutter mit Insekten: Ist es gut für Hunde?

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Hundefutter mit Insekten: Ist es gut für Hunde?

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    Nachhaltiger Trend oder doch schädlich? Immer mehr Firmen setzen bei der Herstellung von Hundefutter auf alternative Zutaten, wie Insekten.
    Nachhaltiger Trend oder doch schädlich? Immer mehr Firmen setzen bei der Herstellung von Hundefutter auf alternative Zutaten, wie Insekten. Foto: Christin Klose, dpa-tmn (Symbolbild)

    Was früher als exotische Randoption galt, steht heute in den Regalen zahlreicher Tierfachmärkte: Hundefutter mit Insekten. Neben klassischen Fleischsorten wie Rind, Huhn oder Lamm konkurrieren Produkte mit Proteinen aus Mehlwürmern, Heimchen oder Larven zunehmend um die Gunst von Hundebesitzern. So wirbt etwa das Unternehmen Fressnapf damit, dass Futter aus Insekten eine gesunde Proteinquelle, leicht verdaulich und besonders für ernährungssensible Tiere geeignet sei.

    Doch Insekten-Futter ist mehr als nur eine Marketing-Strategie oder ein Trend. Tatsächlich weist die Ernährungsweise einige positive Aspekte für Hunde auf. So könnten Insekten im Hundefutter laut ZDF eine gute Alternative für Tiere sein, die an einer Futtermittelallergie leiden – nachhaltiger als herkömmliches Fleischfutter sei es zudem allemal. Doch: Tun Insekten im Hundenapf dem eigenen Vierbeiner wirklich gut?

    Ist Insekten‑Hundefutter wirklich gesund für den eigenen Hund?

    Laut dem Bayerischen Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) sind Insekten äußerst nährstoffreich. Sie würden hochwertige Proteine, essenzielle Aminosäuren, Vitamine und Mineralstoffe enthalten. All diese Nährstoffe seien für die Gesundheit und Entwicklung der Tiere entscheidend und könnten dazu beitragen, die allgemeine Futterqualität zu verbessern.

    Auch eine Studie, die in der britischen Online-Fachzeitschrift Journal of Nutritional Science (JNS) erschienen ist, hat verschiedene Insekten in Tierfutter untersucht. Dabei hebt sie ebenfalls die gute Proteinqualität sowie die effiziente Umwandlung organischer Nebenprodukte hervor. Die Autoren schlussfolgern, dass die Verwendung von Insekten in Hunde- und Katzenfutter wichtig sei. Insekten werden im Zuge dessen als hochwertige und nachhaltige Proteinquelle für die Ernährung vorgeschlagen.

    Welche Vorteile hat das Hundefutter mit Insekten?

    Der Tierarzt Karim Montasser schlägt in die gleiche Kerbe. Er betont auf seinem YouTube-Kanal, dass Insekten als Proteinquelle im Tierfutter durchaus sinnvoll seien. Dabei hebt er die nährstoffreichen Eigenschaften hervor: „Heimchen sind bessere Proteinlieferanten als unsere herkömmlichen Säugetierquellen.“ Doch schmecken den Tieren die Insekten? Hierzu hat Montasser eine klare Antwort: Hunde würden ohnehin alles fressen, auch Dinge, die sie eigentlich nicht fressen sollten. Nichtsdestotrotz zeigt auch die Studie im JNS, dass insbesondere Heimchen sowohl von Hunden als auch von Katzen gerne gefressen werden würden.

    Laut dem ZDF sei Insekten-Hundefutter zudem eine gute Option für alle Hunde, die reguläres Futter nicht vertragen würden. Die Stiftung Warentest präzisiert, dass Futter mit Insekten­protein für „empfindliche“, „sensitive“ oder „sehr ernährungs­sensible“ Tiere beworben werde. Somit könnte der Einsatz des Futters bei Hunden mit Futtermittel­allergie einen Versuch wert sein.

    Wie können Insekten als Zutat für Hundefutter genutzt werden?

    Ist die Rede von Insekten im Hundefutter, ist damit Insektenprotein gemeint, das als alternative Eiweißquelle vorkommt, so das Magazin Ein Herz für Tiere. Für das Futter auf Insektenbasis würden meistens Mehlwürmer sowie die Schwarze Soldatenfliegen und deren Larven verarbeitet.

    Rechtlich gesehen gehört Insektenprotein laut dem LGL in die Gruppe der tierischen Eiweiße. Die „Nutzung im Schweine-, Geflügel-, aber auch im Fisch- und Heimtierfutter ist gemäß der aktuellen Rechtslage möglich“, heißt es auf der LGL-Webseite.

    Nachhaltigkeit vs. Gesundheit: Worauf ist beim Kauf von Hundefutter zu achten?

    Ein hoher Fleischkonsum ist nach Angaben des WWF Deutschland schädlich für das Klima – auch jener von Tieren. Daher sind Futtermittel mit Insekten durchaus eine proteinreiche und umweltfreundliche Alternative.

    Die Stiftung Warentest empfiehlt insektenbasiertes Hundefutter vor allem für Hunde, denen andere tierische Proteine im Futter nicht bekommen. Jedoch sei das Futter mit Insekten deutlich teurer als klassisches Nass- oder Trockenfutter. Einige Produkte hätten zudem nur mangelhaft im Test abgeschnitten, da sie nicht ausreichend Nährstoffe liefern würden. Hundehalter sollten somit darauf achten, dass das Futter nährstoffreich ist und möglicherweise auch ein Gütesiegel trägt. Ansonsten heißt es: Einfach mal verkosten lassen.

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