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Wie viele Zähne hat ein Hund?

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Wie viele Zähne hat ein Hund?

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    Vom ersten Milchzahn bis zum letzten bleibenden Zahn – das Gebiss eines Hundes verändert sich im Laufe seines Lebens.
    Vom ersten Milchzahn bis zum letzten bleibenden Zahn – das Gebiss eines Hundes verändert sich im Laufe seines Lebens. Foto: ViktoriaShu, stock.adobe.com (Symbolbild)

    Hunde sind wahre Meister im Kauen und Beißen. Dafür brauchen sie starke Zähne, die nicht nur für die Ernährung wichtig sind, sondern auch in vielen anderen Lebensbereichen eine Rolle spielen: in der Kommunikation, zur Verteidigung, beim Spielverhalten oder zur Körperpflege. Doch wie viele Zähne hat ein Hund eigentlich?

    Eine Frage, die auch rund um die Zahngesundheit des Tieres eine Rolle spielt. In diesem Artikel wird ein Blick auf die Zahnanordnung von Hunden geworfen, die Anzahl ihrer Zähne im Welpen- sowie Erwachsenenalter beleuchtet und erklärt, warum eine gute Zahnpflege so wichtig für das Wohlbefinden der Tiere ist.

    Wie viele Zähne hat ein Hund?

    Wie die Fachtierärztin für Zahnheilkunde der Kleintiere, Dr. med. vet. Ines Ott, auf ihrer Webseite informiert, haben erwachsene Hunde 42 Zähne. Diese sind wie folgt verteilt: Pro Kieferhälfte – was einem Viertel des Gebisses entspricht – hat ein Hund:

    • drei Schneidezähne,
    • einen Eckzahn,
    • vier vordere Backenzähne, auch Prämolaren genannt, sowie
    • im Oberkiefer zwei beziehungsweise im Unterkiefer drei hintere Backenzähne, auch Molaren genannt.

    Genauer gesagt spricht die Expertin von „etwa 42 Zähnen“. Die Begründung: Im Unterkiefer fehlen oft der erste Prämolar und der dritte Molar beim Hund, was jedoch keine Nachteile mit sich bringt. Diese Zähne sind sehr klein und haben im Laufe der Evolution ihre ursprüngliche Funktion eingebüßt. Daher werden sie als Weisheitszähne betrachtet. Ähnlich wie beim Menschen sind auch bei Hunden Weisheitszähne nicht immer vorhanden.

    Wenn man den Vergleich zum menschlichen Gebiss heranzieht, haben Hunde übrigens zehn Zähne mehr als Menschen mit 32 Zähnen – wenn das Gebiss vollständig mit allen Weisheitszähnen ausgebildet ist, informiert die Stiftung Gesundheitswissen.

    Was sind eigentlich Reißzähne und Fangzähne?

    Laut der Fachtierärztin Dr. Ott bezeichnet man den vierten Prämolar im Oberkiefer und den ersten Molar im Unterkiefer als Reißzähne. Sie sind jeweils die größten Backenzähne im Ober- und Unterkiefer. Laut dem Gesundheitszentrum für Kleintiere Lüdinghausen funktionieren die Reißzähne wie eine Schere: Sie dienen – evolutionär gesehen – dazu, Fleischstücke aus dem Beutetier herauszuschneiden. Die restlichen Backenzähne sind zur Zerkleinerung von Fleischstücken da.

    Die Eckzähne des Hundes werden auch Fangzähne genannt. Sie sind recht spitz und haben genau eine Aufgabe: Dem Beutetier eine messerscharfe, punktuelle Wunde zuzufügen.

    Zahnwechsel beim Hund: Wie viele Milchzähne haben Welpen?

    Bei der Geburt sind Hunde zunächst zahnlos, informiert das Gesundheitszentrum für Kleintiere Lüdinghausen. In den ersten zwei bis vier Wochen brechen die ersten Milchzähne durch. Dieser Vorgang ist in der Regel im Alter von fünf bis sechs Wochen abgeschlossen. Dann haben Welpen 28 Milchzähne. Das liegt laut Dr. Ines Ott daran, dass das Milchgebiss keine hinteren Backenzähne und keine ersten vorderen Backenzähne hat.

    Die Milchzähne fallen, ähnlich wie bei Menschenkindern, irgendwann aus. Bis zum Alter von etwa sechs Monaten werden die 28 Milchzähne laut dem Gesundheitszentrum durch die 42 bleibenden Zähne ersetzt. Diese werden auch Dauerzähne genannt. Hundehalter sollten das Gebiss während des Zahnwechsels regelmäßig kontrollieren: Wenn Sie nach dem sechsten Lebensmonat noch Milchzähne im Maul des Welpen entdecken, sollte ein Tierarzt aufgesucht werden.

    Wie unterscheidet man Milchzähne von bleibenden Zähnen?

    Wie das Gesundheitszentrum erklärt, sind Milchzähne kleiner als die bleibenden Zähne und besitzen eine spitze Form sowie eine schmale Wurzel. Mit dem Beginn des Zahnwechsels wird der Abstand zwischen den Milchzähnen immer größer, sodass sie zunehmend fehl am Platz wirken. Sie erscheinen im Kiefer der Hunde dann oft zu klein.

    Zahngesundheit beim Hund: Wie können Hundehalter Erkrankungen vorbeugen?

    Hundehalter sind für die Zahngesundheit ihres Hundes verantwortlich. Laut dem Gesundheitszentrum haben Hunde keinen natürlichen Drang, Futterreste zwischen ihren Zähnen zu entfernen. Futterrückstände können zu schlechtem Atem, aber auch zu Zahn- und Zahnfleischerkrankungen führen. Auch Zahnstein ist, vor allem bei kleinen Hunderassen, ein weitverbreitetes Problem, informiert die Figo Tierkrankenversicherung. Zahnstein kann im Laufe der Zeit zu schmerzhaften Zahnerkrankungen wie Parodontitis führen. Laut der Tierschutzorganisation Peta ist ein gesundes Gebiss außerdem für die allgemeine Gesundheit des Hundes von Bedeutung: Es schützt die Organe und das Gefäßsystem.

    Um Zahnprobleme zu verhindern, sollten Hundehalter laut dem Gesundheitszentrum einmal täglich die Zähne des Hundes mit einer Tierzahnbürste und spezieller Zahnpasta für Hunde putzen. So kann die Bildung von gefährlichem Plaque, also Zahnbelag, reduziert werden. Dadurch sind professionelle Zahnreinigungen zur Zahnsteinentfernung seltener notwendig, für die Hunde in Narkose versetzt werden müssen, was wiederum Risiken und Nebenwirkungen mit sich bringt.

    Zusätzlich ist die regelmäßige Kontrolle der Hundezähne beim Tierarzt wichtig. Peta empfiehlt bei Hunden bis fünf Jahren einen jährlichen Check-up. Ältere Vierbeiner sollten in kürzeren Abständen untersucht werden. Bei einem Verdacht auf Zahnprobleme oder bei älteren Tieren ist auch ein Zahnröntgen zu empfehlen.

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